4. Advent

Weihnachtsvitamine oder Der Kulturschock

Ein Einwanderer in Finnland wohnte mutterseelenallein in einem grossen Hochhaus. Er wohnte allein weil seine Frau und seine Tochter im Zwischenexil auf ihre Einreisegenehmigung warteten und deshalb hatte er sehr viel Zeit aus dem Fenster zu sehen und Ausschau nach ihnen zu halten, obwohl er wusste, dass sie nicht einfach so um die Ecke kommen würden. Etwa zur allerdunkelsten Zeit des Jahres bemerkte er, dass viele Bewohner des Hochhauses Nadelbäume in ihre Wohnungen trugen und fragte sich erstaunt was das wohl zu bedeuten hat. Nach ein paar Wochen, er sah immernoch viel aus dem Fenster, sah er dann, dass die Bewohner sie wieder hinaus trugen, die Bäume jetzt aber allesamt kahl waren. Und da ging ihm ein Licht auf. Weil es in diesem fremden Land so furchtbar dunkel und kalt ist und deshalb hier keine Früchte wachsen, mussten die Bewohner sicher einen enormen Vitaminmangel haben. Und um diesen auszugleichen assen sie also Tannennadeln.

(Sonnenaufgang hier heute um 9:43 Uhr und Untergang um 14:47.)

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