An wen erinnert mich das nur?

Wir sitzen im Labor und untersuchen Fische. Beziehungsweise Fischaugen. Bevor ich die narkotisierten Tiere dem Chef mit der Spaltlampe anreiche, lese ich ihre Mikrochips ein damit wir wissen um wen es sich jeweils handelt. Bei einem propperen Kerlchen piept das Lesegerät zwei Mal und malt mir anschliessend zwei Identifizierungsnummern in den Computer. Ich runzele kurz die Stirn und reisse dann die Augen weit auf.

Ein propperes Kerlchen, wie ich sagte. Bei in Gruppen lebenden Fischen ist das so, dass es immer einen oder auch ein paar Individuen gibt, die – obwohl hier im Labor eigentlich ausreichend für alle vorhanden – alle verfügbare Nahrung an sich reissen und die Kollegen kaum etwas fressen lassen. Da Fische ihr Leben lang wachsen, und natürlich je mehr wachsen desto mehr sie fressen, entstehen irgendwann trotz Gleichaltrigkeit beträchtliche Unterschiede in Körpergrösse. Bis, ja bis die gierigen Egoisten irgendwann so gross sind, dass sie nur noch das Maul zu öffnen brauchen und mit einem Happs die Kleinen verschlingen.

Ach so, ja: Den USA und der Welt alles Gute!

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