Archiv für Juni 2009

„Berufskrankheit“, Teil 2

Sprach meine Mama zu mir: „Immer wenn ich eure Bettwäsche sehe, muss ich an Aspergillus denken“.

(Zum Glück bezog sie sich aufs Muster.)

„Berufskrankheit“

Beim Abendessen etwas Senf am Finger entdecken und ‘oh Babykacke’ denken.

Hurra!

Die Ökologenmütter-im-Stadtteil-K.-Krabbelgruppe ist seit gestern vollständig. Drei Mädchen innerhalb von 16 Wochen, die Mütter zwei Mausforscherinen und eine ehemalige Mausforscherin, jetzt Insektenforscherin. Willkommen kleine Alva! Senni und Lumi stossen heute Nachmittag schonmal mit einem Schlückchen Milch auf dich an.

Original

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Ein lang gehegter Wunsch

ging am Wochenende in Erfüllung. Schwatzend neben der liebsten Freundin spazieren und jede von uns schiebt einen Kinderwagen vor sich her.  Das zwischen uns laufende Mäusemädchen, das sich links und rechts an den Wagen festhielt, machte die Sache perfekt.

Machs gut kleiner Kekkonen

Dein Leben begann fast auf den Tag vor sechseinhalb Jahren in Bielefeld im Dienste der Wissenschaft. Als deine Arbeit dort bereits im zarten Alter von ein paar Tagen beendet war, suchte sie dich für uns aus und erstellte dir einen richtigen Reisepass. Dann bist du den ganzen langen Weg mit uns nach Finnland gefahren und bliebst bis heute Morgen bei uns.

Du warst ein ganz besonders hübsches Meerschweinmännchen. Und überhaupt warst du ganz besonders. Manchmal hast du wahrscheinlich gedacht, dass du ein Hund bist. Wenn man deinen Namen rief, dann kamst du sofort angeflitzt. Wenn wir uns am Esstisch niederliessen, dann brauchte man nicht lange auf dich warten. Du stelltest dich auf die Hinterbeine und wolltest etwas abhaben. Wir haben immer gern unser Müsli und Brot mit dir geteilt und einmal hast du sogar ein Stück Thüringer Kloss gegessen. Nur mit Banane konnte man dich jagen. Wenn wir vom Einkaufen nach Hause kamen und die vollen Tüten auf dem Boden abgestellt haben, hast du sie sofort erklommen und nach Leckerein durchwühlt. Dein absoluter Favorit war die Gurke. Es war ein Ritual, dass du jeden Morgen nach dem Aufstehen ein Stück bekamst, sozusagen als Vorspeise. Hatten wir einmal versäumt pünktlich welche nachzukaufen, dann hast du den Ersatz, etwa eine Möhre, Paprika oder Tomate, und uns mit Verachtung gestraft. Nach unserem Frühstück bekamst du dein eigentliches und auch das wusstest du genau. Sobald sich jemand vom Frühstückstisch erhob hast du Alarm geschlagen. Auch wenn das wenige Sekunden nach dem Setzen war weil man vielleicht etwas vergessen hatte. Dein Abendbrot hast du immer auf einem Menschenschoss eingenommen. Einer von uns hat sich auf den Boden gesetzt, du bist uns auf die Beine gesprungen und hast angefangen zu essen. Dabei wurdest du gestreichelt und hast genüsslich geschnurrt. Du warst sehr agil, zutraulich und neugierig und ich bin mir ziemlich sicher, dass es dich nie gestört hat ein Einzelmeerschwein zu sein. Manchmal hast du dich ja auch mit deinen zwei Meerschweinfreunden aus Turku getroffen. Ja, du warst auch ein Reiseschwein. Du bist mit uns kreuz und quer durch Finnland gefahren und es hat immer Spass gemacht dich dabei zu beobachten wie du strategisch, aber sehr vorsichtig ein neues Gebiet ergründet hast.

Ich weiss, dass ich dich sehr vermissen werde. Ich werde nie wieder ein Stück Gurke abschneiden können ohne an dich zu denken und immer wenn ich Löwenzahn sehen werde wird es mir leid tun, dass du ihn nicht mehr essen kannst. Es war so schön mit dir, machs gut mein kleines Fellbündel.

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