Schlucht

Zugegeben, es war nicht so richtig durchdacht am vermutlich letzten warmen (17°C!) und sonnigen Tag des Jahres durch eine kühle (mit Hauch) und feuchte Schlucht zu wandern, in die selbst zur Mittagszeit nicht ein Sonnenstrahl dringt, aber:

-Pauline vorher: NEIN! Nicht schon wieder! Ich HASSE wandern. Das wird der schlimmste Tag meines Lebens.

-Pauline hinterher: Juhu, das war soooo toll! Die schönste Wanderung, die wir je gemacht haben.

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September

september

Eindeutig Herbst. Es schüttet, es stürmt und auf den Wegen liegen ungezählte gelbe Blätter. Bei Herbst drängt sich vielleicht der Gedanke auf, dass der diesjährige FischSOMMER nun wohl vorbei sein müsste. Die Fische haben aber Verlängerung beantragt. Man kann es ihnen nicht verdenken, wer hätte nicht gern einen längeren Sommer. Oder überhaupt einen. Ach!

Und glaubt es oder nicht: ein Jahr lang aus meinem Wohnzimmerfenster schauen ist um. Zwölf Bilder, von Oktober bis September:

Stellt sich jetzt die Frage ob ich weiter mache um die Monate zu vergleichen (Vielleicht wird es ja nächsten Sommer mal warm und im Juli ist mein Rasen verdorrt?), oder mir ein neues Motiv suche (Habe ich eigentlich schon gefunden.) oder gar nicht. Mal sehen :)

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August

Dieses Mal geht es mir wie euch – ich habe unseren Wohnzimmerausblick zwischen dem Julibild und dem Augustbild auch nicht gesehen, denn ich war die ganze Zeit in der Forschungsstation. Es hat sich aber nicht viel verändert (abgesehen davon, dass man jetzt um Mitternacht nicht mehr allzuviel erkennen würde):

august

Der Juli war – nach dem ungewöhnlich kalten Mai und dem ungewöhnlich kalten Juni … ungewöhnlich kalt. Ausserdem auch ziemlich feucht, kaum ein Tag an dem es nicht wenigstens einmal geschüttet hätte, gern aber auch den ganzen Tag lang. Für das Sommerferienkind und die Besucher aus Deutschland tat mir das sehr leid, ich selbst habe sowieso den ganzen Monat in frisch temperierten, fensterlosen Räumlichkeiten verbracht. So haben’s immerhin die Fische gern.

Apropos Fische, ich komme später wieder :)

 

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Juli

Mitternachtsausgabe:

juli

Der finnische Sommer mag kurz sein und kühl (oder schneearm, wie die Finnen zu sagen pflegen), aber die nachtlosen Nächte sind einfach unfassbar schön und entschädigen für vieles. Ach was, alles.

(Und es ist tatsächlich noch grüner als im Juni.)

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Juhannus

Letzten Donnerstag Morgen stiess ich versehentlich einen Trinkbecher, gefüllt mit Seewasser und einer Schnecke um und fing laut an zu fluchen. „Macht doch nichts“ versuchte mich der Doktorand zu beruhigen, „ich bin auch schon ganz aufgeregt wegen Mittsommer“. Ja, das war nicht zu übersehen. Wie bei allen anderen auch, wie immer sprach ja schon seit Tagen keiner mehr über etwas anderes. Er sah mich dann auch völlig verständnislos an als ich ihm sagte, dass mein Missgeschick nichts mit Aufregung zu tun hat, da ich mir gar nichts aus Juhannus mache. „Damit muss man wohl aufgewachsen sein“ erklärte ich ihm. (Gestern las ich aber, dass man sich auch sozialisieren kann).

An Mittsommer freue ich mich über den zusätzlichen freien Tag und wenn es passt schauen wir uns eins der Feuer an.

juhannuskoko

Zugegeben, das sieht auf dem Lande schöner aus, als mit Hochhäusern im Hintergrund. Aber ich bin so gern an Juhannus in der Stadt, weil es dann so herrlich still und verlassen ist (als ob es sonst laut und voll wäre… , aber man merkt schon einen Unterschied). Es war – natürlich – deutlich kälter als normal um die Zeit und ich beneidete die Leute, die so schlau gewesen waren sich zum Feuer gucken Mütze und Handschuhe anzuziehen. Regen gab es auch reichlich.

Wir haben es ruhig angehen lassen. Schlaf nachgeholt, Dinge erledigt, Filme geschaut, ein ganzes Blech Kuchen vertilgt und immerhin einen Ausflug auf’s Land gemacht.

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Das Ziel waren ca. 7000 Jahre alte Felsenmalereien. Sehr beeindruckend.

Morgen geht’s dann völlig Katerfrei, ohne nennenswert viele Mückenstiche und absolut ausgeschlafen weiter mit Fischen und Schnecken.

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Nicht für Menschen geeignet

Heute ist ein wunderschöner Tag, die Sorte, von denen wir in diesem Jahr erst weniger als eine Handvoll hatten. Strahlend blauer Himmel, momentan 19 C. Ich bin schon seit dem Morgen in Hochstimmung deshalb. Um möglichst viel draussen zu sein, bin ich ohne dringenden Grund im Schneckentempo in die Stadt zur Bücherrei geradelt bevor ich mich in mein finsteres Büro gesetzt habe. Und weil heute im Grunde nur ein paar administrative Sachen anliegen (eigentlich hat der Fischsommer schon begonnen, aber die Fische brauchen heute eine Pause von mir), mache ich auch gleich wieder Schluss, hole Pauline frühzeitig aus dem Ferienhort ab und gehe mit ihr ein Eis essen. In der Sonne.

Mein Mittagessen nahm ich soeben auch in der Sonne ein. Ich setzte mich auf ein Mäuerchen vor die Mensa. Neben mir liessen sich ein paar andere Leute nieder, die genauso glücklich aussahen wie ich. Dann kam ein Bekannter vorbei und begann mit einem von ihnen etwas zu besprechen. Nach einer Weile sagte er aber: „Na, lass uns das ein anderes Mal weiter bereden. Ich muss jetzt unbedingt aus der Sonne raus. Boah, heute sollen es noch 26 Grad werden! Das ist einfach nicht für Menschen geeignet.“ Und dann rettete er sich hastig in das klimatisierte Gebäude neben uns.

Ich musste auch schnell aufstehen und gehen, denn ich bekam den Lachanfall meines Lebens. Die sind einfach zu niedlich, diese Finnen.

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Dinge nach denen man googelt wenn man Kinder hat

Harz im Haar

Der mit Abstand am häufigsten gegebene Tipp war: Butter. Hat zur Erleichterung aller, die glaubten Schere sei der einzige Ausweg, auch super funktioniert. Jetzt riecht das Kind nicht mehr nach Wald, sondern (trotz abschliessender Haarwäsche) wie ein grosses Butterplätzchen.

(Sonst aber gefällt es Pauline ausgesprochen gut im Ferienhort. Ihre alte Kindergartenfreundin ist auch da und die beiden sind sehr glücklich darüber wie früher jeden Tag von früh bis spät zusammen spielen zu können. Ausserdem ist sie mehrere Zentimeter gewachsen, weil sie allein mit dem Fahrrad dort hin und wieder nach Hause fährt.)

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