Impfwoche

Dies war eine gute Woche für unsere kleine Familie.

Seit letzten Montag sind wir in der Impfreihenfolge bei der momentan letztmöglichen Altersgruppe der 12-15jährigen angekommen. Die zwei Impfzentren unserer Stadt boten für die Kinder und Jugendlichen direkt Pop-up-Impfungen an. Heisst also man darf einfach auftauchen, ohne Termin. Pauline hätte sich ihre am liebsten sofort am Montag geben lassen, aber die dusselige Mutter hatte ihre Krankenkarte mit in die Fischforschungsstation geschleppt und kam erst am Abend wieder nach Hause. Am Dienstag dann wollte sie wiederum nicht so gern für den Fall von Unwohlsein am nächsten Tag. Da war nämlich der erste Schultag nach den Sommerferien und das ist was, was man im Allgemeinen nicht so gern verpasst. Am Mittwoche dann fragte die Klassenlehrerin in die Runde ob schon jemand geimpft sei und 24 (!) von 27 frischen Sechstklässlern hoben die Hand. Pauline und ein weiteres Mädchen gaben bekannt, dass sie sich direkt nach Schulschluss impfen lassen würden. Das sind also 96% in den ersten drei Tagen und das, obwohl man sich ab nächster Woche auch ohne jeglichen Aufwand in der Schule impfen lassen kann. Beachtlich.

Der Mittwoch stellte sich übrigens als goldrichtiger Impftag aus. Am Morgen hatte das vorfreudig aufgeregte Kind schon den Frühstückstisch verlassen als meine Tasse noch voller Tee war und so las ich zur Beschäftigung die lokalen Nachrichten. Und da stand, dass in der Vorwoche erstmalig Impfdosen übrig geblieben waren und deshalb könne man ab Mittwoch und so lange der Vorrat reicht seine Zweitimpfung vorziehen, jedenfalls wenn die Erste mehr als zwei acht Wochen her ist. Meine war ja schon 10 Wochen her und mit den stetig steigenden Fallzahlen (erst letzte Woche gab es wieder einen neuen Tagesrekord) scharrte ich schon ziemlich mit den Hufen auf das es endlich Ende August würde. Das Scharren konnte ich nun einstellen, auch hier durfte man einfach ohne Termin kommen.

Ich holte also Pauline von der Schule ab, wir radelten die paar Meter zum Impfzentrum und währenddessen erzählte sie wie ein Wasserfall vom ersten Schultag und der neuen tollen Klassenlehrerin und den neuen netten Mitschülern. Im Impfzentrum war es wieder gut voll, die Schlange an der Anmeldung ging bis raus. Aber zack waren wir dran und ich reichte zwei Krankenkarten an der Plexiglasscheibe vorbei. Wir wurden in zwei unterschiedliche Flure zum Warten geschickt und waren deshalb kurz konsterniert. So war das nicht geplant. Eine Krankenschwester aber, die dafür da war um umherzugehen und schon Geimpfte zu fragen ob es ihnen gut geht, bekam das mit und nahm sich Pauline an. Ich ging also in meinen Warteflur, setzte mich, da hörte ich auch schon meinen Namen. Im Impfzimmer waren zwei Damen im deutlichen Rentenalter. Das hatte ich schon gelesen, dass für die Impfungen Krankenschwestern in Rente rekrutiert wurden. Beide waren sehr nett und kompetent und vor allem auf zack. „Die Einzelheiten weisst du ja schon vom ersten Mal, deinen eigentlichen Termin lösche ich jetzt gleich, da brauchst du dich nicht mehr drum kümmern.“ sagte die Eine, während mich die Andere impfte. Fertig. Als ich wieder raus kam stand Pauline plötzlich in „meinem“ Flur. Eine andere Krankenschwester hatte sie gebracht, nun sollte sie doch hier warten. Und so konnte ich sie doch noch begleiten, auch wenn wir uns hinterher einig waren, dass es gar nicht schlimm war und sie das auch allein geschafft hätte.

Am Freitag hatte der Iso regulär seinen zweiten Impftermin und jetzt sind wir zwei Mal zweifach geimpft und einmal einfach. Und erleichtert und froh.

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