Informative Gespräche am Abendbrotstisch

M(utter): Na, Kind, wie war es heute in der Schule?

K(ind): Gut.

M: Was habt ihr schönes gemacht?

K: Alles mögliche.

M: Ja? Was denn zum Beispiel?

K: Das weiss ich jetzt nicht mehr.

M: Du wirst doch noch wissen was ihr in Handarbeit gemacht habt!

K: Ja, da haben wir das von gestern weiter gemacht.

M: So so. Und was war das?

K: Kann ich jetzt nicht erklären, siehst du ja dann wenn ich es irgendwann mit nach Hause bringe.

M: Versuch’s doch mal zu erklären.

K: Na so Papierrollen, da muss man mit Strick immer Knoten dran machen.

M: Ach so, ja. Papierrollen?

K: Na, vom Toilettenpapier, wenn das alle ist.

M: Ok, und wozu Strick mit Knoten?

K: Das sind die Haare.

M: Ah, ihr macht da Figuren draus?

K: Ja, klar, was denkst du denn?

M: Und sonst noch? In Finnisch?

K: Da haben wir gelesen.

M: Was denn?

K: So aus’m Buch.

M seufzt: Was hattet ihr denn noch für Fächer?

K: Weiss nicht mehr.

V(ater) holt gerade zufällig etwas aus der Küche und wirft einen Blick auf den am Kühlschrank hängenden Stundenplan: Heimatkunde!

K: Nee, Heimatkunde hatten wir heute nicht.

M: Na, was dann?

K: Ach doch, Heimatkunde, ja.

M: Und?

K: Was, und?

M seufzt wieder: Was habt ihr da gelernt?

K: Ach, nichts weiter.

M: Kind!!!

K: Wir haben da so was geschrieben.

M: Und was?

K: So aus’m Buch.

M seufzt ein drittes Mal und konzentriert sich auf ihre Maultaschen.

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Januar

Fast vergessen. Natürlich dachte ich am Neujahrs“morgen“ an die Fotoserie, aber als wir uns um 14:30 Uhr zum Frühstück niederliessen wurde es draussen gerade wieder dunkel. (Wir errechneten, dass wir uns quasi in der Zeitzone von New York befanden.)

januar

Heute also. Tatsächlich hätte es an Neujahr, nach dem wärmsten Silvester seit Aufzeichnung, ganz anders ausgesehen. Der Schnee war komplett verschwunden und das Gras so grün wie im November. Zum Glück ist der Winter seit vorgestern zurück, wir haben zwar noch nicht wieder ganz so viel Schnee wie im Dezember, aber dafür -22 C. Und Sonne!

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2016

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Mein Jahr war schwer in Ordnung, 8-9 würde ich sagen. Aber diese aus dem Ruder geratende Welt drückt die Zahl weit nach unten.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Alles beim Alten.

3. Haare länger oder kürzer?
Auf jeden Fall silbriger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Das linke Auge hat sich um 0.75 Dioptrien verbessert und ich habe nach 6 Jahren eine neue Brille.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Ausreichend.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Bin immer noch glücklicher Fischjongleur.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
So viel wie noch nie und vielleicht auch nie wieder.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Einige Runden Brettspiele, vor allem in den letzten vier Wochen. Und Pauline hat beim IKEA Malwettbewerb ein Kuscheltier gewonnen (und ihr Bild ist jetzt in der Endrunde für die nächste Kuscheltierkollektion).

9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr, weil ich jetzt einen längeren Arbeitsweg habe. Aber immer noch nicht genug.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Zwei sogenannte Infekte.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Das Timing. Krank an Weihnachten ist doof.

12. Der hirnrissigste Plan?
Des Chefs und meine Arbeitspläne im Sommer waren teilweise schon etwas… äh… ambitioniert. Gern erinnern wir uns beispielsweise an den 18-Stunden-Tag, von dem wir 11 Stunden im Auto verbrachten und tausende Fische quer durch ganz Finnland fuhren.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Da fällt mir keine ein.

14. Die teuerste Anschaffung?
Ein Reihenhaus.

15. Das leckerste Essen?
Beim Inder.

16. Das beste Buch?
Im Sommer war ich für ein paar Tage auf Tagung in England. Übrigens genau als Harry Potter and the cursed child heraus kam, welches – das fand ich bemerkenswert – am Erscheinungstag im örtlichen Buchhandel nur den halben Preis kostete. Ich wusste gar nichts von dem Buch und stand zunächst etwas verwirrt im Laden. Nach einem Blick hinein habe ich es aber nicht gekauft. Stattdessen fiel mir The snow child (deutsch: Das Schneemädchen) von Eowyn Ivey ins Auge. Ein Titel mit dem sie mich sofort hatten, schliesslich habe ich auch ein Schneemädchen. Ich nahm es mit, stellte es zu Hause zunächst ins Regal und begann erst beim ersten Schneefall zu lesen (Herbst im Mumintal kann man beispielsweise auch nur im Oktober oder November lesen, finde ich). Und entdeckte ein sehr sehr schönes Märchen.

17. Der ergreifendste Film?
Ergreifend war er nicht, aber Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind fand ich richtig toll. Ich ging mit ziemlich kleinen Erwartungen ins Kino (als ich schon „neuer Vierteiler“ las…) und war dann völlig hin und weg. So viele kleine liebenswerte Details. So nette Typen. Und in der Hauptrolle eine Art Biologenzauberer, der magische Kreaturen liebt und schützen will <3.

18. Die beste CD?
Am häufigsten habe ich wohl Dauernd Jetzt von Grönemeyer gehört. Sehr schön.

19. Das schönste Konzert?
Naja, das Grönemeyer-Konzert im Sommer. Deshalb habe ich ja dann auch die CD so oft gehört.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Arbeit und Familie.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Wieder mit der Familie, inklusive dem in Deutschland lebenden Teil.

22. Zum ersten Mal getan?
Eine grosse Zuckertüte gefüllt und ein Kind zum ersten Schultag begleitet. Einen Kredit aufgenommen und damit ein Eigenheim gekauft. Dort Krokuszwiebeln gesetzt.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Umgezogen.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Nachrichten. Und darauf, dass sich Pauline so schwer mit dem Umzug tat und tut. Erst gestern flossen deshalb wieder Tränen.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Die Bank davon, dass ein gemachtes Angebot bindend ist.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ich fand das hier (so ganz unbescheiden) gut:

geschenk2

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich glaube das war der Adventskalender vom Iso. Der war richtig toll.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Willkommen zu Hause!

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Da fällt mir keiner ein.

30. Dein Wort des Jahres?
Zuckertüte.

31. Dein Unwort des Jahres?
Achtsamkeit. Entschuldigung, aber ich kann es nicht mehr hören.

32. Dein Lieblingsblog des Jahres?
Sind alle in der Blogroll.

33. Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Neben einem Ende von Hass, Gewalt und Gier wünsche ich mir, dass ich am Jahresende, wenn mein Vertrag ausläuft, nicht wieder arbeitslos werde.

(20152014201320122011201020092008)

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Immer anders als man denkt

Beim Gedanken an 2,5 Wochen Weihnachtsferien – ich, arbeitend, mit Pauline zu Hause – wurde mir etwas unwohl. Klar, waren die Herbstferien wunderbar gewesen. Aber ich hatte ja gerade erst 2 Wochen mit einer kranken Pauline zu Hause verbracht und gegen Ende wurde ich tatsächlich etwas klaustrophob. Aber, so fiel mir dann tröstend ein, in den Ferien können wir ja auch raus und was unternehmen. Schlittschuh fahren, Schlitten fahren, Skier fahren, was der Winter so her gibt. Schööön!

Seit Anfang November hatten wir durchgängig Schnee und Frost und weisse Weihnachten hat kein Mensch in Frage gestellt. Bis zum Montag vor Weihnachten, als es begann zu tauen. Am Ende war Weihnachten doch weiss. Ein kleines bisschen. Mit Schneeregen, Sturm und Plusgraden. Die ganze Stadt eine Schlittschuhbahn, nur die Schlittschuhbahnen sind aufgeweicht. Zum Skier- und Schlitten fahren viel zu wenig. Aber eigentlich ist das nun auch egal.

Nämlich. Als ich am Heiligen Morgen hustend aufwachte, dachte ich man müsste mal was gegen die trockene Raumluft tun. Als sich beim Baum schmücken meine Knie plötzlich wie Butter anfühlten und der Baum lustig hin und her schwankte, dachte ich ‚Ach wer weiss!‘. Aber als ich Mittags beim Weihnachtsbrei anfing fürchterlich zu frieren liess es sich nicht mehr leugnen. Paulines Supervirus hatte mich erobert. Seither liege ich mit Husten und Fieber im Bett. Wenn es so abläuft wie beim Kinde, was es bisher tut, dann noch die restlichen Ferien. Aber vielleicht kommt es ja auch anders als ich denke.

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Fröhliche Weihnachten!

Ich weiss gar nicht wie wir das gemacht haben, aber es ist alles fertig. Wir hatten heute sogar schon Zeit auf dem Sofa zu lümmeln und ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘ zu schauen. Für morgen bleibt nur noch: letztes Türchen aufmachen, Baum putzen und auf den Weihnachtsmann warten. (Das Kind, das Bescheid weiss, und den ganzen Advent über bei Erwähnungen vom Weihnachtsmann etwas ungehalten reagierte, vergewisserte sich gestern flüsternd bei mir, dass es doch wohl schon noch so wäre, dass die Geschenke alle in einem Sack stecken und dieser plötzlich am Weihnachtsbaum steht wenn wir von einem Ausflug zurück kommen.)

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Mama, machst du mir wieder ein Gesicht?

Vor einigen Jahren überkam mich mal beim Abendbrot zubereiten eine Prise Übermut und ich drapierte das Essen als Gesicht auf dem Kinderteller. Sollte man nicht tun. Nicht wenn man nicht vorhat das ab dann für immer so zu machen.

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Ist es ein Geschenk?

Ich weiss immer nicht was ich im Laden auf diese Frage antworten soll. Natürlich ist es ein Geschenk. Aber worauf ich mich im Advent mit am meisten freue ist allein spät abends bei Kerze und Weihnachtsmusik die Geschenke noch einmal in die Hand zu nehmen, selbst mit Papier und Schere zu hantieren und dabei ausgiebig an den jeweiligen zu Beschenkenden zu denken <3

geschenk

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