Decke auf Kopf

So lange wie jetzt hatte Pauline noch nie Fieber. Und das habe ich vor fünf Tagen schon mal gesagt. Ist aber wohl nichts weiter, eine etwas langwierigere Virusinfektion.

Seit elf Tagen sind wir zu Hause. An manchen Tagen geht es ihr gut genug um aktiv zu sein, aber nicht gut genug um Kraft für Ausdauer aufzubringen. Dann will sie alle fünf Minuten etwas anderes machen und ich verbringe den Tag damit Brett- und Kartenspiele aufzuräumen, Knete vom Fussboden aufzusammeln, Kleber vom Esstisch zu wischen und Trillionen Stifte zu verräumen. An anderen Tagen liegt das arme kranke Hühnchen schlapp auf dem Sofa, hat zu nichts Lust und ich arbeite nebendran.

Mal abgesehen davon, dass es nicht schön ist Kinder leiden zu sehen, war es anfangs durchaus gemütlich. Wie vorgezogene Weihnachtsferien. Inzwischen allerdings kommt die Zimmerdecke meinem Kopf immer näher. (Pauline trägt’s mit Fassung.)

Deshalb war es ganz wunderbar, dass mich die Freundin fragte ob wir heute zum Weihnachtskonzert von dem Chor gehen wollen, der uns letztes Jahr so beeindruckt hat. Ich sass wieder eine Stunde lang mit Gänsehaut in einer meiner Lieblingskirchen. (Und in Finnland werden Kirchen selbstverständlich beheizt.) So schön.

 

 

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