In Europa

  • Ich hatte mich so auf den finnischen Inlandsflug gefreut. Ich sehe gern die Welt von oben und auf einem so kurzen Flug hat man genau die richtige Höhe. Und dann wurde mir zum ersten mal im Flugzeug schlecht. So richtig. Das Tütchen hatte ich zitternd in der Hand bis wir landeten. Dann konnte ich es zum Glück zurück stecken (unbenutzt).
  • ‚Pinni, jetzt bist du endgültig kein kleines Mädchen mehr!‘ schoss mir durch den Kopf als ich den Chauffeur im Anzug am Flughafen stehen sah, der ein Schild mit meinem Namen hochielt. Er zog kurz die Augenbrauen hoch. Wahrscheinlich haben die Leute, die er normalerweise abholt keine Turnschuhe und Wanderrucksäcke.
  • Dass ich Turnschuhe anziehen soll hat mir die Freundin geraten. Damit ich ich bin. Und so war es genau richtig.
  • Als ich also von einem zum anderen Ende Wiens gefahren wurde und die Leute draussen beobachtete, wurde mir klar, dass ich 24 Grad und Sonnenschein unterschätzt hatte. Die folgenden 2 Tage musste ich schwitzen. Immernoch besser als frieren.
  • Und ich war geblendet von so viel grün. Und überall Blüten! Ich weiss gar nicht wann ich zum letzen mal einen blühenden Kastanienbaum gesehen habe.
  • Wien! Was für eine schöne Stadt!
  • Das Institut ist ganz klein und gemütlich und liegt auf einem Berg. Vor ein paar Jahren hätte ich wohl dort anfangen können zu arbeiten. Nicht der schlechteste Ort.
  • Spätestens am nächsten Morgen wurde klar, dass all die Aufregung meinerseits gar nicht nötig war. Ich habe mich selten auf Anhieb mit Fremden so wohl gefühlt.
  • Der seltsamste Moment war der, als ich mit einem meiner (Wissenschaftler-)Helden und seiner Doktorandin an einem Tisch sass. Um Wissenschaft zu besprechen. Und mir die Doktorandin eröffnete, ich sei ihre Heldin seit der ersten Stunde. Da hab ich kurz gelacht.
  • Gefrühstückt habe ich auf einem riesigen Schlossbalkon. Mit Blick über die Stadt.
  • Was macht man übrigens wenn man keinen Fön hat und mit einem sehr dichten Pelz gesegnet ist? Richtig, man steht morgens 3 Stunden eher auf als nötig…
  • Dafür war der Vortrag dann auch wirklich gut vorbereitet.
  • Ich habe ein siebenjähriges Kind getroffen, das mühelos zwischen 3 Sprachen hin- und herwechseln kann und in mindestens 2 Sprachen Witze reisst. Faszinierend.
  • Ein klein wenig Zeit zum Stadt anschauen und Mitbringsel besorgen blieb auch. Bei „Brauchens a Sackerl?“ musste ich schonwieder lachen. Sehr süss.
  • So ein „Würstel“ konnte ich leider nicht mehr probieren. Und vieles nicht sehen. Aber man soll sich ja immer etwas aufheben, damit man wiederkommen kann.
Dieser Beitrag wurde unter Ausgeflogen, Von Mäusen und Schmetterlingen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s