Vom Urlaub, Woche 3

Las Vegas – Death Valley

-Las Vegas: schon auf der Fahrt nach Las Vegas wird einem der Irrsinn dieser Stadt bewusst. Kilometer um Kilometer durch Wüste in den Bergen, bergige Wüste. Und mitten im Staub eine Grossstadt. Eine Stadt, die acht der zehn grössten (zimmerreichsten) Hotels der Welt beherbegt und die von Glücksspiel und Shows lebt. Von Hotels, die einen Trumpf nach dem anderen ziehen und somit seltsame Blüten treiben. Muss man gesehen haben. Die Kasinos bestehen enttäuschenderweise fast nur aus Spielautomaten, sind finstere Höhlen und stinken nach Zigarettenqualm. Ist es möglich, dass wir die einzigen Touristen sind, die nicht einen Cent für Glücksspiel ausgegeben haben? Es juckt uns nicht im Geringsten. Und das obwohl man fast immer durch ein Kasino muss um zu den Attraktionen zu kommen. Selbst auf dem Weg zum Frühstück müssen wir durch. Wir sehen eine Zirkusvorführung, die wirklich schönen Bellagio-Fontänen (mehrmals), den Eifelturm, die Brooklyn Bridge (schon wieder!) und Venedig. Alles an einem Tag! :) Venedig übrigens innen, mit sehr echt wirkendem Himmel (Truman Show?) und im Kanal fahren Gondeln mit italienisch singenden Gondolieri. Wir müssen lachen. Der Iso fährt in etwa 300 Meter Höhe, auf dem Stratosphere Aussichtsturm, Karussel. Mir reicht das Zusehen und selbst das ist fast schon zu viel. Wir verbringen viel Zeit in und an den Hotelpools und besuchen einen Spielplatz, denn so viel Tohuwabohu hält ja kein Mensch auf Dauer aus. Nach 3 Tagen kehre ich der Stadt gern den Rücken.

-Death Valley: Ich nehme es gleich vorweg. Das Death Valley war mein persönliches Highlight des Urlaubs. Was für eine Schönheit! Wir wohnen in einem kleinen Ort am Rande des Nationalparks. Hier gibt es keinen Handyempfang und gleich gegenüber dem Motel ist ein Saloon. Am Strassenrand grasen ein paar Esel, die Menschen sind alle weder aufgesetzt noch von Herzen freundlich. Ich fühle mich wohl. Das Frühstück bei “Mel’s Diner” ist grossartig. Das sind so Orte, die ich sehen wollte. Stinknormale Orte, an denen man ein Omelette aus 6 Eiern bekommt. Von dort aus spektakuläre Fahrt ins Death Valley, wir machen grosse Augen. Ein Stinktier läuft über die Strasse. 25 Grad! Wir erkunden einen Salzsee. Unter unseren Füssen ist es weiss und knirscht auch wie Schnee. Amerikaner machen SchneeSalzengel. Wir schlecken lieber an Steinen und es ist wirklich salzig. Sehr. Wir laufen durch einen Canyon und bewundern grüne, lila, rote… Gesteinsformationen. Am zweiten Tag sehen wir uns die Sanddünen an. Toll! Die sind viel grösser und weitläufiger als wir sie uns vorgestellt haben. Die Sandalen lassen wir am Parkplatz zurück, der Sand wärmt unsere kalten Füsse – auf dem Rückweg verbrennen sie fast. Wir sind erstaunt wie anstrengend es ist voranzukommen. Hochwärts kriechen wir fast, abwärts rennen wir. Und kommen mit einer Wasserflasche nicht annähernd so weit wie wir uns vorgestellt haben. Später noch tolle Aussichten hier und da. Von oben sehen wir, dass auch der Salzsee viel grösser ist als wir es auch nur erahnen konnten. Eine Geisterstadt besuchen wir noch in der Dämmerung. Ich mache 1000 Fotos von Steinen und Sand. Meine Augen leuchten hinter der dicken Staubschicht.

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5 Antworten zu Vom Urlaub, Woche 3

  1. Karen schreibt:

    Omelett aus 6 Eiern?! :-)

    Soll ich schon mal Eier kaufen gehen für übernächste Woche?

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