Auf Tagung

  • Sich am sehr sehr frühen Morgen aus dem Bett und Haus zu schleichen macht den Abschied für alle leichter. Um nach 3 Flügen für den Rest des Tages noch besonders aufnahmefähig an der Tagung teilzunehmen hilft es aber nur bedingt.
  • Zum Glück dauerte die Tagung ja eine ganze Woche und so hatte ich noch genügend Tage zum geniessen.
  • Ein Genuss war es wirklich, denn es war eine Säugetiertagung. Und da ist grundsätzlich schonmal jeder Vortrag hochspannend. Und es gibt immer mindestens ein schönes Foto zu sehen, selbst wenn es sich um Nacktmulle handelt :)
  • Ich selbst habe natürlich was über Mäuse erzählt.
  • Wissenschaftler spinnen. Ich habe einen spannenden Vortrag gehört, in dem es um ein Mäusemännchenpheromon ging, das sehr attraktiv für Mäuseweibchen ist. Dieses Pheromon wurde nach Mr. Darcy, dem Helden aus Stolz und Vorurteil benannt…
  • Menschenvorträge sind faszinierend. In diesem ging es um die Menopause, also darum warum wir Frauen nicht bis ans Lebensende Kinder bekommen oder aber, warum wir nach Fortpflanzungsende noch so lange Leben. Und zwar im Schnitt länger als Männer, die ja in der Regel bis ans Lebensende… usw. Wen’s interessiert: es hilft unseren Kindern bei der Aufzucht ihrer Kinder. Würde mich mal interessieren wie sich der Selektionsdruck in der heutigen globalen und mobilen Zeit, in der viele ihre Kinder weit entfernt von ihren Eltern aufziehen, wie es sich da also verschiebt.
  • Sehr nette Menschen habe ich getroffen. Zum Beispiel einen bekannten finnischen Künstler, der zwar kein Biologe ist, sich aber sehr für Tiere interessiert. Und jedem der wollte sein Forschungsobjekt gemalt hat, einfach so.
  • Ich mag ja so altehrwürdige englische Unis. „Fühlst du dich nicht auch so ein bisschen wie in Hogwarts?“ fragte mich die Freundin.
  • Neben der Arbeit war auch Zeit für Vergnügen. Irland macht einen verdammt netten Eindruck.
  • Das Wetter bestätigte alle Klischees.
  • Linksverkehr ist übrigens seit Australien gar nicht mehr komisch. Ich hatte überhaupt keine Probleme mich umzustellen.
  • Dafür gab es Verständnisprobleme. Oder wie stöhnte der finnische Kollege: „Boah, die sprechen hier so schlecht Englisch! Ich muss immer alles 3 mal sagen bis man mich versteht.“ :)
  • Ich hatte lange überlegt ob ich hinfahre. Selbst als sich ein Sponsor gefunden hatte, war ich unschlüssig. Jetzt bin ich froh. Es war nicht nur toll, es hat mich auch sehr motiviert. Zum Weitermachen. Trotz aller Hürden. Gerade als ich mich mit einer Bekannten dort über jene Hürden unterhielt verwies sie auf ihr T-Shirt. Darauf stand „Do what you love!“

 

Dieser Beitrag wurde unter Ausgeflogen, Von Mäusen und Schmetterlingen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s