Herbstferien, Tag 12 & 13

Gestern Nachmittag wurden wir zum Bahnhof gebracht und konnten die Sache mit dem Abschied schon mal üben. Kaum in Leipzig aus dem Zug gestiegen, fragte ich Pauline ob sie eigentlich Trabis kennt. Haben wir diese Wissenslücke nun auch geschlossen.

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Wir teilten uns ein Schweineohr im Hotelbett, machten uns anschließend schick und fuhren mit der Straßenbahn zur Hochzeitsfeier meiner urältesten Freundin. Wir beiden haben unsere gesamte Kindergarten- und Schullaufbahn gemeinsam bestritten und deshalb tonnenweise gemeinsame Erinnerungen. Mal von Skype abgesehen hatten wir uns jetzt aber seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen. Ihre Eltern, die immer offene Arme und Ohren für mich hatten und mich zu unzähligen tollen Ausflügen und in Urlaube mitgenommen hatten, hatte ich noch viel länger nicht gesehen. Trotzdem erkannte mich die Mama sofort und nahm mich freudig quiekend fest in die Arme. Und erzählte dann, dass das Brautpaar und dessen kleiner Sohn auf dem Weg zur Party einen Autounfall hatten (Gott sei Dank nur Blechschaden, dafür aber wohl enorm) und sich deshalb verspäten würden. So kam es, dass die Party mit über 2 Stunden Verspätung begann, als die armen Brautleute schon komplett fertig mit den Nerven waren und die Gäste, unter ihnen viele Kinder, müde und sehr hungrig. Mir tat das alles unendlich leid.

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Heute wurde der Sohn des Brautpaares 1 Jahr alt und auch getauft. So trafen wir uns alle, wenn auch nicht ausgeschlafen so immerhin erfrischt, morgens in der Kirche wieder. Gegen das anschließende Kaffee trinken sprach sich Pauline, die sich bei beiden Veranstaltungen unendlich gelangweilt und dennoch mit Engelsgeduld ausgeharrt hatte, vehement aus und da uns das Wetter bei unseren Alternativplänen (Völkerschlachtsdenkmal oder Zoo) einen Strich durch die Rechnung machte, gingen wir eben in den Bahnhofspromenaden ein wenig bummeln und fuhren dann zurück zu meinen Eltern. Ich fand unseren Ausflug aber trotz allem toll. Auf der Zugfahrt las ich in einer Zeitschrift über den Begriff Heimat. Menschen (und Autos :) ) wieder zu sehen, die einen ein großes Stück Kindheit begleitet haben, fühlt sich sehr wohlig und wie Heimkommen an.

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