Kalenderwoche 20

Schon wieder Freitag, dachte ich heute auf der Heimfahrt von der Uni. Die Wochen fliegen dahin, dachte ich kopfschüttelnd, ereignislos, eine wie die andere. Oder? Dachte ich dann. Moment mal:

Am Dienstag kam der Chef freudestrahlend in mein Büro um zu erzählen, dass er im Forschungsgelderlotto gewonnen hat. Er freute sich so sehr, dass er (finnischer Mann und alles) mich sogar umarmte. Und mir dankte, weil ich seinen Antrag kommentiert hatte. Ich freute mich mit. Sehr sogar. Ich weiss ja wie das ist. Und vielleicht, ja wer weiss, vielleicht kann mein Vertrag jetzt ja doch noch ein Mal verlängert werden.

Am Mittwoch stellte die Kieferorthopädin fest, dass nun alle Zähne in Paulines Mund an der richtigen Stelle sind und entfernte ganz überraschend die Zahnspange. Es ist ja nicht immer ganz so einfach hier mit den Ärzten, aber wenn mal wirklich was ist, insbesondere bei Kindern, dann klappt alles wie am Schnürchen. Und wir haben nicht einen Pfennig, Pardon Cent, dafür bezahlt.

Auch am Mittwoch kam die Nachricht, dass es mit einem Platz bei der rhythmischen Gymnastik leider nicht geklappt hat. Mir war etwas Bange davor das Pauline zu sagen, da sie der Entscheidung ziemlich entgegen fieberte, aber dann nahm sie es doch ziemlich gefasst auf. Eröffnet sie halt ihre eigene Mannschaft. Die ganze Woche schon hat sie mit zwei Schulfreundinnen in jeder Pause und jeder freien Minute am Nachmittag eine Aufführung mit Hulla-Hoop Reifen einstudiert. Die wollten sie dann gestern ihrer Klassenlehrerin zeigen, die immer Donnerstags die Pausenaufsicht hat, doch die befand, dass doch gleich die ganze Klasse zuschauen könnte. Dann besorgte sie für heute extra Lautsprecher, die an Paulines Handy angeschlossen werden können, und dann haben sich die drei Mädchen heute Morgen identisch gekleidet und sich die gleichen Frisuren machen lassen und schliesslich – mitten im Unterricht – ihre Aufführung gemacht. Vom benachbarten Kindergarten schauten auch ein paar Mädchen über den Zaun und baten im Anschluss um Autogramme :)

Als ich am Donnerstag Pauline und ihre Freundin vom Deutschunterricht abholte, gab es grosses Gelächter unter den wartenden Eltern. Es war allerdings die finnische Mutter, die uns darauf aufmerksam machte, dass in zwei Wochen die Sommerferien beginnen. Die SOMMERferien! Strand, baden und so weiter. Nun, die Bäume sind immer. noch. nicht. grün und die Seen haben eine Temperatur um die 5°C.

Wie auf’s Stichwort kletterte das Thermometer (Luft) heute auf sensationelle 22°C. Die Sonne schien zwar nicht, nein als ich für eine Stunde mit dem Iso raus ging (Pauline studierte bereits eine neue Aufführung ein) um das schöne Wetter zu geniessen, da regnete es die meiste Zeit. Aber hey! Ich konnte im T-Shirt nach Hause radeln und dabei die Woche resümieren.

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