Aus die Maus?

Heute war ich in der Forschungsstation. Viele kleine Mäuse mit rotem, weichem Fell und schwarzen Knopfaugen in der Hand gehalten, abschliessende Handgriffe zum Experiment getätigt, letzte Mäusebabies gewogen, Mäuseurin unter UV-Licht ausgewertet, aufgeräumt. Zum Schluss drei Räume voller Mäuse verschenkt. Und immer wieder ‚Vielleicht zum letzten mal.‘ gedacht.

Als ich damals die Forschungsgelder für dieses Projekt bekam, fühlte sich das an als wäre mein Einkommen für die Ewigkeit gesichert. In ein paar Monaten läuft das Projekt aus und ich hatte schon eine Verlängerung durch die Babypause.

Ich erinnere mich, vor genau 12 Jahren und dann noch ein mal vor genau 6 Jahren, da hatte ich schon einmal solche ‚Vielleicht zum letzten mal.‘-Tage in genau der selben Forschungsstation. Deshalb habe ich es heute nicht so schwer genommen. Die Zeit wird zeigen ob aller guten Dinge drei sind oder vielleicht doch vier. Und wie lange noch der Spass an der Wissenschaft all den Stress, den Druck und die ewig ungewisse Zukunft ausgleichen kann.

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