Mittagsglut

Oder auch: Finnish summer at its best

mittagsglut

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Fischsommer

Ohne irgendwie schon richtig darauf eingestellt gewesen zu sein, schwappte der Fischsommer über mich. Meinen letzten freien Tag hatte ich an Mittsommer und der nächste wird wohl Mitte August sein. Arbeitstage haben nun gern 10-12 Stunden. Ich bin jetzt schon ein kleines bisschen müde (ach was, sehr müde), aber zum Glück macht es so viel Spass.

Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass ich in diesem Sommer wenigstens jeden Tag ein Foto vorzeige, wenn ich schon nicht zum schreiben komme. In Wirklichkeit habe ich nicht mal Zeit kurz aufzublicken. Ausserdem erfreuen sich ausser mir wahrscheinlich nicht all zu viele Leute an Fischen und Schnecken :)

Aber ich lasse noch eine kleine “In Finnland”-Anektode da. Das eher verschlafene Örtchen, in dem die Forschungsstation liegt, wacht einmal im Jahr auf. Da gibt es ein Musikfestival mit echten Stars und einem Markt und vielen anderen Veranstaltungen (So zum Beispiel auch einen Naturabend in der Forschungsstation, an dem Interessierte Fragen zur Natur stellen können, die dann von Spezialisten vor Ort beantwortet werden. Sehr nett und sehr beliebt.). Und weil es im Ort kaum Übernachtungsmöglichkeiten gibt, werden die Festivalgäste auch in der Forschungsstation beherbergt. Und wie ich letzten Freitag pünktlich 11.30 Uhr zum Mittagessen erscheine, steht da noch das Frühstück für die Musikfreunde parat. Und direkt daneben, als Nachtisch vorm Aufbruch nach Hause sozusagen, liegt wie selbstverständlich ein Gerät zur Atemalkoholbestimmung.

Auf gehts, es gilt heute noch 320 Fische zu sezieren.

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Mittsommerwochenende

Wir hatten Wetter. Und vielleicht genau deshalb so schöne und erholsame Tage.

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#distractinglysexy

Ihr habt es sicher gehört: Der Nobelpreisträger Tim Hunt hat letztens ein paar Anmerkungen über WissenschaftlerkollegINNEN gemacht:

“You fall in love with them, they fall in love with you, and when you criticize them, they cry”.

“Du verliebst dich in sie, sie verlieben sich in dich und wenn du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen.”

Deshalb schlägt er nach Geschlechtern getrennte Labore vor. Als Reaktion haben Wissenschaftlerinnen auf Twitter unter dem Hashtag #distractinglysexy Fotos von sich gepostet, in denen man sieht wie ‘störend sexy’ sie bei der Arbeit aussehen und so ihren männlichen Kollegen das Leben schwer machen. Was habe ich gelacht. In Ermangelung eines Twitter-Kontos hier mein Beitrag:

distractinglysexy

Auch meine (ausschliesslich männlichen) Fischkollegen können immer, wenn ich in meinen Stiefelchen komme, kaum an sich halten und sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren. Wozu der Eimer? Für die Tränen.

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Grossstadtgefühl

Seit letzter Woche kann ich sagen “Ich fahr’ mal eben zum Ikea.”

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(Und mir dann etwas aus einem Sortiment von etwa 100 verschiedenen Artikeln aussuchen, eine Küche planen lassen oder Internetbestellungen abholen.)

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Königlicher Ball

Seit gestern Abend sind wir eine königliche Familie. Wie genau es dazu kam weiss ich nicht, aber das Räupchen ist nun eine Prinzessin, ich bin die Königin (Beförderung) und der Iso ist König.

Zunächst änderte sich nicht viel. Heute Morgen beim Frühstück wurde ich dann aber mit leicht ungeduldigem Unterton aufgefordert mich doch wenigstens etwas wie eine Königin zu benehmen. Es ist nicht so als hätte ich gepupst oder so, ich habe einfach nur mein Müsli gelöffelt. Nicht königlich genug offensichtlich.

Wenig später wurde durch ihre durchlauchtigste Hoheit die Idee geboren am heutigen Abend einen Ball zu geben. Und sofort wurde theatralisch begonnen den Kleiderschrank nach einem Ballkleid zu durchwühlen. “Mama, was ziehst du an?” rief es aus den Tiefen des Kleiderschrankes und ich antwortete mit erhöhter Stimmlage “Oh, mein rotes Samtkleid natürlich.” “Ja” nickte sie gleich anerkennend “das hätte ich dir auch vorgeschlagen.”

Ich wurde stutzig. War es nicht einfach nur ein Spiel? Ich habe nämlich gar kein rotes Samtkleid. Wohl aber ein rotes Abendkleid.

Auf dem Weg zum Kindergarten wurde ich gefragt was es auf einem Ball so zu essen gäbe. “Häppchen” gab ich leichtfertig zur Antwort. Eigentlich habe ich keine Ahnung, ich versuchte mich zu erinnern was die Bennetts in der Stolz und Vorurteil Verfilmung auf dem Teller haben, erinnert mich aber nur an Bowle. Aber Häppchen stellte ich mir gut vor. Was denn Häppchen nun wieder wären. Und dann ging ich im Geiste den Kühlschrankinhalt durch und hörte ich mich sagen “Man könnte Brot- und Käsewürfel schneiden und die zusammen mit Weintrauben auf Zahnstocher spiessen!” “Jaaa, das machen wir” rief die Prinzessin begeistert “und dann noch Rührei dazu!” (“Mama, ist es nicht schön hier im Regen zu laufen und dabei zu reden?”) “Und nach dem Essen tanzen wir. Haben wir auf dem Eipäd Walzer?”

Und so kam es, dass ich vorhin in mein rotes Abendkleid schlüpfte, der Hofkoch, welcher sich sein Amt mit dem König, sowie dem Hofmusikanten teilt, Spiesse mit Brot- und Käsewürfeln sowie Weintrauben herstellte, und auch Rührei, und wir dann vornehm auf dem Sofa sassen, Häppchen knusperten und anschliessend Walzer tanzten.

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Neulich auf Pinterest

Man beachte den Kommentar:

pinterestfind

Aber sicher ein tolles Tattoo!

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