Im Sommer in Deutschland

War ich schon ewig nicht mehr. Der Sommer ist normalerweise die arbeitsreichste Zeit für mich. Und so hatte ich ganz vergessen wie schön es im Sommer in der Heimat  ist. Dass es auch dort Zeiten gibt in denen es nicht immer finster nieselt und Zeiten in denen alles wunderschön aussieht.

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Wir waren quasi die ganzen 2,5 Wochen draussen. Am meisten im Garten meiner Eltern. Einfach Abhängen. Ich musste sehr schmunzeln als ich mal abends im Bett diesen Eintrag las. Wahrscheinlich befanden wir uns zur gleichen Zeit sehr unweit von einander und erfreuten uns an genau den gleichen Dingen. Es ist toll wenn man bei der Ernte dabei sein darf, sonst aber keine Sorgen mit dem Garten hat :) Schmunzeln musste ich auch als ich diesen Eintrag las. Ich habe unbewusst die gleichen Fotos am gleichen Ort gemacht.

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Wir haben es uns gut gehen lassen. Das Räupchen hat die viele Aufmerksamkeit unendlich genossen. Die Oma wurde das AschenputtelSchneewitchenDornröschenuswSpiel nie müde. Auch die grosse Cousine, die unendlich verehrt und geliebt wird, spielte gern und geduldig mit der „Kleinen“. Und die Tante und alle anderen… Die Süssigkeitenquelle versagte nie. Unterwegs gab es viele Eisbecher und auch sonst.

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Wir haben mal wieder gar nichts gemacht sprach meine Mama am Ende des Besuches. Aber das stimmt gar nicht. Weil Kultur hier in Finnland immer ein bisschen zu kurz kommt wollte ich Kultur. Ich war auf einem Konzert. Till Brönner und Band spielten auf einer Seebühne. Die Stimmung war wunderbar. Rund um den See sassen Leute auf Decken und Campingstühlen, kauten ausgelassen auf ihrem Picknick und lauschten. Die Musik war toll, Seele streicheln. Aber sie war auch so – und das habe ich noch nie auf einem Konzert erlebt – dass man sich dabei immer mal mit der grossen Schwester unterhalten konnte. Über das Leben.

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Mit dem Räupchen war ich in einem Heckentheater. Prinzessin auf der Erbse, es war TOLL! Die zwei Schauspieler haben es geschafft nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen grossartig zu unterhalten. Da sass mein Kind nun dort vorn auf der Bühne. Und direkt neben ihr sass die Tochter meiner Freundin, die ich vor 12 oder noch mehr Jahren aus den Augen verloren hatte und hier zufällig wieder traf. Ganz ulkig ist das, wenn man jemanden, den man in seiner Teenagerzeit sehr gut kannte, nach langer Zeit wieder trifft und plötzlich sind wir Mama.

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Wir haben auch Freunde getroffen ohne sie vorher aus den Augen zu verlieren. Wir haben die Tanzaufführung meiner Nichte gesehen. Wir waren auf einer Kirmes. Und auf einer Gartenausstellung (von der auch hier die Rede war) mit wunderbarem Spielplatz und mit ganz unglaublichen Seifenblasenmöglichkeiten.

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Wir haben einen dreitägigen Familienausflug in den Thüringer Wald unternommen. Vierzehn Personen zwischen 0 und gerade frisch 66. Vier Generationen. Es war grossartig und ich habe gestaunt wie schön der Thüringer Wald in dem ich schon viel länger im Sommer nicht war, wie schön der ist.

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Die Künstlerin der Familie hatte ihre Schminke eingepackt und verpasste unserem Kind jeden Tag ein neues Gesicht. So toll!

Seltsamster Moment war übrigens der, als wir in Lauscha in einem allerliebsten Glaswarengeschäft plötzlich eine vertraute Sprache hörten. Ihana! Häh? Des Isos und mein Kopf flogen hoch, wir sahen uns mit kuchentellergrossen Augen an und drehten uns dann nach den zwei älteren finnischen Pärchen um, die sich verzückt mit Glaswaren eindeckten. Man trifft ja nun in Deutschland selten auf Finnen. Aber dann auch noch dort, am Pups der Welt. Und so stand dann vor dem Laden nicht nur ein Auto mit finnischen Kennzeichen (nämlich unseres) sondern zwei. Komischer als manche Begegnung im Wald.

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Von einem Erlebnis im Thüringer Wald spricht das Räupchen übrigens bis heute fast täglich. Das hat aber auch Spass gemacht.

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Spass gemacht. Genau das fällt mir ein wenn ich an den Deutschlandurlaub denke.

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3 Antworten zu Im Sommer in Deutschland

  1. eni schreibt:

    jaja, man lernt den sommer in thueringen erst wieder zu schätzen, wenn man lange nicht da war :)
    nach jena muesste ich auch mal wieder im sommer. ist schon ewig her. ja, seit wir weggezogen sind 2008 eigentlich.
    und uns sind an der ostsee auch so einige schweden ueber den weg gelaufen.
    wäre ja lustig gewesen euch zufällig zu treffen. aber dafuer waren wir zu sehr in der provinz.

  2. Karen schreibt:

    Also der Draht funktioniert tadellos! :-)

  3. Pingback: 2013 | Pinni

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