Erinnerung

Gestern auf dem Klavier „Guten Abend, gut‘ Nacht“ gespielt und plötzlich sah ich sie ganz deutlich vor mir. Meine Grosseltern. Mein Opa spielt es auf dem alten schwarzen Klavier und meine Oma steht vor mir und singt mit ihrer schönen Stimme dazu. Und ich sitze in einem weissen Gitterbettchen und, so unromantisch das jetzt klingt, grusel mich vor dem Refrain. Der Gedanke, dass mein Aufwachen von der Willkür eines Gottes abhängig ist, behagt mir nicht. Ich hab Angst einzuschlafen. Trotzdem ist  eine kostbare Erinnerung. Und ein schönes Lied. Ich werde für’s Räupchen umdichten.

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2 Antworten zu Erinnerung

  1. Anke schreibt:

    Ich musste lachen, als ich das las und kann jetzt mal nicht still bleiben. 2000km weit weg habe ich genau gestern abend genau das Stueck im Radio gehoert und mich auch daran erinnert, dass ich diese Zeile als Kind immer so interpretiert habe und mich gefragt, wievielen das wohl noch so gegangen sein mag.

    Gruesse aus dem „verschnegneten“ Schottland
    Anke

  2. Kati schreibt:

    Mir geht es auch so – und deshalb heißt es bei uns, wenn ich meiner Tochter das Lied vorsinge, auch nicht „wenn“, sondern „WANN“.

    Viele Grüße
    Kati (habe mich mal wieder von Karen hierher verirrt.)

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