Alltagsfotos 5/5 2021

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10:23 Uhr – Immer wenn ich beim Arbeiten scharf nachdenken muss wandert mein Blick zum Futterhäuschen. Heute ist dort überhaupt nichts los und ich gehe mal gucken ob vielleicht das Futter alle ist. Ist es nicht, aber bei der Gelegenheit kann man auch gleich gucken wie weit die Tulpen denn so sind. Für die angenagten Blattspitzen sind übrigens Hasen verantwortlich – das war das Erste was noch im März rausgeguckt hat.

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11:15 Uhr – Ah, da sind sie ja!

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13:02 Uhr – Der Iso hat Feierabend und ich ziehe mein Homeoffice in Paulines Zimmer um. Fühle mich hier immer beobachtet und arbeite extra fleissig.

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13:41 Uhr – Jetzt ist auch Pauline da, Umzug Nummer 2. Eindeutig der gefährlichste Arbeitsplatz, was die Arbeitsmoral angeht.

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16:36 Uhr – Frischluftrunde. Ich habe auch schon das Wochenende eingeläutet. Die Arbeitswoche war zäh und frustrierend. Dabei weiss ich genau, dass es (mir) mit dem Schreiben immer so geht. Tagelang kommen keine neuen Worte auf’s Papier und man denkt man käme überhaupt nicht voran. Dabei sortiert der Kopf nur in Ruhe die Gedanken und dann am Freitag Mittag setzt man plötzlich die Finger auf die Tastatur und schreibt 1500 Wörter am Stück. Und kann entspannt ins Wochenende gehen.

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Alltagsfotos 4/5 2021

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7:52 Uhr – Nur noch schnell Betten machen, dann kann ich anfangen zu arbeiten. Mein Blick wandert mehrmals zwischen dem grauen Morgen mit Schneeregen vorm Fenster und meinem Bett hin und her. An manchen Homeoffice-Tagen braucht es verdammt viel Willenskraft.

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11:14 Uhr – Mittagspause. Weil ich nicht schon wieder mutterseelenallein meine Suppe löffeln möchte, schalte ich mir eine Folge Mumins an.

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16:51 Uhr – Ich habe Pauline zum Training gefahren, das Auto an der Turnhalle stehen gelassen und laufe jetzt die zweidrei Kilometer in die Innenstadt um Besorgungen zu machen. Mein Chai Tee ist beispielsweise alle und das geht gar nicht. Auf dem Weg quere ich den Hauptcampus, den ich sehr mag.

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20:27 Uhr – Lust hat um die Uhrzeit keiner mehr, aber was muss das muss. Der Käfig vom nachtaktiven Haustier braucht eine kleine Reinigung.

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21:10 Uhr – Ein Fest jagt das Nächste. Bald hat wieder ein Patenkind Geburtstag und dieses Mal kann ich das Geschenk leider nicht persönlich vorbei bringen. Dafür kann ich schöne Briefmarken aufkleben. Herzchenaugen für den Wellenrand.

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Alltagsfotos 3/5 2021

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7:14 Uhr – Wir haben gefrühstückt, Pauline ist im Bad und ich sitze hier noch so. Ich giesse mir eine zweite Tasse Tee ein und sehe nach dem Wetter. Beim Blick auf nächste Woche fange ich an zu quieken. Hoffentlich klappt das.

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10:41 Uhr – Departmental meeting. Da muss man nur zuhören und kann nebenbei noch andere Dinge machen. Eichhörnchen beobachten, zum Beispiel.

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16:32 Uhr – Fertig gearbeitet. Ich bin auf dem Weg zum Patenkind und habe die landschaftliche schöne Strecke gewählt. Herrlich, dieses Frühlingslicht.

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17:09 – Geschenk überreicht und auf dem Rückweg wollte ich eigentlich in die Stadtteilbücherei. Die hat jetzt nämlich auch wieder unbemannt nach 16 Uhr auf, dachte ich jedenfalls gelesen zu haben. Dann bekommt man mit seiner Büchereikarte Einlass, wie ich hier schön demonstriere. Beziehungsweise nicht. Es steht nämlich deutlich auf dem Display, dass sie gar nicht aufhat und alles piepsen mit der Karte öffnet den Sesam auch nicht.

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19:32 Uhr – Wo ich jetzt gern wäre: auf dem Sofa. Aber dem lernenden Kind – das derzeit einen Test nach dem anderen schreibt, weil bald Notenschluss ist – raucht der Kopf. Es möchte an die frische Luft, aber nicht allein. Es möchte Fussball spielen.

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Alltagsfotos 2/5 2021

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9:18 Uhr – Der Dienstag ist mein Lieblingswochentag. Es ist der einzige Tag, an dem die Schule nicht um 8 beginnt, sondern wir dann erstmal frühstücken. 

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12:10 Uhr – Mittagspause. Spannend, was?

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13:40 Uhr – Das erste Familiemitglied ist nach Hause gekommen, das Zweite folgt gleich und bringt eine Freundin mit. Ich bin unterwegs zur *Trommelwirbel* Uni. Ich muss den nächsten Schwung Laborjournale abholen und wenn ich sowieso da bin, werde ich die Gelegenheit nutzen mal ein paar Stunden ungestört auf einem bequemen Bürostuhl und mit grossem Bildschirm vor der Nase zu arbeiten. Die 14-Tage-Inzidenz  von Mittelfinnland liegt bei 5,9 (EINSTELLIG!), in unserer Stadt gab es jetzt mehrere Tage in Folge null Fälle und die Uni ist gähnend leer. Draussen ist die dominierende Farbe immer noch grau, aber die Sonne scheint.

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20:31 Uhr – Ich bin zurück zu Hause und habe schon 1,5 Stunden mit meiner Mama geskypt. Jetzt beobachte ich eine Wacholderdrossel, die minutenlang auf unserer Wiese steht und umher schaut als stünde sie mitten auf einem Jahrmarkt. Ab und zu düngt sie den Rasen.

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20:49 Uhr – Mir ist wieder eingefallen was ich eigentlich machen wollte. Mein jüngstes Patenkind hatte letzten Samstag Geburtstag und morgen bringe ich ihr endlich das versprochene Geschenk vorbei.

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Alltagsfotos 1/5 2021

Siebte Runde 5×5 Alltagsfotos im Mai. Ich bin immer noch im Homeoffice, minus Schulkind. Es passiert nichts

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8:43 Uhr – Der erste von täglich drei verschiedenen Homeoffice-Plätzen – je nachdem wo es gerade am Stillsten ist – ist in Betrieb genommen. Ich habe schon ein wenig am Manuskript gearbeitet als mir wieder einfällt, dass ich ja diese Woche dokumentieren wollte. Links im Bild die ersten acht von zwanzig Laborjournalen, die ich lesen und benoten muss. Die meisten Studenten haben eine gut lesbare Handschrift, puh.

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12:06 Uhr – Die Sonne guckt endlich mal wieder vorbei. Dann kann ich meinen Nachtisch-Tee draussen trinken. Mit dicker Strickjacke geht’s gerade so. Ich beobachte eine Ameise, die eine tote Stubenfliege gen Ameisenhaufen schleppt. Die Ameise torkelt hin und her, alle paar Millimeter verliert sie die Fliege, sie muss Hindernisse überwinden und kommt überhaupt nicht voran. Genau so fühlt sich mein Arbeitstag heute auch an.

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16:36 Uhr – Pauline hat heute Wettkampf. Beziehungsweise erst nächsten Samstag, aber heute wird der Beitrag ihrer Mannschaft aufgezeichnet. Sind ja alles Fern-Wettkämpfe. Aus diesem Pinselchen muss ich jetzt jedenfalls einen Dutt formen. Und dann alles drum herum so aussehen lassen als würde es auch in dem Zopf stecken. Joah, mit der entsprechenden Menge Haarspray und Haarnadeln geht alles.

IMG_173919:22 Uhr – Der Iso hat Pauline zum Training gebracht, danach haben wir gemeinsam Abendbrot gegessen, ich bin zurück zur Turnhalle gefahren und gehe die restliche Trainingszeit frische Luft schnappen. Alle Wege rund um unser Haus bin ich hundertfach abgelaufen, da ist es nett mal durch einen anderen Stadtteil zu gehen. Dieser hier ist etwas seltsam, weil rundherum von grossen Strassen eingeschlossen. Dafür gibt es viele alte Einfamilienhäuser mit alten Gärten dran und ich laufe einfach Runden und Schleifen und bewundere die Frühblüher. Ich entdecke Teppiche von Krokussen, Blausternen, Buschwindröschen, Narzissen gross und klein und eine einzelne übermütige Tulpe. Aber über die Schneeglöcken habe ich mich am Meisten gefreut, die sieht man hier nicht so oft.

IMG_174320:23 Uhr – Wir sind wieder zu Hause und Pauline zeigt mir den Auftritt. Hups, vor der Aufzeichnung vergessen den Nagellack abzumachen. Das ist eigentlich nicht erlaubt, aber aus der Ferne wird’s schon keine der Schiedsrichterinnen bemerken.

 

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Vappu-Wanderung

Eine Grundregel von Vappu ist, so sprachen wir zum Kind, dass man den Tag in Familie verbringt. Und deshalb musst du leider mitkommen auf unsere geplante Wanderung. Eine weitere Grundregel ist, so antwortete es nonchalant, dass man an Vappu seinem Kind einen Ballon kauft und wo genau ist meiner?

Zum Glück kam sie trotzdem mit. Wir fuhren ein Stückchen nordwärts und etwa einen Kilometer vor dem Wanderparkplatz sah die Strasse dann so aus.

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Äh… WAS??? Ist nicht 1. MAI?!? Bei uns liegt doch schon seit mindestens zwei Wochen kein Schnee mehr. Uns dämmerte, dass die Autos am Strassenrand, die wir gerade passiert hatten, nicht dort standen weil der Parkplatz schon voll war (seit Corona eigentlich der Normalzustand), sondern weil man hier vielleicht nicht durchkommt. Schon gar nicht mit Sommerreifen. Wir stellten also auch unser Auto ab und verlängerten die Wanderung noch einmal um zwei Kilometer (sorry, Kind).

Zum Glück hatten wir immerhin mit matschigen Wegen gerechnet und deshalb passendes Schuhwerk an. Wir waren sehr gespannt ob das jetzt die ganze Wanderung so gehen würde. Nun, manchmal mehr.

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Und manchmal auch weniger.

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Wir waren hier übrigens schon mal, vor ziemlich genau drei Jahren. Erstaunlich, damals waren wir im T-Shirt unterwegs. Heute 3°C. Plus immerhin. Was uns in besonderer Erinnerung geblieben war (und deshalb wollten wir, also wir Eltern, auch gerne nochmal herkommen), dass die Wanderung (für Mittelfinnland) ungewöhnlich abwechslungsreich ist.

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Der „Gletscher“ war auch wieder da. Ist bestimmt eine Quelle. Müssen wir irgendwann mal im Hochsommer gucken kommen.

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Weil Vappu war, gab es selbstverständlich auch ein Picknick.

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Nicht im Bild: die beiden anderen Muffins, die Würstchen, Brötchen und die Tüte Gummibärchen. Nur falls jemand denkt wir wären so knausrig, dass es nicht nur keinen Luftballon, sondern auch nur einen popligen Muffin als Picknick gab :) Gestärkt ging es weiter.

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Die Sache mit dem Schnee war anstrengender als gedacht (sorry, Kind) und so fielen wir nach einigen Stunden reichlich erschöpft und auch komplett durchgefroren wieder ins Auto. Trotzdem, das war ein toller Familienausflug.

Volle Wochen

Viel los hier. Ist ja auch mal ganz schön zur Abwechslung. 

Wichtigstes Ereignis zuerst: Unser Baby hatte letzte Woche Geburtstag und ist zwölf Jahre alt geworden. Wenige Tage nach meinem zwölften Geburtstag fiel die Berliner Mauer, ich kann mich also noch sehr gut an mein gleichaltriges Ich erinnern. Schon ziemlich gross und doch noch bisschen klein. Auch Pauline wird sich später vermutlich gut erinnern können. Es war ihr zweiter Pandemiegeburtstag und folglich wieder ohne grosse Feier. Immerhin konnte sie dieses Mal ihre beste Schulfreundin einladen. Eine nahm eine Tasche voll ungesunder Lebensmittel, die andere klemmte sich die Picknickdecke unter den Arm und so liefen sie an den See und hatten einen vergnüglichen Nachmittag bei sagenhaften 15°C und strahlend blauen Himmel.  

Ich gehöre seit Anfang April wieder zur arbeitenden Bevölkerung und muss mit Erstaunen und Bedauern feststellen, wie wenig Freizeit man so als Vollzeitarbeitende hat. Und dass man die Freizeit erschöpft auf dem Sofa liegend verbringen muss. Letzte Woche war besonders anstrengend und aufregend. Und zwar habe ich ein Praktikum betreut und bin jeden! Tag! zur Uni gefahren und habe dort täglich viele! Stunden! mit anderen! Menschen! verbracht. Jeglicher Unterricht, der nur irgendwie aus der Ferne möglich ist, wird auch so gestaltet, aber ein Laborpraktikum… Es gibt natürlich Auflagen. Beispielsweise dürfen sich nur maximal zehn Personen pro Labor aufhalten. Wir mussten die 20 Studenten also auf drei Räume aufteilen (kein Rechenfehler, Lehrpersonal braucht es ja auch). Die Uni stellt FFP2 Masken in Hülle und Fülle. Ich hatte vorher noch nie eine auf und war gespannt. Tatsächlich habe ich sie aber nach der ersten halben Stunde gar nicht mehr bemerkt. Abstand sollten wir natürlich auch halten, aber das war in einem Molekularbiologie-Praktikum, in dem man die ganze Zeit mit kleinen Dingen und winzigen Mengen hantiert und zeigen muss wie das geht, schlicht nicht möglich. Es war gleichzeitig super schön und super anstrengend so viele soziale Kontakte zu haben und so viel zu reden. Manchmal habe ich mich ehrlich gesagt wieder auf mein Homeoffice gefreut, aber am letzten Tag war ich doch ganz schön traurig. Es war ein bisschen wie früher und es fehlt halt doch.

Und dann war da noch dieses herrliche Frühlingswetter und man musste immerzu auf der Terrasse in der Sonne sitzen und lesen oder Inlineskates fahren oder den Vögeln lauschen oder Huflattich anhimmeln (meine Krokusse wurden natürlich wie jedes Jahr von den Hasen gefressen). Seit genau vier Tagen sehe oder höre ich jeden Tag mindestens drei (für dieses Jahr) neue Vogelarten. Im Grunde kann man sich gar nicht auf’s Arbeiten konzentrieren. Heute mitten in einem Zoom-Meeting landete ein prächtiger Schwarzspecht direkt vor meinem Fenster und pickte in aller Seelenruhe Ameisen vom Baum. Den Buntspecht einen Baum weiter kannte ich bereits von vorgestern. Die Kehrseite der Medaille sind natürlich die Quindezilliarde Pollen in der Luft. Letztes Jahr habe ich ja noch Erlenpollen (sowie Gräser) in mein Repertoire aufgenommen und an den meisten Tagen derzeit frage ich mich ob die unendliche Müdigkeit, ausgelöst durch die Medikamente, tatsächlich besser ist als die doch beeindruckend starken Beschwerden. Egal, das schöne Wetter ist jetzt sowieso erstmal vorbei.

Auch sonst wird es wieder ruhig und vermutlich gibt es dann wieder nichts zu erzählen. Man hat’s nicht leicht.

Unverhofft kommt oft

Letztes mailte ich mit einer Freundin hin und her. Einer Biologenfreundin, die mehrjährige Erfahrung mit Arbeitslosigkeit hat. Geniess das jetzt einfach mal, schrieb sie mir, das kann schneller wieder vorbei sein als man denkt. Naja, antwortete ich, ich habe ja noch nicht mal eine Bewerbung geschrieben. Weil es einfach keine passenden Stellenausschreibungen gibt.

Letzte Woche trat ich aus Paulines Schule. Sie hatte nach dem ausführlichen Termin mit der Schulschwester im Januar jetzt noch einen mit dem Schularzt. Zum In-die-Ohren-und-Hals-gucken, Abhören und so weiter. Ich kam also aus der Schule und lief an den gegenüberliegenden zwei Kindergärten vorbei. Dort war gerade draussen-Zeit und es gab ein ziemliches Tohuwabohu. In einer Ecke stritten sich zwei, in einer anderen musste ein Erzieher gerade etwas schimpfen und in der Mitte backte eine Gruppe Knirpse Schneekuchen und schlug die dazugehörige Formel brüllend (Werd kein schlechter Kuchen, WERD EIN GUTER KUUUUCHEEEN!) mit den Schaufeln auf die Förmchen ein. Ich schaute auf die vielen Schneeanzüge, Mützen und Handschuhe, in die die Kinder entweder hinein diskutiert oder gepackt worden waren, zum ersten von zwei Malen täglich, und ich fragte mich kurz ob der einzige alternative Beruf der mir bisher eingefallen war, wirklich was für mich wäre. Da klingelte mein Handy.

Es war der ehemalige Chef vom Fischprojekt. Und erzählte mir, er hätte da jetzt noch ein paar Gelder aufgetan. Genug um mich nochmals für ein halbes Jahr einzustellen. Ob ich Lust hätte, ich könnte gleich im April anfangen. Ich war so überrascht und überrumpelt, dass ich mir einen Tag Bedenkzeit erbat. Ich sah mich nämlich augenblicklich wieder mit dem Homeoffice ringen und eigentlich hatten wir viele schöne Familienpläne für den Sommer! Zwar könnte ich so neue Experimente durchführen, hätte dann aber wieder keine Finanzierung um die Veröffentlichungen dann zu schreiben. Und würde es mein Problem mit der Zukunft nicht einfach nur aufschieben? Aber im Grunde war mir natürlich klar, dass ich das weder absagen konnte noch wollte. Insbesondere nachdem ein paar Stunden später mein Handy piepste und in einer Nachricht stand, dass die Fischforschungsstation nochmal 2 Monate Finanzierung oben drauf legen würde. Nur falls mir das bei der Entscheidungsfindung helfen würde.

Gestern habe ich also den Arbeitsvertrag unterschrieben. Am Gründonnerstag geht’s los und bis zum Advent werde ich erst mal wieder Fische jonglieren. Schon auch schön.

Was ich heute alles auf dem See gesehen habe:

Skifahrer, Hunde mit Hundehaltern, einen Handschuh, Eisangler, Warnschilder, Kinder auf Schlitten die von Eltern gezogen wurden, Schneemobile, Tierspuren, Frauen auf Klapphockern mit Thermoskannen in der Hand, Schilf, Fahrradfahrer, ein Boot (festgefroren), Spaziergänger, eine Strasse aber keine Autos, Eislöcher, einen Segelschlitten und gleissenden Schnee im Sonnenschein.

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Meanwhile in Finland

Überall in den Medien wird der erste Corona-Jahrestag gefeiert begangen besprochen. Auch hier ist es soweit: ich bin seit genau einem Jahr zu Hause. Anfangs und auch später im Herbst habe ich manchmal ganz schön damit gehadert. Jetzt merke ich wie es immer mehr zur Normalität wird. Den Gedanken jeden Tag in ein Büro zu gehen finde ich inzwischen durchaus merkwürdig. So wie es sich auch vollkommen falsch anfühlt wenn in einem Buch, das ich lese, Menschen auf Parties gehen. Oder auf Konzerte. Oder gar ins Flugzeug steigen. Ich merke wie sich beim Lesen mein Kopf ein und die Schulter hochziehen. Igitt so viele Menschen, das können die doch nicht machen!

Wie viel Zeit tatsächlich vergangen ist, habe ich erst letztes bemerkt. Beim Spazierengehen habe ich zufällig eine Arbeitskollegin getroffen. Sie schob einen Kinderwagen vor sich her und ich wusste gar nicht, dass sie überhaupt schwanger gewesen war.

Wie in vielen anderen Ländern kommt auch in Finnland gerade die dritte Welle ins Rollen. Wobei es ein Nord/Ost-Süd Gefälle gibt – im Süden wo die meisten Menschen leben ist die 14-Tage-Inzidenz derzeit dreistellig, bis zu über 300, im Norden liegt sie bei 35  und im östlichsten Osten gar unter 10. In den Regionen mit den höchsten Zahlen gibt es seit letzter Woche einen leichten, zunächst dreiwöchigen Lockdown. (Übrigens übernehmen die Finnen konsequent keine englischen Wörter in den Sprachgebrauch und so wird hier auch nicht von Lockdown gesprochen, sondern sulkutila, ebenso wird Corona mit ‚k‘ geschrieben). Leicht heisst, dass Restaurants und Bars geschlossen sind, Schüler ab der 7. Klasse aufwärts zu Hause lernen und sämtliche Hobbys für über 12jährige nicht vor Ort stattfinden. Im Moment steigen die Zahlen aber weiter und es gibt ständig einen neuen Rekord.

In Mittelfinnland ist es vergleichsweise ruhig – unsere Inzidenz liegt bei 56 und die täglichen Fallzahlen sind schon seit einiger Zeit erstaunlich stabil. Das liegt vielleicht daran, dass die britische Variante hier noch nicht Fuss gefasst hat. Es gibt nur vereinzelte Fälle, die gut nachverfolgt werden können, während in der Hauptstadtregion die Mutante in über der Hälfte aller Infektionen auftritt. Pauline geht also normal zur Schule und zum Training. Die Wettkämpfe, die im nächsten Monat beginnen, sind jedoch als Fernwettkämpfe geplant. Jede Mannschaft wird vor einer Videokamera im Heimatort antreten. Falls das zu dem Zeitpunkt möglich ist.

Immer diese Ungewissheit. Was das Ende der „Situation“ betrifft, so habe ich resigniert aufgegeben auf einen bestimmten Zeitpunkt hin zu hoffen. Das warte ich einfach stoisch ab. Aber diese ewige Ungewissheit nervt. Man kann nichts planen. Oder natürlich kann man planen, muss aber jeden Plan mit einem „falls“ versehen. Mal abwarten, muss man dann sehen… In einem Monat hat Pauline Geburtstag und normalerweise beginnen wir jetzt um die Zeit eifrig ihre Party zu planen und vorzubereiten. Weil uns das viel Spass macht. In diesem Jahr hat keiner recht Lust dazu, wer weiss und ach naja. Das ist alles sehr schade.

Was für ein Glück, dass immerhin der Winter so prächtig ist. (Oder war. Inzwischen taut es, aber wir haben immer noch über 60 cm Schnee.) So konnte man die Skiferien auch ohne Reise schön verbringen. Und auch sonst.

Im Skifahrhimmel

Als wir vor zwei Jahren mit den Skiern durch’s Moor fuhren und es so so schön war, war klar, dass wir das bald wiederholen würden. Für die Saison war der Winter allerdings quasi vorbei und im folgenden Jahr fiel er gleich ganz aus. Wie das manchmal so geht wenn man dann alle Hoffnungen aufgibt, wird es besonders gut. Seit Weihnachten haben wir durchgängig Schnee und inzwischen haben sich 77 Zentimeter angesammelt. Als vorletztes Wochenende die Minustemperaturen in den einstelligen Bereich stiegen und sogar etwas Sonne vorausgesagt war, war es dann soweit.

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Wir konnten sogar Pauline überreden mitzukommen. Skifahren ist für sie eine der schrecklichsten Freizeitbeschäftigungen. Nur wandern ist schlimmer. Einmal hörte ich ihr und unserer Frisöse minutenlang zu wie sie sich über die unerträgliche Zumutung von Skifahren im Sportunterricht ereiferten. Dahingehend hatte Pauline in diesem Jahr reichlich Glück gehabt, denn eigentlich stand Skifahren für den ganzen Februar auf dem Programm. Aber an fast jedem Mittwoch und Donnerstag lagen die Temperaturen über unter der Frostgrenze. Ab -15°C findet Sportunterricht drinnen statt und es wurde stattdessen Federball gespielt. Vielleicht erklärte sie sich deshalb bereit mitzukommen. Ihre Freundin, die wir seit Geburt kennen und die quasi zur Familie gehört (und die ausserdem noch ausgesprochen gern Ski fährt) luden wir auch ins Auto.

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Es war noch viel schöner als beim letzten Mal. Die Loipe war nämlich tipptopp und es fuhr sich wie geschmiert. Und es sah so wunderschön aus!

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Ich hatte ganz vergessen wie es ist mit unserem Kind Skier zu fahren. Man muss nämlich ca. alle 200 Meter anhalten, weil Handschuhe an/aus, Mütze auf/ab, Jacke auf/zu, Hunger, Durst, Ausruhen und dann wieder von vorn. Aber was soll’s. So hat man Zeit sich umzusehen, das Gesicht in die Sonne zu halten und durchzuatmen. Und es war so nett, die Kinder dabei zu haben. An der Feuerstelle am See gab es selbstverständlich gegrillte Würstchen und Marshmallows und weil am nächsten Tag Freundetag war, stapften die Mädels gemeinsam ein Herz in den Schnee.

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Wie schon beim letzten Mal mussten wir uns nach der Stärkung auf den letzten 3 Kilometern etwas sputen um vor der Dunkelheit wieder am Auto zu sein. Dort angekommen war Paulines Fazit: wäre ich bloss nicht mitgekommen. Aber wir anderen, wir stiegen mit leuchtenden Augen ein.

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Und weil es so schön war, bogen wir (jetzt nur zu zweit) auf unserer letzten wochenendlichen Tour bei erstbester Gelegenheit von der vielbefahrenen Sportloipe ab und ich glaube, ich will jetzt einfach nur noch Waldloipen fahren. Bis Mai und dann kann Sommer sein.

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Faschingsdienstag

Ist ja einer der wenigen Tage im Jahr, an denen ich in der Mensa essen gehe. An Faschingsdienstag gibt es nämlich Erbsensuppe und ein besonderes Hefegebäck und beides mag ich sehr gerne. Nun ist aber Pandemie. Was blieb mir also anderes übrig als mich selbst in die Küche zu stellen?

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(Erbsensuppe ist leider optisch nicht sehr ansprechend)

Ich habe die Pulla zum ersten Mal selbst gebacken und kann jetzt womöglich nie wieder die fertigen Teile aus dem Supermarkt kaufen. Boah schmeckt daff guff!

Beim Essen kam mir erst der Gedanke, dass ich jetzt wirklich voll integriert bin und dann die Idee, dass man statt eines Sprachtests für die Einbürgerung doch auch einen Backtest veranstalten könnte. Alle die Laskiaispulla backen können und meinetwegen noch Runeberg-Törtchen und Weihnachtssterne, die können die finnische Staatsbürgerschaft beantragen. Ich werde das mal vorbringen.

Kommt jemand mit?

Auf meinen täglichen Streifzügen denke ich immer öfter wie schön das wäre, wenn mal jemand mitkäme. Nicht unbedingt der Unterhaltung wegen, ich fühle mich von Natur und Stille bestens unterhalten. Aber um zu teilen was man sieht und erlebt, um „Guck mal“ sagen zu können und sich gemeinsam zu freuen. Heute fiel mir ein, dass ich euch doch mitnehmen könnte.

Erstmal warm einpacken (-17°C), ein paar Meter die Strasse entlang und dann in den Wald einbiegen.

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Runter zum See laufen und draufspringen.

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Aaah! Seit ein paar Tagen trägt er endlich sicher. Im Hintergrund das Heizkraftwerk. Sehr unansehnlich und weil dort auch warmes Wasser in den See geleitet wird, ist das Eis hier in der Gegend immer etwas dünner. Aber in einem polaren Land wollen Wohnungen geheizt werden. (Wir heizen ja mit Erdwärme, aber auch dafür braucht es etwas Strom.) Wartet mal kurz! Ich muss erstmal die Sonnenbrille aufsetzen.

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Übrigens zum ersten Mal in diesem Jahr, es geht voran mit dem Licht. Weiter gehts. Oh, guckt mal! Ein Boot im Winterschlaf!

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Gestern Abend hat die Lichterkette geleuchtet, das sah vielleicht schön aus. Vielleicht gehen wir bei Gelegenheit mal im Dunkeln hier lang?

Los kommt, wir gehen in die Mitte der Bucht! Ist das nicht so so grossartig? Ich kann das gar nicht genau beschreiben, es ist ein bisschen wie in der Wüste. Diese Weite macht, dass ich mich leicht und glücklich fühle.

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Lieber wieder zurück in Ufernähe? Ok ok. Ist ja auch schön hier.

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Ich muss jetzt erstmal Fotografierpause machen und die Finger wieder aufwärmen. Aber wir gehen inzwischen weiter. Fühlt ihr auch schon Sommersprossen in eurem Gesicht wachsen?

Mist, Stopp, die Sonnenbrille muss wieder ab.

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Es schneit. Oooooh, guckt doch mal!

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Findet ihr nicht auch, dass der Himmel heute alle fünf Minuten anders aussieht?

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Wir laufen übrigens auf dem Päijänne. Das ist der zweitgrösste See Finnlands. Er ist 119 km lang und wir sind hier quasi an einem Ende. Ich würde am liebsten immer und immer weiter laufen bis an die andere Seite.

Ach, sieh an, hier hat dieser Typ wieder eine Schlittschuhbahn gezogen. Gut zu wissen.

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Und hier, hihi! Da guckt eine Nase raus.

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Wie spät ist es eigentlich? Schon 1,5 Stunden um? Vielleicht gehen wir doch erstmal wieder an Land.

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War so klar, dass jetzt die Sonne wieder rauskommt! Aber guckt doch mal in den Himmel! Da streut jemand Glitzer.

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Ich denke, ich gehe jetzt hier durch den Wald nach Hause. Danke, für’s Mitkommen, das war schön :)

Januar ´21

Das erste Zwölftel des Jahres ist um. Erstaunlich wie die Zeit sogar rast wenn gar nicht viel passiert und man mal nicht viel um die Ohren hat. Seit Anfang des Jahres bin ich arbeitslos. Offiziell jedenfalls, in echt arbeite ich noch ein wenig unbezahlt weiter. Wie das in der Wissenschaft so geht. Ich mache das für mich, weil ich es gut finde angefangene Dinge zu Ende zu bringen. Und weil jede weitere Publikation im Lebenslauf hilfreich ist. Aber es gibt keinen Druck. Ich kann jederzeit ‚heute keine Lust‘ sagen oder ’nein, danke‘ wenn man mir neue Aufgaben geben will. Ich kann mich in der Mittagspause in einem Buch festlesen und danach stundenlang spazieren gehen. Ich muss mich auch nicht mehr mit dem nicht vorhandenem Arbeitszimmer im Homeoffice arrangieren – sobald die Familie nach Hause kommt klappe ich einfach den Laptop zu. Mir gefällt’s, für den Augenblick.

Ich habe auch Zeit zu überlegen wie es weiter gehen soll. In der Wissenschaft ist es so, dass die Luft nach oben immer dünner wird. Es gibt Doktorandenstellen wie Sand am Meer, Postdocs schon ein paar weniger und immer so weiter. Ist ja irgendwie auch logisch, wer sollte die ganzen Professoren bezahlen. Ich weiss schon länger, dass ich zwar vielleicht ganz gut bin, aber eher nicht gut genug. Oder dass mir gewisse extra Fähigkeiten fehlen, wie mich vermarkten zu können und vernetzen oder flexibel zu sein. Das passt alles nicht mit meiner Persönlichkeit zusammen und ich habe für mich beschlossen mich nicht zu verbiegen. Wenn es bedeutet, dass ich einen anderen Weg einschlagen muss, dann ist das eben so. Nur die Richtung muss sich noch finden.

Wir haben, was sie in der Presse einen Winter nach alter Art nennen. Den ganzen Januar über waren die Temperaturen weitestgehend da wo sie hingehören und es hat es immer wieder geschneit. Ich weiss gar nicht wieviel Kubikmeter Schnee ich vorm Haus weggeschoben habe. Die aktuelle Schneehöhe beträgt jedenfalls einen halben Meter und es ist wunderbar. Einziger Nachteil: weil soviel Schnee auf den Seen liegt, wird das Eis nicht dicker und es ist immer noch nicht so richtig sicher drauf zu gehen. Dafür wurde aber an jeder Schule Wasser auf den Schulhof gegossen. Und man kann rodeln und Trillionen Kilometer Ski fahren. Und sagte ich schon, dass es schön ist einmal Zeit zu haben?

Nach den Weihnachtsferien haben die Fünftklässler in Handarbeit wieder ein Strickprojekt begonnen und Pauline videotelefoniert jetzt am Nachmittag öfter mit ihrer Schulfreundin um gemeinsam zu stricken und dabei zu schnacken. Weil ich ja jetzt Zeit habe (!) hat sie mir ebenfalls das Stricken beigebracht (es fühlte sich ein bisschen nach verkehrter Welt an) und manchmal sitzen wir auch zu zweit auf dem Sofa und stricken einträchtig vor uns hin. Ich selbst übe bisher nur, aber so langsam sieht das schon ganz passabel aus. Zum Namenstag heute hat das Kind jedenfalls drei Knäuel Wolle bekommen und sich sehr gefreut.

Auch im Januar war die jährliche Untersuchung bei der Schulschwester. In der fünften Klasse geht es nicht nur darum zu schauen wie es dem Kind geht, sondern seiner ganzen Familie. Deshalb wurde darum gebeten, dass ein Elternteil dabei ist, ausserdem sollte vorab online ein seeehr ausführlicher Fragebogen ausgefüllt werden und der Termin dauerte 90 Minuten. Ich hatte mich vorher schon gefragt was da so lange dauern kann. Aber klar, wenn sich jemand wirklich mal die Zeit nimmt diverse Themen (von Mobbing und Freundschaften über Ernährung, Schlaf und Drogen zu Hobbys und Medienkonsum und noch einigem mehr) ausführlich zu besprechen und beispielsweise eben nicht einfach nur Blutdruck misst, sondern erstmal erklärt was Blutdruck eigentlich ist und was die Zahlen bedeuten, dann sind 90 Minuten sehr schnell um. Gemessen und gewogen wurde auch und in 10 Zentimetern hat sie mich eingeholt. Interessant war auch, dass die Kinder in der Schule ebenfalls einen Fragebogen ausfüllen mussten und dass manche der Fragen gleich waren. Puh, Glück gehabt, unsere Antworten stimmten überein.

Nachdem ich mir ja für das neue Jahr gewünscht hatte keine weiteren Katastrophen erleben zu müssen, wurde direkt das nächste Familienmitglied ins Krankenhaus eingewiesen. Ich habe sofort gemerkt wie sehr mir das letzte Jahr in den Knochen steckt und wie frisch aufgebaute Kraft augenblicklich weg knickte. Inzwischen sieht es schon wieder besser aus. Alles wird gut!

Corona ist auch noch. Nachdem es in unserer Stadt längere Zeit ziemlich ruhig war (5-10 Fälle pro Tag) und das Leben vergleichsweise normal, nehmen die Zahlen seit letzter Woche deutlich an Fahrt auf. Vor zwei Wochen trafen sich 150 Austauschstudenten in einer Kneipe. (Ja, so habe ich auch geguckt!) Eine/r brachte das Virus mit und steckte zwei Drittel der Partybesucher an. Über EINHUNDERT neue Fälle! Das hat sehr viele Leute sehr erschreckt und ich glaube auch wachgerüttelt – in den Geschäften stieg die Nachfrage nach Masken stark an. Etwa gleichzeitig gab es noch ein weiteres Superspreader Ereignis, wenn auch nicht in ganz so grossem Masstab, in einem Fitnessstudio. Man konnte die Kontakte aber alle gut verfolgen, steckte 1000 Leute in Quarantäne und hoffte das Beste. Ob es mit den zwei Infektionsketten in Zusammenhang steht weiss ich nicht, aber letztes Wochenende gab es plötzlich wieder über 100 neue Fälle. Die allermeisten davon in Schulen und Sportmannschaften und zwar vielen verschiedenen aus allen Stadtteilen. Über 500 weitere Leute wurden in Quarantäne geschickt. Es überraschte dann nicht sonderlich als am Sonntagabend bekannt gegeben wurde, dass die Klassen 7-9 ab Montag fernbeschult werden (ältere Schüler sind sowieso schon zu Hause) und die Hobbies für alle Altersgruppen eingestellt werden (bisher für unter 18jährige erlaubt). Museen und Bibliotheken wurden ebenfalls geschlossen. Es stand die Befürchtung im Raum, dass aufgrund der hohen Ansteckungsraten eine der Virusmutationen zirkuliert, aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt.

Mal schauen wie’s weiter geht.