Letzten Samstag haben wir eine Käsefabrik besichtigt

Nie war cheese angebrachter:

cheese

Es war furchtbar spannend. Die Herrstellung von Nahrungsmitteln hat mich schon immer fasziniert. Soweit ich zurück denken kann war mein Papa an der Herstellung von Limonade beteiligt und manchmal hat er mich als Kind mit auf Arbeit genommen. Ich erinnere mich, dass mich die riesigen Zuckerberge im Hof, um die ganz viele Wespen herum flogen, sehr beeindruckt haben (wie hygienisch auch!). Nachdem wir die passiert hatten sind wir immer in die Produktionshalle gegangen, wo die Flaschen auf dem Band klirrten und mein Papa hat immer eine vom Band genommen, geöffnet und mir überreicht. Nach der Wende hat dann ein namenhafter Erfrischungsgetränkehersteller ein „ordentliches“ Werk gebaut und man kam nicht mehr so leicht rein, selbst wenn der Vater da gearbeitet hat. Aber einmal im Jahr war Tag der offenen Tür und ich war immer da und hab gestaunt. Besonders beeindruckend dort fand ich den „Schnüffler“, so ein Automat, der in die Pfandflaschen hineinriecht um zu prüfen ob auch niemand zwischenzeitlich Benzin oder andere Köstlichkeiten darin gelagert hat.

Käse finde ich in etwa genauso gut wie Wallace das tut (der mit Gromit), ist also neben Schokolade eins meiner Lieblingsnahrungsmittel. Dabei ist es ganz gleich ob hart oder weich, ob mit Schimmel oder ohne, je mehr er stinkt, desto besser natürlich. Deshalb habe ich mich besonders auf die Besichtigung gefreut. Unser Freund hat uns 2 Stunden lang herum geführt und alles genau erklärt. Toll! In der Fabrik wird der Aurakäse hergestellt, Finnlands einziger, aber sehr leckerer Blauschimmelkäse. Er bekam seinen Namen von einem Deutschen, der sich einst am Aurajoki (ein Fluss im Süden Finnlands) niederliess um Käse herzustellen. Die Reifekammern sind den Combalou-Höhlen von Roquefort nachempfunden und dort drin riecht es umwerfend gut. Erstaunt hat mich wie klein das alles ist, ist es doch die einzige Molkerei in ganz Finnland, die diesen Käse herstellt. Schön fand ich, dass da noch ganz viel Handarbeit drin steckt. Erschreckt hat mich, dass jedes fertige Stückchen Käse ins über 300 km entfernte Helsinki gefahren wird um von dort aus nach ganz Finnland ausgeliefert zu werden. Also auch in die Geschäfte des Ortes, in dem die Molkerei steht. Zum Schluss hat der Freund einen Kühlschrank geöffnet und wir durften uns bedienen. Danke!!!

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2 Antworten zu Letzten Samstag haben wir eine Käsefabrik besichtigt

  1. Imke schreibt:

    Da würde ich ja auch gerne mal gucken gehen…

  2. Ansku schreibt:

    Klingt toll, ein bisschen wie Sendung mit der Maus in live. :) Das meine ich jetzt positiv, ich fände es auch sehr spannend, sowas mal live zu sehen. :lol:

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