Unnötige Momente

Solche, in denen du gerade mit deinem Kind auf’s Fahrrad steigen willst um den steilen Weg runter zu fahren und zunächst bemerkst, dass die Kette am Kinderfahrrad rausgesprungen ist und dann, während das Kind anfängt zu schreien, dass somit der Rücktritt nicht mehr funktioniert, du dein Fahrrad hinschmeisst und beginnst zu rennen, zu rennen so schnell wie du noch nie in deinem Leben gerannt bist, vor deinem geistigen Auge das Kind, das unentwegt „Hilfe! Mama, hilf mir!“ schreit, schon unten auf die Strasse rollen siehst, genau an der Stelle, an der du selbst immer 20 km/h zu schnell fährst, du einsehen musst, dass du das Kind mit rennen nicht einholst, endlich dein Gehirn einschaltest, jedenfalls teilweise, und schreist „Reeeechts! Fahr reeechts den Weg hoch!“, dein Kind am genannten Weg aber vorbei rollen siehst, weil es in diesem Moment schlecht die Hände vom Lenker nehmen kann um mit dem L-Trick nachzusehen wo rechts ist und du endlich schreist „Abbiegen, den Berg hoch Richtung Haus!“ und dein Kind die letzte Möglichkeit vor der Strasse wahrnimmt, abbiegt, bergauf rollt, endlich stehen bleibt, ihr euch zitternd wie Espenlaub umschlingt und losheult.

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Eine Antwort zu Unnötige Momente

  1. Meeresrauschen schreibt:

    Oh Gott, schrecklich solche Situationen! Musste ich zum Glück noch nie erfahren. Ich reiße mich aber auch nicht darum.
    Gut, dass es so ausging!
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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