Und, wie wars so?

  • Richtig. WA steht nicht für Western Australia, sondern Windy Australia.
  • Es war so schön nachts statt dem Lärm, die eine zweispurige Strasse mit sich bringt, das Meer rauschen zu hören. Und morgens verschlafen aus dem Alkoven zu blinseln und als erstes das Meer zu sehen.

  • Dafür, dass es in unseren ersten 8 Wochen in Australien genau 3 mal geregnet hatte, fand ich Regen an 5 von 12 Urlaubstagen ziemlich viel. Aber es erspart einem das ewige Sonnencremeauftragen.
  • An gleich vielen Tagen gab es Nudeln. Das Räupchen war selig.
  • Urlaub ist sowieso Urlaub. Wir haben die Erziehung schleifen lassen und uns jeden Tag einen Zuckerschock verpasst. Eis oder Schokolade oder Kuchen. Oder alles.
  • Ich mags gern karg und kam voll auf meine Kosten.
  • Die Fahrten durchs Outback waren besonders schön. Manchmal konnte man fast denken man sei in Lappland. Winzige Bäume und Büsche, die über Hügel kriechen. Und sonst nichts.

  • Spätestens wenn man die Autotür geöffnet hat und einem 40 Grad entgegen schlugen wusste man wieder, dass das nicht sein kann.
  • Vielleicht sind Biologen die Einzigen, die sich an Stromatolithen (lebende Steine) ergötzen können, aber ich mochte sie sehr.

 

  • Und den Shell Beach, einen Strand aus abermillionen Muscheln.

 

  • Es gibt Temperaturen, da schmilzt einem das Eis aus der Hand bevor man den Mund aufmachen kann.
  • Der grösste Brüller war folgender Dialog bei der Anmeldung auf einem Campingplatz: „Where are you from?“ „Finland.“ „Where is that, in the Netherlands?“.
  • Aber klar, wenn man mit Wohmobil unterwegs ist…
  • Die Dinger sind so luxeriös, dass es peinlich ist. Mikrowelle, Klimaanlage, Flachbildfernseher.
  • Man fragt sich auch wozu man ein Wohnmobil hat wenn man am Ende doch auf einem Campingplatz übernachten muss. Einen einzigen Parkplatz haben wir gefunden, an dem kein Verbotsschild stand.
  • Ansonsten liebe ich aber australische Strassenschilder.

 

  • Schade war auch, dass die aufregendsten Dinge nur über unbefestigte Strassen zu erreichen waren. Die wir nicht fahren durften. Aber mal vom Ausguck auf die Nationalparks lunsen war auch schön.

  • Trotzdem haben wir das Wohnmobil richtig lieb gewonnen, vor allem das Räupchen, dem es irgendwann zu viel wurde jeden Tag woanders zu sein und das sehr oft nach „Auto hin!“ verlangte.
  • Einmal übrigens auch nach „Mond hin!“.
  • Damit konnten wir dienen. (The Pinnacles, Kalksteinformationen in einer kleinen Wüste.)

  • Ich hätte nicht gedacht, dass Fliegen so nerven können. Die Masse machts. Sie kriechen einem in die Augen, Nase, den Mund und die Ohren. Man wedelt ununterbrochen mit Händen und Haaren und kommt sich vor wie ein Pferd.
  • Die Autofahrten waren fürs Räupchen wieder Erwarten gar nicht langweilig.

  • Diese road trains (LKW-Züge) sind echt… lang.

  • Wenn mitten im Nirgendwo plötzlich 5 Emus vor einem die Strasse queren, dann ist das toll (der Bremsweg war ausreichend). Wenn die Kamera nicht zugänglich ist, ist das doof. Wenn dann später plötzlich auch welche durch den nächsten Ort spazieren ist alles wieder gut.

  • Mein Lieblingsmoment war der als der Iso am Strand sass. Ganz vorn am Wasser. Direkt neben ihm hatte sich ein Pelikan niedergelassen. Beide schauten einträchtig aufs Wasser und beobachteten die Delfine, die keine 5 Meter von ihnen entfernt im Wasser hin- und herschwammen. Die beiden waren so in ihre Beobachtungen vertieft, dass sie nicht bemerkten wie 2 Emus hinter ihnen entlangschritten. (Kein Foto, leider.)
  • Das Räupchen fand die Delfine langweilig. Auf unser ständiges euphorisches „Guck mal, da ist wieder ein Delfin“ folgte immer ein genervtes „Kiitos!“ (=Danke, fertig.)

  • Räupchens Wortschatz umfasst nun auch Meer, Muschel, Alge, Wind und herrlich.

Dieser Beitrag wurde unter Ausgeflogen, Down under veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Und, wie wars so?

  1. Kathrin schreibt:

    Wie schön!!
    Bei unserem Schneematsch-Wetter und dem Megastress auf Arbeit werde ich nun doch etwas neidsich. Trotzdem sei es euch von ganzem Herzen gegönnt.
    In Neuseeland gab´s auch so tolle Straßenschilder, z.B. mit Pinguinen oder Kiwi´s. Du erinnerst dich bestimmt an die Fotos?!
    Viele liebe Grüße
    Kathrin

  2. Imke schreibt:

    Das sieht ja nach einem tollen Urlaub aus! Und das Räupchen ist ja riesengross geworden.
    Emus und Delfine hab ich auch gesehen, als ich in Australien war. Aber was ist das auf dem Schild für ein Tier?

    Viele Grüsse aus dem dunklen und kalten Finnland (meine Finnen sagen, so früh kam der Winter hier in Oulu noch nie, es ist schon bestimmt drei Wochen ständig unter Null Grad…)!

    • Pinni schreibt:

      Das ist ein Bilby (Kaninchennasenbeutler). Leider nicht in echt gesehen, die sind ja alle nachtaktiv hier.

      Und ich erinnere mich an 2002, da gab es doch auch Frost von Anfang Oktober – Ende März. Das haben die Finnen sicher verdrängt ;-)

  3. suse schreibt:

    Das ist so schön und spannend. Bist Du sicher, dass Ihr wiederkommen wollt? ;)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s