Alltagsfotos 5/5 2015

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3:12 Uhr: Ich geh’ mal kurz ins Bad und schaue auf dem Rückweg aus dem Fenster.

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8:08 Uhr: Abflugbereit

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12:50 Uhr: Ich habe mehrere Knoten im Gehirn und schaue zu Entwirrungszwecken vom Computer auf.

19:04 Uhr: Wir haben das im Kindergarten gezogene Kürbispflänzchen eingepflanzt. Mal sehen was das gibt. Auf dem Balkon.

19:04 Uhr: Wir haben das im Kindergarten gezogene Kürbispflänzchen auf den Balkon gepflanzt. Mal sehen was das gibt.

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21:19 Uhr: Die Bewohner des Puppenhauses haben sich nach dem Erdbeben vor 3 Tagen aufgerafft und aufgeräumt. Für’s Kinderzimmer muss allerdings noch der Elektriker kommen.

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Alltagsfotos 4/5 2015

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7:00 Uhr: Das ist der erste Tag in dieser Woche an dem wir morgens nicht hetzen müssen. Deshalb schaue ich auch 30 Minuten nach dem Weckerklingeln immer noch auf das Gardinenmuster.

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8:12 Uhr: Kampf mit dem Kind und gegen die Bindehautentzündung.

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17:12 Uhr: Den ganzen Nachmittag lang schien die Sonne, aber kaum trete ich aus dem Büro fängt es an zu tröpfeln.

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18:40 Uhr: Noch mehr nasse Sachen.

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Dann auf dem Balkon giessen. Trotz der arktischen Temperaturen in den letzten Tagen passiert hier was.

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Alltagsfotos 3/5 2015

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6:51 Uhr: Kind wecken. Manchmal weiss man gar nicht so genau wo hinten und vorn ist.

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8:26 Uhr: Allerletzter Neuvola Termin. Ab nächstem Jahr gehts zum Schularzt.

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9:35 Uhr: Nach zwei Impfungen hat man sich schon mal die eine oder andere Tapferkeitsmedaille verdient.

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17:00 Uhr: Schick machen für einen Kindergeburtstag.

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18:35 Uhr: Wir nutzen die rare Zeit zu zweit und gehen zum Lieblingsinder.

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Alltagsfotos 2/5 2015

9:04 Uhr: Ankunft in der Forschungsstation. Wie immer führt mich mein erster Weg auf den Bootssteg und ich freu' mich schon so darauf im Sommer jeden Tag hier zu stehen. (Dann hoffentlich ohne Regen.)

9:04 Uhr: Ankunft in der Forschungsstation. Wie immer führt mich der erste Weg auf den Bootssteg. Hach! Ich bin glücklich, weil ich weiss, dass ich im Sommer jeden Tag hier stehen kann. (Dann hoffentlich auch mal ohne Regen.)

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9:36 Uhr: Als ich zum ersten Mal seit letztem Sommer die Fischhalle betrete bin ich überrascht. Die Geräusche, der Geruch – ich fühle mich tatsächlich zu Hause hier und zappele ein bisschen vor Freude darauf übernächste Woche loszulegen.

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10:22 Uhr: Ich mache Sachen.

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12:53 Uhr: Meine Aufgaben für heute sind tatsächlich schon erledigt. Ich mache mich auf den Weg zur Freundin und spaziere über die Stromschnelle, die heute soviel Wasser vor sich herschiebt wie ich es noch nie gesehen habe.

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14:55 Uhr: Schon wieder hach. Ich lerne die 7 Wochen alte Tochter meiner Freundin kennen.

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Alltagsfotos 1/5 2015

5×5 Alltagsfotos – das hat mir letztes Jahr so gut gefallen, dass ich mir gleich vorgenommen hatte das nach einem Jahr zu wiederholen. Exakt die gleiche Woche ist es nicht, denn letzte Woche gab es nur 3 Alltagstage. Oder sollte es geben, dann wollten wir nämlich zur Mäusefamilie fahren. Leider wurde das Räupchen krank und ich habe zum ersten Mal eine Reisetasche wieder ausgepackt ohne sie überhaupt aus der Wohnung getragen zu haben. Aber die Reise wird bald nachgeholt und jetzt gibts Fotos:

Schnupperstunde in der Vorschule. Vierzehn Knirpse (zehn davon Jungs) sind sehr aufgeregt und und erledigen vorfreudig ihre ersten Schulaufgaben.

9:28 Uhr: Schnupperstunde in der Vorschule. Vierzehn angehende Vorschüler (zehn davon Jungs) sind sehr aufgeregt und erledigen vorfreudig ihre ersten Schulaufgaben.

Ich erstelle ein Gutachten und frage mich wie so oft in letzter Zeit ob mir die Autoren versuchen Mist im Geschenkpapier zu verkaufen oder tatsächlich keine Ahnung haben.

14:02 Uhr: Ich erstelle ein Gutachten und frage mich wie so oft in letzter Zeit ob mir die Autoren nur versuchen Mist im Geschenkpapier zu verkaufen oder tatsächlich keine Ahnung haben.

17:21 Uhr: Ankunft zu Hause. Es schüttet mal wieder. Bei 4 Grad und ich habe meine Handschuhe vergessen.

17:21 Uhr: Ankunft zu Hause. Es schüttet mal wieder. Bei 4 Grad und ich habe meine Handschuhe vergessen. Aber es ist grün :-)

19:28 Uhr: schnell noch ein Geschenk für morgen fertig machen.

19:28 Uhr: schnell noch ein Geschenk für morgen fertig machen.

20:53 Uhr: Das Räupchen hat mal wieder ein Buch geschrieben, äh gemalt. Und offensichtlich Mittagsschlaf gemacht...

20:53 Uhr: Das Räupchen hat ihre Bilderbuchgeschichte über einen hüpffreudigen Hasen fertiggestellt. Und offensichtlich Mittagsschlaf gemacht…

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Muttertag im Moor

Inklusive erstem Kuckuck.

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Opa

Vorgestern ist mein Opa gestorben. Seit einiger Zeit hat er sich schon gewünscht zu gehen und deshalb möchte ich mich auch für ihn freuen. Dennoch ist das mit dem Abschied nicht ganz leicht.

Bei meinem letzten Deutschlandbesuch zu Weihnachten hat er mich nicht mehr erkannt. Aber als wir am 1. Weihnachtsfeiertag seinen 95. Geburtstag feierten, rief er plötzlich meinen Namen. Ich sah auf und er winkte mir fröhlich zu. Genauso werde ich ihn in Erinnerung behalten, mit seinem Schalklächeln im Gesicht.

Opa hat es geliebt Scherze zu machen. Ich habe Opas Scherze geliebt.

Als Kind habe ich oft die Ferien bei meinen Grosseltern verbracht. Opa hat mir immer aufmerksam zugehört, er hat sich sehr für meine Zeichnungen interessiert, hat mit mir stundenlang Schach gespielt und das Grösste waren unsere Schwimmstunden im Fass. Im Garten gab es ein Regenfass und da stiegen wir im Sommer abwechselnd rein um uns abzukühlen. Opa stoppte die Sekunden, die ich es mit dem Kopf unter Wasser aushielt und ich wurde jeden Tag besser.

Gleich neben dem Regenfass war der Eingang zum Luftschutzbunker, den er selbst gegraben hatte. Mein Opa erzählte mir viel vom Krieg. Der Krieg, das habe ich schon als Kind verstanden, hat sein ganzes spätere Leben stark beeinflusst. Und zwar nicht nur weil ihm im Krieg beide Füsse erfroren sind und amputiert werden mussten.

Erst vor zwei Jahren erzählte er mir wie er nach der Amputation den Arzt aufsuchte um kriegsuntauglich geschrieben zu werden und heimkehren zu können. Der Arzt aber sagte er würde ihn nicht untauglich schreiben, denn als Schutzschild oder Wurfgeschoss wäre er doch noch gut.

Nach dem Krieg wurde er mit seinen offensichtlichen Wunden allerorts als Verbrecher beschimpft und einmal nahm ihn ein Strassenbahnfahrer aus ethischen Gründen nicht mit. Einen Mann ohne Füsse.

1945 sah er seine geliebte Stadt Dresden in Flammen aufgehen. Später starb seine noch junge Frau an Krebs und liess ihn mit 3 Söhnen zurück.

Opa war zäh und hat immer weiter gemacht. Bis fast zuletzt hat er sich standhaft geweigert einen Rollstuhl zu benutzen und sich mit schlecht sitzenden Prothesen herumgequält. Man nannte ihn störrisch, aber anders wäre er vielleicht nie bis hier hin gekommen?

In den sechziger Jahren war er zur Kur und traf dort meine Oma. Der Klassiker. Meine Oma ist auf den Tag genau 5 Jahre jünger als mein Opa . Genau genommen ist er also gar nicht mein Opa, aber daraus hat er nie auch nur den geringsten Unterschied gemacht. Er mochte Kinder sehr gern.

Am allermeisten liebte mein Opa aber die Sonne und seinen Garten, durch den er sich noch bis vor wenigen Jahren glücklich gewühlt hat.

Meine Lieblingserinnerung ist diese: Wenige Tage vor meiner Einschulung reisten meine Grosseltern bei uns an. Ich erzählte ihm von  meinem dringensten Wunsch, nämlich dass an meiner Zuckertüte oben noch mehrere kleine Zuckertüten hängen sollten. Er verriet mir einen Trick wie ich diesen Wunsch verwirklichen könnte. Und zwar sollte ich jeden Abend im Bett meine Hände mit den Handflächen aufeinander legen und dann drei mal zwischen den Daumen hineinpusten. Ich verfolgte dieses Ritual mit grosser Ernsthaftigkeit und was soll ich sagen? Es hat geklappt.

Ruhe in Frieden, lieber Opa.

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