Ach, November!

Trotz Urlaub ist es wie jedes Jahr. Das Einzige, was mich interessiert, ist essen und schlafen…

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Njam?!?

In Mozarts Requiem letzten Mittwoch war es ganz und gar wunderbar. Gänsehautüberschauert verliessen wir die Kirche und schauten noch kurz in einem kleinen Laden vorbei. Die Freundin inspizierte das Eis im Kühlregal, drehte sich plötzlich zu mir um und fragte: Ist DAS das, was ich denke? Mein Blick folgte ihrem Zeigefinger und besah sich die Eispackung. Ich blinzelte kurz, las noch mal und sagte dann entschieden: Nein! Sicher nicht!

Nun sind wir beide lange in Finnland genug um zu wissen, dass die Finnen Lakritze über alles lieben und es alle möglichen Süssspeisen mit Lakritze gibt. Da wäre Lakritzeis, Lakritzsosse für Eis, Lakritzschokolade, Lakritzkuchen und Lakritzschnaps. Neben tonnenweise einfach nur Lakritze, natürlich. Wir sind auch beide lange genug in Finnland um zu wissen, dass die Finnen Blauschimmelkäse über alles lieben und gern an jegliches Essen geben. Er kommt standardmässig auf Pizzas, an Aufläufe, Sossen, Salate, Dips, Suppen und herzhaftes Gebäck. Zeige mir ein finnisches Restaurant, dass nicht mindestens ein Gericht mit Blauschimmelkäse hat. Im Übrigen findet das meine Zustimmung, ich liebe Blauschimmelkäse auch. (Lakritze kann mir gestohlen bleiben.) Ich habe mir sogar schon angesehen wie finnischer Blauschimmelkäse hergestellt wird.

Aber beides zusammen?

Ich runzelte die Stirn, nahm doch vorsichtshalber mal die Eispackung aus dem Regal und las mir die Zutaten durch. Und dann war es doch das was die Freundin dachte.

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Wegen Schockzustand konnte ich kein scharfes Foto machen.

Natürlich mit lustigen Kühen, wie auf allen Produkten dieser Firma. Und laktosefrei. Finnischer geht’s nun wirklich nicht.

 

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Wie so’n Faschingskostüm

Das dachte ich gestern Morgen, als ich kurz vorm Verlassen des Hauses nochmal in den Spiegel sah. Die leicht gebräunte Nase, die zwischen Mütze, Schal und all den Schichten warmer Sachen herauslugte, war das Einzige, das mir bekannt vorkam.

Es fühlt sich an als hätten wir einen Zeitsprung gemacht. Von Sommer- auf Winterkleidung, draussen liegt Schnee (oder lag, heute regnet es), die Bäume sind kahl und die Geschäfte sind voller Weihnachten. Weihnachten!

Vielleicht ist das der Grund, warum es sich so anfühlt als wären wir nicht drei Wochen fort gewesen, sondern ein halbes Jahr. Oder weil wir so unfassbar viel Tolles erlebt haben. Oder weil sich inzwischen so viel aufgetürmt hat.

Das Wieder-Einleben, nämlich, fällt schwer. Wir haben Jetlag und sind müde, müde, müde. Und überrollt von den Trillionen Dingen, die erledigt werden müssen. In der Schule, auf Arbeit und zu Hause. Man kann nicht mal in Ruhe Geburtstag haben.

Aber heute Abend! Da setze ich mich in eine Kirche und lausche Mozarts Requiem. Und wenn ich nicht ausversehen einschlafe, dann laufe ich danach bestimmt wieder im richtigen Takt.

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Herbstferien 2018, Tag 21

Der eigentlich letzte richtige Urlaubstag war gestern. Seit heute Morgen, gerade als die Hähne im Dorf anfingen zu krakeelen, sind wir auf der Rückreise. Die 5-stündige Autofahrt zurück nach Kuala Lumpur war ein Klacks im Vergleich zu Mittwoch (es lag lediglich ein Baum auf der Straße, aber so, dass man ihn umkurven konnte). Von dort ging es weiter nach Singapur, wo wir die Nacht im Flughafenhotel verbringen. Den Pool mit Blick auf den Tower haben wir nur von außen besichtigt. Stattdessen habe ich mich im Zimmer in die Badewanne gelegt und die letzten drei Wochen Revue passieren lassen. Einundzwanzig grandiose Tage voller Familienzeit, Abenteuer, Erholung und Glück. Morgen gen Norden und Schnee.

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Herbstferien 2018, Tag 20

Ich würde vielleicht nicht unbedingt sagen, dass ich unter Höhenangst leide, aber ein zunehmendes Unbehagen in luftigen Höhen war in den letzten Jahren zu verzeichnen. So gesehen war dieser Urlaub mit Riesen-Riesenrad, wilder Himmelsbrückeh in den Bergen und Fernsehturms mit Glasboden so eine Art Kontakttherapie. 

Heute habe ich gesehen wie Affen so wohnen. Wir sind einen Baumwipfelpfad gelaufen. Nun sind Baumwipfel im Regenwald hoch. Sehr hoch. Und der Pfad besteht aus superschmalen, ziemlich langen Hängebrücken, die bei jedem Schritt lustig auf- und abwippen. Ich erinnere mich gut daran wie ich mal als Kind im Zoo eine Ewigkeit fasziniert vor einem Affengehege stand und mich nicht sattsehen konnte. Ich wünschte mir sehnlichst auch so ein Äffchen zu sein und locker flockig herumturnen und mich von Ast zu Ast schwingen zu können. Heute dann wollte ich kein Affe mehr sein. Puuuuh.

Der Baumwipfelpfad scheint hier die Hauptattraktion zu sein. Gestern war er, wie jeden Donnerstag, geschlossen. Das fanden wir zunächst etwas schade, heute bemerkten wir aber, dass das unser Glück war. Gestern begegneten wir viel mehr Tieren als Menschen. Heute war das umgekehrt. Zum Glück schlugen wir später noch einen anderen Wanderweg ein und schlagartig war der ganze Rummel vorbei. Und wir sahen Gibbons (neidlos) in den Bäumen turnen und Argusfasane am Boden stolzieren. Die Blutegel haben wir dann heute auch mitgenommen. Im wahrsten Sinne des Wortes, ähem.

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Herbstferien 2018, Tag 19

Im Regenwald ist alles gigantisch. Die Schmetterlinge so groß wie meine Hand, die Ameisen wie mein kleiner Finger, die Warane wie ein Kleinkind und die Bäume wie… ja wie Riesen. Wir sind 5 km gewandert und haben einen Gipfel von sagenhaften 344 Metern erklommen. Danach waren wir fix und fertig und hatten gefühlt jeder 10 Liter ausgeschwitzt. (Übrigens haben wir zu Hause den ersten Schnee der Saison verpasst). Aber es war so toll und aufregend. Einfach da zu stehen, in diesem grünen Dickicht und dem Wald zuzuhören. Es ist unglaublich laut und das sind alles Tiere. Um Ecken zu biegen und aufgeregt darauf zu warten was nun wieder kommt. Wir haben außerdem noch etliche Bananenhörnchen gesehen (habt ihr schon mal einen schöneren Tiernamen gehört?) und das Allercoolste war der gar nicht mal so kleine Skorpion. Großartig!

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Herbstferien 2018, Tag 18

Uff, ich brauche Urlaub. Auf der 5-stündigen Autofahrt heute bin ich um ein paar Jahre gealtert. Zunächst etwa 1,5 Stunden durch das Autobahnwirrwarr im Großraum Kuala Lumpur. Hui. Dann weiter auf der Autobahn durch die kurvigen Berge. Hui. Dann ein Stück entspannt und die letzte Stunde nochmals kleine, sehr kurvige, wilde Straßen. Hui. Und das alles mit hohem Verkehrsaufkommen und lauter scheinbar todeshungrigen Malaysiern. Aber auch spannend. Am besten hat mir das Straßenschild mit dem Elefanten drauf gefallen. Wir sind um Kühe und Hühner gekurvt. Und wurden mancherorts sehr neugierig beäugt. Einen Großteil der Strecke sind wir übrigens durch Ölpalmenplantagen gefahren. Die sehen sehr hübsch aus und ihr ökonomischer Wert ist unübersehbar. Im Vergleich zu Langkawi sahen die Dörfer unterwegs ziemlich wohlhabend aus und auch die Infrastruktur war meines Erachtens nach für Malaysia ausgezeichnet. Aber wenn man sich vorstellt, dass weite Teile dieser Plantagen vorher Regenwald waren und was die Rodungen, die Monokultur und der massive Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln für Auswirkungen haben, dann wird einem schwer ums Ökologenherz. Bis heute wusste ich gar nicht, dass Malaysia eins der führenden Länder in der Palmölproduktion ist. Jetzt sind wir am Nationalpark Taman Negara, in dem immerhin der wohl älteste Regenwald der Welt geschützt wird. Gesehen haben wir noch nichts, wir kamen gerade so vorm Dunkelwerden an, aber die Geräuschkulisse auf dem Weg zu einem Restaurant war vielversprechend.

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Herbstferien 2018, Tag 17

Weil wir uns heute Morgen auf kein anderes Ausflugsziel einigen konnten, versuchten wir noch einmal unser Glück mit dem Fernsehturm. Von einer anderen U-bahn-Station aus war der Eingang auch gut zu finden und wir mussten auch nur 1 km an stark befahrenen Straßen entlang spazieren. Es ist erstaunlich um wie viel voller, lauter und chaotischer Kuala Lumpur im Vergleich zu Singapur wirkt. Singapurs Strategie Autos von den Straßen zu bekommen, indem Auto fahren sehr teuer ist und der öffentliche Nahverkehr richtig gut ausgebaut und ziemlich preiswert, scheint aufzugehen. Noch im Wald dröhnte uns der Straßenlärm in den Ohren. Auf dem Fernsehturm war es richtig toll. Obwohl die Sicht heute nicht die Beste war, war der Ausblick sehr beeindruckend. Wir sahen deutlich wo wir gestern herumgeirrt waren und weil wir uns am Morgen mit sämtlichen Sehenswürdigkeiten beschäftigt hatten, entdeckten wir sie fast alle über die Stadt verteilt. Das Besondere am Menara Fernsehturm sind die zwei Glasboxen, die über die (übrigens offene) Aussichtsplattform heraus ragen. Also, die sind ganz aus Glas, auch der Boden. Ich war mir vorher sicher, dass ich dort niemals drauf treten und lediglich als Fotograf fungieren würde, aber dann habe ich mich doch getraut. Wow! Und am Abend waren sogar noch Lust und Kraft übrig um funkelnde Wolkenkratzer zu gucken. Morgen früh heißt es wieder Tasche packen und weiter zur letzten Station. Auf dem Lande ist es wohl nicht so mit dem Internet. Wenn ihr nichts von mir hört, stellt euch uns einfach mitten im Regenwald vor. Dem ohne Straßenlärm.

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Herbstferien 2018, Tag 16

Das Gute an ausgedehnten Urlaubsreisen, auf denen man viel Zeit hat viel zu sehen, ist: wenn mal ein Murkstag kommt, an dem nichts so läuft wie gedacht, dann ist es auch nicht weiter schlimm. Aus dem Besuch des Fernsehturms heute wurde jedenfalls nichts, weil wir ihn schlicht und einfach nicht fanden. Das ist so bizarr wie es sich anhört, denn erstens ist er eins der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kuala Lumpur und zweitens ist so ein Fernsehturm auch nicht zu übersehen. Wir sahen ihn auch, standen quasi davor. Er ist aber von einem großen Stück geschützten Regenwald umringt, den wir durchlaufen wollten. Dieses Naturschutzgebiet hat nur zwei Eingänge und der, den wir ansteuerten, war geschlossen. Der andere war irgendwo… 2 km entfernt, wo genau, keine Ahnung. Könnte man ausschildern, muss man aber offensichtlich nicht. Wir liefen also eine ganze Weile durch die flirrende Hitze an einer stark befahrenen Straße entlang und als das aussichtslos schien, kehrten wir um und liefen eine noch stärker befahrene Straße entlang. Dann kippte die Stimmung meiner zwei Reisegefährten und wir taten das einzig Richtige. Wir fuhren zurück ins Hotel, nahmen den Fahrstuhl in die 30. Etage, sprangen in den Pool auf der Dachterrasse und genossen gut gekühlt den Ausblick von dort. Am Abend, so dachten wir uns, könnte man sich ja noch einmal in das Getümmel draußen stürzen und sich die wohl glitzernde und funkelnde Stadt anschauen. Aber dann stellte sich heraus, dass wohl irgend etwas mit Paulines und meinem Mittagessen, wir hatten uns ein Gericht geteilt, nicht ganz in Ordnung war. Und ach, so ein Hotelbett kann auch sehr bequem sein. Ich liebe meine Reisegefährten dafür, dass wir zusammen so gemütlich sein können. Alles kann, nichts muss.

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Herbstferien 2018, Tag 15

Wie sagte der Iso vorhin so treffend: Wie kann denn schon wieder ein Tag vorbei sein? Irgendwie vergeht die Zeit  in Asien doppelt so schnell. Wir haben wieder als erstes das Wahrzeichen der Stadt, die Petronas Türme, besucht. Sie galten bis zur Fertigstellung des Burj Khalifas als höchste Wolkenkratzer der Welt, wobei das wohl nicht ganz stimmte. Aber große Häuser jedenfalls. Man kann dort hoch fahren und die Aussicht genießen, aber weil auch noch der nahegelegene Fernsehturm auf dem Plan steht, haben wir uns das geschenkt. Stattdessen haben wir uns den dazugehörigen Park angeschaut, Pauline hat sich zwischen die einheimischen Kinder gemischt und sich im großen Wasserbecken erfrischt und wir waren auf Wunsch zweier Damen im angeschlossen Shoppingtempel. Und dann war der Tag, wie gesagt, auch schon um.

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Herbstferien 2018, Tag 14

Hallo Kuala Lumpur! Tolle Hotelzimmer mit tollen Ausblicken hast du schon mal. Den Rest schauen wir uns morgen an.

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Herbstferien 2018, Tag 13

Unweit der Seilbahn gibt es noch einen Wasserfall zu besichtigen, aber dafür reichte letztens die Kraft nicht mehr aus. Das ist auch so ein interessantes Ding, wie ungleich anstrengender alles in tropischem Klima ist. Aber heute. Das Tolle ist, dass man über in den Regenwald gebaute Stufen (600 wohl, aber es kam mir weniger vor) zum Beginn des Wasserfalls laufen kann (und unterwegs die wildesten Insekten beobachten) und dort oben in natürlichen Wasserbecken baden. (Es gibt einen Zaun damit man nicht versehentlich in die Tiefe stürzt :) ) Aaaaaah, das Wasser war so kühl und erfrischend wie ein finnischer See und glasklar. Die Felsen wurden praktischerweise vom Wasser zu Rutschen geformt und wie sagte Pauline: wie ein Wasserpark, nur dass es keinen Eintritt kostet. Ein Waran kam auch für ein Bad vorbei und natürlich turnten auch wieder Javaneraffen herum. Ein Traum! Zurück im Hotel ging es noch einmal ausgiebig in den Pool und so langsam, glaube ich, wachsen uns Schwimmhäute. Aber wir mussten uns gebührend verabschieden, morgen geht es weiter zur nächsten Station…

 

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Herbstferien 2018, Tag 12

„Land unter“ beschreibt den heutigen Tag ganz gut. Aber der Oktober ist nun mal der regenreichste Monat auf Langkawi und hier regnet es ja generell nicht so selten. Wir wachten schon vom Brausen auf. Als es kurz nach dem Frühstück aufhörte, machten wir uns auf den Weg. Eine Bootsfahrt durch die Mangroven war geplant, ein Ökosystem (oder ekosistem wie die Malaysier schreiben) das noch keiner von uns gesehen hatte. Aber schon auf der Autofahrt begann es erneut zu schütten und überhaupt stellten sich die Bootstouren als ziemlicher Touristennepp heraus (für hiesige Verhältnisse viel zu teuer und beinhalten noch zig andere Attraktionen, die uns gar nicht interessierten). So entschieden wir uns für eine kleine Runde über Holzbrücken zu Fuss, die immerhin zum mal kucken reichte. Weil es danach leicht aufklarte, stiegen wir erneut optimistisch ins Auto um einen nahegelegenen Strand, der als schönster der Insel gilt (ein italienischer Süßwarenhersteller hat dort beispielsweise Werbefilme gedreht) zu besuchen. Aber ach, die Himmelsschleusen öffneten sich erneut und so schauten wir kurz (so so, aha) vom Auto aus und kehrten  immerhin noch in ein Restaurant mit Meerblick ein. Die meisten Restaurants hier sind ja offen, also haben einfach nur ein Dach, aber keine Wände, was ich so viel schöner finde als durchklimatisierte Räumlichkeiten. Aber kaum setzten wir uns, fing vom Meer an ein gewaltiger Wind zu fauchen, der den Regen reindrückte und tatsächlich auch ein bisschen kalt war. Und schwups wurden rundherum Holzjalousien herab gelassen und die schöne Aussicht war dahin. Das Essen schmeckte aber auch heute wieder ausgesprochen lecker und überhaupt machte das alles nicht allzuviel, weil schon allein das Herumfahren mit dem Auto, jedenfalls für mich als Beifahrer, sehr spannend ist. Es gibt so viel zu sehen. Die winzigen, einfachen Wohnhäuser in den Dörfern. Neben manchen stehen ein oder zwei Kühe, die so ganz anders aussehen als unsere Kühe in Europa. Und furchtbar dünn erscheinen. Hühner stolzieren umher. In den Gärten stehen Bananenstauden. Der Motorroller als Familiengefährt – vorn der Vater, in der Mitte ein bis zwei Kinder und hinten die Mutter. Falls jemand Helme trägt, dann die Eltern. Einmal schoss ein Moped um die Ecke, auf dem ein höchstens anderthalb-jähriges Kind vorn vor seiner Mama sass, und sich am Lenker festhielt. Mir stockte beim Anblick der Atem, aber das Kind lachte übers ganze Gesicht und sah aus als hätte es die Zeit seines Lebens. Das Auto mit Martinshorn, das an uns vorbei rauschte. Hinten war der Wagen offen und dort lag ein Mensch auf einer Trage, komplett in Plastefolie eingeschlagen (Regenschutz oder lebt er gar nicht mehr?), daneben ein sitzender Mensch mit Mundschutz, der den anderen festhält und vorm Rausfallen bewahrt. Wir kamen überein, dass es ein Krankenwagen gewesen sein muss. Wir fuhren an mehreren Schulen vorbei, die alle gleich aussehen und in denen viele Kinder in Schuluniformen herumwuselten. An den Straßenrändern gibt es überall Essensstände, an denen sich die Einheimischen und auch die Schulkinder versorgen.  Menschen wie du und ich, die in einer ganz anderen Welt leben.

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Herbstferien 2018, Tag 11

Gastbeitrag von Pauline, 9 Jahre

Das war heute gut: Wir waren am Strand 🏖 Wir waren super lecker Mittag essen 🥘

Das war heute nicht so gut: Es war wider sooooooooooooo heiß. Es hat angefangen zu regnen als wir im Wasser waren 😭

Und außerdem: Im Meer gibt es geferliche Quallen. Das Meerwasser ist so warm wie in der Badewanne 🛁

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Herbstferien, Tag 10

Erster Sonnentag des Urlaubs. Zur Abwechslung auch mal ganz schön, aber unvergleichlich viel heißer. (Dafür trocknete mein Badeanzug zum ersten Mal seit 9 Tagen durch). Wir haben also den Spaziergang durch Kuah, die Hauptstadt von Langkawi, auch nicht ewig ausgedehnt und frönten lieber wieder den Tauch- und Schwimmwettbewerben. So ein 60 Meter langer Pool mit Direkteinstieg vom Zimmer, der immer leer und verlassen ist, ist eine feine Sache. Auf der Terrasse sitzen und Kekse essen auch. Pauline habe ich auch versucht zum Hausaufgaben machen zu verdonnern, aber sie hatte verständlicherweise keine Lust. Sie wird ja insgesamt, neben der Woche Herbstferien, 2 Wochen in der Schule fehlen. Das ist in Finnland überhaupt kein Problem, aber die Verantwortung für die Nacharbeit des gesamten Stoffes liegt komplett bei Schüler und Eltern (die Lehrer erstellen natürlich Listen mit allen Buch- und Arbeitsheftseiten). Pauline war vor unserer Abfahrt unheimlich fleißig, eben damit sie sich hier nicht damit herumplagen muss und wir die ganzen Bücher nicht spazieren tragen müssen, aber alles war beim besten Willen nicht zu schaffen. Na, vielleicht morgen…

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