Einigelung 15

Heute war der erste Tag im Jahr mit zweistelligen PLUSgraden. Es war auch der Tag an dem überall Huflattiche aus dem Boden schossen. Ganz sicher wäre es auch der Tag gewesen, an dem die ersten Krokusse aufgeblüht wären, wenn nicht die Hasen am Wochenende eine Krokusparty gefeiert hätten. Alles bis zum Boden abgenagt. Jaja, die Nächte waren kalt (zweistellige Minusgrade) und die Hasen sicher hungrig, aber ach… Immerhin, die schon hervorschauenden Tulpen scheinen weniger lecker zu sein, von denen sind (bisher) nur die Spitzen angenagt und ich hoffe vorsichtig.

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In der ersten Schulpause am Vormittag wollten wir nur mal kurz im Gärtchen gucken wie sich 8°C in der Sonne anfühlen. Zehn Minuten später hatte ich einen Laubrechen in der Hand und Pauline war dabei eine aufwändige Springseilaufführung einzustudieren. Nochmal zehn Minuten später warfen wir die Jacken von uns. Eine Stunde später beendeten wir die Pause. Das ist ja das Tolle an der momentanen Situation, das wir uns den Tag einteilen können wie wir wollen und das besondere Wetter einfach nutzen so lange es da ist (bis morgen Abend).

Nach dem Mittagessen waren es dann 14°C und wir waren schon wieder neugierig. Pauline wollte zunächst mehr Botschaften aussenden.

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Kleines Missgeschick passiert, deshalb mussten K und I in einem Buchstaben vereint werden. (Alles wird gut!)

Nachdem ich meinen Auftrag erledigt hatte (Regenbogen), beobachtete ich die Sprengung von Felsbrocken. Wie erwähnt wurde der Wald vor unserem Haus kürzlich abgeholzt. Dann die überraschend dünne Erdschicht abgekratzt und darunter sah es so aus, wie es überall hier aussehen würde: felsig. Grüsse aus der Eiszeit. Die stehen beim Hausbau im Weg und müssen gesprengt werden. Erst wurden kleine Löcher in den Felsen gebohrt, da kam der Sprengstoff rein, dann wurden dicke fette Gummimatten über den Felsen gelegt (ein Bagger erledigte das sehr elegant), dann eine sehr lange Zündschnur gelegt und KRAWUMM flogen die Gummimatten einen Meter in die Höhe und eine Staubwolke quoll hervor. Sehr beeindruckend.

Anschliessend mussten wir noch dringend einen Strauss Weidenkätzchen besorgen, damit wir unsere noch zu bemalenden Ostereier aufhängen können. Dabei kamen wir an einem Fussballplatz vorbei und hatten auch zufällig einen Fussball dabei. Ja, und dann waren wieder zwei Stunden um. Danach, das gebe ich zu, war es etwas schwierig sich noch einmal für Matheaufgaben und Wissenschaft zu begeistern, aber wir waren tapfer.

Die Schulen der Stadt verteilen ab heute regelmässig Lebensmittel an ihre Schüler. Normalerweise ist das Schulessen ja kostenlos und im Ausgleich konnte sich wer wollte für Lebensmitteltaschen anmelden und heute die Erste auf dem Schulhof abholen. Es wurde gebeten, dass ein Erwachsener mitkommt zum Tragen helfen, weil die Taschen so schwer sind. Wir kommen hier prima ohne Schulessen zurecht, aber ich finde das (gerade in Zeiten von Beurlaubungen und Kurzarbeit) eine super Sache.

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