Alltagsfotos 5/5 2022

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7:59 Uhr – Ich bin in diesem Jahr äusserst uninspiriert mit den Fotos. Naja Punkte gehen immer. Jedenfalls habe ich gerade Pauline verabschiedet – sie schreibt heute den letzten Test des Schuljahres und dann gehen sie (finnischer Sportunterricht ist einfach herrlich) zwei Stunden auf den Golfplatz Golf spielen – und mache mich jetzt auch abfahrbereit.

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17:13 Uhr – Ich komme zurück nach Hause, ziehe meine Schuhe aus und sehe, dass mein Strumpf kaputt ist und ganz bedröppelt guckt.

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18:40 Uhr – Ich habe Pauline zum Training gefahren und weil heute kurzes Training ist („nur“ zwei Stunden) vertreibe ich mir die Zeit mit einem Freitagabendspaziergang in der Nähe. Lange stehe ich auf der Eisenbahnbrücke und vorfreue mich auf den Sommer.

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19:14 Uhr – Leberblümchen!

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20:22 Uhr – Spaziergang und Training sind beendet. Auf der Heimfahrt halten wir noch kurz an der Bücherei um ein vorbestelltes Buch abzuholen. Bemerkenswert ist, dass das Buch für Pauline ist, die bis vor kurzem überhaupt nicht gern gelesen hat. (Freudig hüpfendes Mutterherz!)

Alltagsfotos 4/5 2022

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8:17 Uhr – Vor dem Gehen schnell noch Augentropfen. Die Birkenpollen soll der Teufel holen! (Besten Dank an die liebste Freundin, die mir diese Tropfen empfohlen hat, die sind wirklich super!) Leider kann ich bei mir selbst Augentropfen nur im Liegen verabreichen und nun liege ich hier so schön auf dem Sofa…

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8:34 Uhr – Ich habe mich doch aufgerafft, obwohl es schon wieder regnet. Auf dem Radweg muss man Slalom fahren um keinen Regenwurm zu überfahren.

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17:29 Uhr – Der Arbeitstag war… arbeitsreich. Ich nutze eine Regenpause um nach Hause zu fahren.

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19:44 Uhr – Wir haben Abendbrot gegessen und nun ist der Hamster dran. Ich gehe Löwenzahn pflücken und sehe, dass es draussen jetzt österlich wird.

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20:00 Uhr – Es muss am Wetter liegen. Ich habe das dringende Bedürfnis mich ins Bett zu legen und mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Eigentlich möchte ich Robbenfernsehen gucken, aber die sind gerade unterwegs. Also Fischadlerfernsehen. Der Lifestream ist mit Ton und ich höre so viele Vögel singen und rufen. Der Fischadler quietscht auch ein bisschen vor sich hin. Jetzt geht’s mir wieder gut :)

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Alltagsfotos 3/5 2022

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8:25 Uhr – Heute dann doch mal wieder Home Office. Ich erwarte ein Paket und ausserdem regnet und stürmt es. In der Wohnung ist es so finster, dass ich jetzt doch mal das Licht einschalte.

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11:23 Uhr – Trari trara, die Post ist da. In diesem liebevoll verpackten Karton befindet sich ein neuer Staubsauger. Unserer war kaputt und da die Garantie noch (lange!) nicht abgelaufen war, bat man mich das defekte Gerät nach Schweden zu schicken. Erst als es dort angekommen war, schickte man einen Neuen zu uns. Ich freue mich also, dass wir jetzt nach Wochen endlich wieder einen Staubsauger im Haus haben, aber leider ist es das falsche Modell. (AUGENROLL-EMOJI)

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12:04 Uhr – Mittagspause. Heute leistet mir Schorsch Gesellschaft. Wir hatten schon seit vielen Jahren keinen Vappu-Ballon mehr. Dieser hier ist uns quasi zugeflogen. Der Iso klaubte ihn von der sehr hohen Decke des Einkaufszentrums, wo er in der Woche vor Vappu beruflich zu tun hatte. Es tut mir schon leid für das Kind, dem er entglitten ist, aber er bereitet mir echt Freude.

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18:46 Uhr – Feierabend. Pauline kam etwas angeschlagen aus der Schule nach Hause, musste also nicht zum Training gefahren werden und so fiel auch mein geplanter Ausflug zum Gartenmarkt aus. Muss ich mich also anderweitig an Grünzeug erfreuen.

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19:32 Uhr – Ich bin durch den Wald zum See gelaufen und muss jetzt lachen.

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Alltagsfotos 2/5 2022

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8:59 Uhr – Den Rucksack passend zu den Strümpfen ausgewählt gepackt und nun wird’s aber wirklich höchste Zeit loszukommen. Pauline ist – der Streik ist zu Ende – schon vor 10 Minuten in die Schule gefahren. Höchst aufgeregt, denn heute erfährt sie wer ab August, wenn sie auf die „Oberschule“ (7.-9. Klasse) wechselt, ihre Mitschüler sein werden. Ihr grösster Wunsch ist, dass sie mit ihrer deutschen Freundin, die auch auf diese Schule gehen wird und mit der sie quasi seit ihrer Geburt unzertrennlich ist, in eine Klasse kommt. Bei acht Parallelklassen stehen die Chancen nicht allzu gross, aber tatsächlich klappt es :)

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11:33 Uhr – Gemeinsam mit meiner Freundin sitze ich im Kaffeeraum, wir essen Mittag und geniessen den Blick auf den eisfreien (!) See und den Hauch von Grün an den Bäumen. (Wie, ihr seht kein grün? Guckt mal richtig hin!) Die Freundin ist den ersten Tag seit ihrer Covid-Infektion wieder im Büro und wir unterhalten uns darüber wie unschön es ist, dass im Krankheitsfall niemand unsere Arbeit übernimmt, sondern sie sich einfach immer weiter auftürmt. Augen auf bei der Berufswahl!

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17:21 Uhr – Mit einer weiteren Freundin bin ich die Stadt gelaufen um gemeinsam ins Kino zu gehen. Ich komme mir etwas verwegen vor, da ich schon das zweite Mal in fünf Tagen im Kino bin. Aber nach zwei Jahren Pandemie gibt es einiges nachzuholen. Der neue Downton Abbey Film ist „comfort food“, so wie der Vorgänger und die Serie auch, allerdings waren wir uns hinterher einig, dass man es inhaltlich etwas zu gut gemeint hat. (Achtung Spoiler!) Eine Hochzeit, zwei Hochzeitsanträge, zwei andere Anträge, eine Krankheit, ein Todesfall, ein Baby, eine Reise an die Riviera , eine alte Liebesgeschichte, eine unsichere Vaterschaft, ein Filmdreh mit angeschlossenen Dramen… Uff.

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20:54 Uhr – Wir waren im Anschluss noch eine Kleinigkeit essen und trinken und jetzt bin ich auf dem Heimweg. Ich freue mich so über den eisfreien See und die inzwischen wieder ganz schön langen Tage (über 17 Stunden liegen zwischen Sonnenauf- und Untergang).

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21:34 Uhr – Ich habe die Familie begrüsst und gehe nochmal kurz in den Garten, weil dort jetzt wieder Hamsterfutter wächst.

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Alltagsfotos 1/5 2022

Nummer 8 der 5×5 Alltagsfotos im Mai. Ich bin jedes Jahr auf’s neue überrascht, dass ich überhaupt an die Fotoserie denke. Irgendwann mache ich  ein Fotobuch daraus.

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7:56 Uhr – Ich habe mich endlich aus dem Bett gequält, das war heute eine eher schwierige Angelegenheit. Montagmorgen plus Corona-Nachwehen und Pollenallergie… Da heute 9-18 Uhr das Wasser abgestellt wird, lege ich erstmal ein paar Vorräte an.

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8:13 Uhr – Ich frühstücke allein. Das Kind kann den fünften Wochentag in Folge ausschlafen, da die Lehrerinnen und Lehrer streiken. Zur Unterhaltung spiele ich Wordle. Eigentlich spiele ich niemalsnicht Online-Spiele, aber das hier ist toll. Das Allerbeste: man kann es nur einmal am Tag spielen und kommt nicht in Versuchung seinen Tag damit zu verbringen. Ausserdem spielt es meine Mama auch und ich liebe es mit ihr ausführlich die Lösungsworte und die Wege dahin zu besprechen.

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17:45 – Feierabend. Seit Anfang April bin ich zurück im echten office und es ist SO schön! Andere vier Wände, andere Leute, Gespräche auf dem Gang und im Kaffeeraum, Seminare in 3 D, ein fester Schreibtisch mit grossem Bildschirm und bequemen Stuhl davor, Arbeitsgruppentreffen mit Brettspielen, fertig gekochtes Mittagessen… Jetzt aber Heimweg. Angeblich sind 10°C, aber mir pfeift ein eisiger Wind um die Ohren und ich bin froh um meine Mütze und Handschuhe. Und ja, so hübsch sieht finnischer Frühling aus!

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19:12 Uhr – Ich habe das Gefährt getauscht und hole Pauline vom Training ab. Seit die Benzinpreise so hoch sind, lassen wir immer den Verbrauch anzeigen, was echt hilft sparsam zu fahren. Innerfamiliär hat sich ein kleiner Wettstreit darum ergeben, wer die Turnhallentour mit dem geringsten Durchschnittsverbrauch schafft. Als ich auf dem Parkplatz ankomme, habe ich einen neuen Rekord erreicht und muss ein Beweisfoto machen.

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20:26 Uhr – Immer noch kein Wasser und unsere Vorräte sind aufgebraucht… Ich werde erst etwas ungeduldig und dann fallen mir die Menschen in der Ukraine ein.

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Die letzten drei Monate im Schnelldurchlauf

Arbeit: Ich habe so viel gearbeitet wie schon lange nicht mehr. Altes Projekt zu Ende bringen und tausend Dinge für das Neue lernen waren an sich schon tagesfüllend. Dann fiel Ende Januar meine Chefin aus familiären Gründen aus und ich musste sie in vielen Angelegenheiten vertreten. Da ich ja gerade erst frisch in der Arbeitsgruppe angefangen hatte, (noch) keine Expertin im Forschungsthema bin und überhaupt gar nicht so richtig wusste wie der Hase läuft Fisch schwimmt, war das sehr sehr herausfordernd. Und zeitraubend. Daher die Stille hier. Gleichzeitig hat es aber auch Spass gemacht und ich habe viel gelernt. Als es Mitte April etwas ruhiger wurde bekam ich eine Corona-Infektion.

Corona: Inzwischen ist die ganze Familie durch damit. Überhaupt kenne ich kaum noch jemanden, der es noch nicht hatte. Fazit: Corona ist wie ein Überraschungsei. Ob man sich bei Kontakt ansteckt, welche Symptome man bekommt, wie schwer man erkrankt und wie lange man braucht um wieder fit zu sein. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass wir drei schonmal die gleiche Krankheit hatten und die dann so unterschiedlich ausfiel. Als Pauline im Februar krank wurde, und das ziemlich heftig dafür, dass es bei Kindern ja nichts weiter ist und sie ausserdem auch geimpft war, da haben wir sie nicht isoliert. Angesteckt haben wir Eltern uns trotzdem nicht. Zwei Monate später hatte plötzlich der Iso einen positiven Test. So richtig wissen wir immer noch nicht wo er sich angesteckt hat, irgendwie auf der Arbeit, aber dort wurde zu dem Zeitpunkt noch Maske getragen (inzwischen sind alle Einschränkungen aufgehoben). Zwei Tage später konnte auch ich dann zwei Teststreifen vorweisen. Trotz unterschiedlicher Symptome war es übrigens bei keinem von uns „nur ein Halskratzen“ oder auch „nur eine leichte Erkältung“. Ganz im Gegenteil ging es uns allen so richtig dreckig und knapp vier Wochen nach meinem positiven Test brauche ich immer noch deutlich mehr Schlaf als vorher.

Teenager: Als Mutter und Vater mit der Seuche im Bett lagen, wurde das Kind dreizehn!!! Die Geburtstagspläne fielen so – danke für nichts, blödes Kack-Virus – zum dritten Mal in Folge ins Wasser. Sie trug es einigermassen mit Fassung und wir machten das Beste draus. Immerhin waren die Gymnastik-Wettkämpfe besser getimt, einer vorher und einer danach. So konnten wir ihre neue Mannschaft zwei mal anfeuern und dabei sein als den strahlenden Mädchen Medaillen um den Hals gelegt wurden.

Politische Lage: Womöglich wird Finnland schon bald der Nato beitreten. Allein die momentane Diskussion darüber wäre noch vor einem halben Jahr undenkbar gewesen. Aber wenn man sich eine über 1000 km lange Grenze mit Russland teilt und mit der Vergangenheit vertraut ist, sieht man den Krieg in der Ukraine auch noch mal aus einer anderen Perspektive. Angst und Sorgen sind hier durchaus präsent und ich kann den Wunsch vieler Finnen gut verstehen jetzt doch der Nato beitreten zu wollen. Auch wenn ich es schade finde, denn ich war immer stolz auf die Neutralität Finnlands und seine Rolle als Vermittler. Aber was will man machen wenn der Nachbar wahnsinnig geworden ist?

Winter, ade: Die Sache mit dem Frühling zieht sich in diesem Jahr ganz besonders in die Länge. Seit Februar liegt zwar irgendwie Frühling in der Luft, aber erst jetzt sind die 80 cm Schnee weitestgehend verschwunden (die Loipenpflege wurde in diesem Jahr am 1. Mai eingestellt – man hätte fünf Monate lang Ski fahren können wenn einem nicht Anfang März der Skistock zerbrochen wäre oder es in den Läden noch welche zu kaufen gegeben hätte) und die Seen tauen in Zeitlupe auf. Immerhin habe ich gestern die ersten kleinen Blättchen an einer Birke gesehen. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, an allen Fronten.

Finnlandtag Nummer 20

Letzten Samstag jährte sich der Tag, an dem wir „für vier Jahre“ nach Finnland zogen zum zwanzigsten Mal. Zwanzig!!! Einerseits ist es unvorstellbar wie die Zeit so schnell vergehen konnte, andererseits fühlt es sich schon ziemlich lange her an. Dieser Tag, an dem wir mit einem Auto voller Umzugskisten von der Fähre rollten, grosse Augen über den vielen Schnee machten und unsicher mit unseren Ganzjahresreifen weiter Richtung Norden rutschten.

Ich kann gar nicht sagen wann uns klar wurde, dass es nicht nur bei den geplanten vier Jahren bleiben wird, aber ich glaube es war ziemlich schnell. Weil wir uns so wohl fühlten, angekommen und zu Hause. Das hat sich in all den Jahren nicht geändert, auch wenn irgendwann die Faszination des Neuen nachlässt und der Alltag einzieht (und man jeden Wanderweg gegangen ist). Deshalb ist der 26. Februar immer noch ein innerfamiliärer Feiertag, der Finnlandtag.

Wir begingen ihn würdig. Wir schnallten uns die Skier, die wir damals gekauft hatten und mit denen wir überhaupt erstmal Skier fahren gelernt hatten, unter und fuhren 15 km über einen winzigen Teilausschnitt von Finnlands zweitgrösstem See. Genauer gesagt einmal um eine seiner vielen Inseln herum. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, die Sonne schien wie verrückt von einem knallblauen Himmel und es war fast nicht kalt :)

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Wir glitten vorbei an Alvar Aaltos Sommerhaus (Experimentalhaus), das an einer wunderschönen Stelle liegt. An riesigen Findlingen mit Schneehaube. An anderen Inseln und Inselchen. Auf einer machten wir eine ausgedehnte Pause und hielten die Nasen in die Sonne. Den Stein, auf dem wir sassen, hatte sie für uns angewärmt.

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Wir kamen an Stellen vorbei, an die wir im Sommer niemals kommen würden, da dort keine Strassen und Wege hinführen und wir so eingefinnischt immer noch nicht sind, dass wir ein Boot besitzen würden. Manchmal quatschten wir und manchmal fuhren wir schweigend hintereinander her. Dann dachte ich dankbar und glücklich über die letzten zwanzig Jahre nach.

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Wir haben nie gesagt, dass wir für immer bleiben. Denn wer weiss das schon. Aber noch immer kann ich mir keinen besseren Wohnort vorstellen.

Vorm Schlafengehen kurz noch mal aus dem Fenster sehen

Lohnt sich. Gestern kurz vor Mitternacht, meine Augen waren schon halb zu, schaute ich noch mal raus, weil für’s Wochenende gute Chancen für Polarlicht vorausgesagt waren. Und tatsächlich tanzten grüne Schleier über den Himmel.

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Ich informierte umgehend das ebenfalls gerade ins Bett gehen wollende Kind, welches zwar fast 13 Jahre alt ist und ihr ganzes Leben in Finnland verbracht hat (bis auf ein halbes Jahr als Einjährige), aber noch nie Polarlicht gesehen hat. Zack, standen wir vor der Tür. Beziehungsweise lagen im Schnee.

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Anfangs noch recht leicht bekleidet, aber als das Zauberlicht immer intensiver wurde und gar nicht mehr aufhören wollte, wir jedoch inzwischen zitterten wie Espenlaub, flitzten wir hektisch ins Haus zurück um uns diverse Kleidungsstücke über zu werfen. (Bis zuletzt steckte ich allerdings mit nackten Füssen in meinen Winterstiefeln. Keine Zeit, musste gucken.)

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Polarlichter sind in Mittelfinnland gar nicht so häufig zu sehen und wenn, dann sind sie meist so schwach, dass man sie in der Stadt mit ihren vielen Lichtquellen gar nicht richtig erkennen kann. Mal abgesehen davon, dass der Himmel natürlich auch wolkenlos sein muss. Gestern aber, da passte alles und wir erlebten ein echtes Spektakel.

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Wie gut, dass ich noch mal aus dem Fenster geschaut habe, auch wenn sich die Ins-Bett-geh-Zeit dadurch um zwei Stunden verschob.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Als ich letzten August im Impfzentrum meine zweite Dosis Comirnaty bekam, dachte ich mir zwar schon, dass ich noch mal wiederkommen würde, aber dass es so schnell passieren würde habe ich damals nicht erwartet. Und da war ich mit heute sogar schon spät dran – die liebste Freundin im Südwesten hätte ihren Booster schon vor über 3 Wochen haben können. In unserer Gemeinde dürfen die unter 60jährigen (Risikogruppen ausgenommen) erst seit letzter Woche die dritte Impfung bekommen und auch nur dann wenn die Zweite schon mindestens 5 Monate her ist. Das wäre bei mir vorgestern gewesen. Da war ich aber den ganzen Tag damit beschäftigt Fische zu vermessen. Gestern ebenso, aber ob ich bei -25°C zum Impfzentrum spaziert wäre (man darf derzeit einfach immer ohne Termin kommen) weiss ich sowieso nicht. Heute war es 28°C wärmer (!) und die Fische fertig vermessen, da konnte ich gut den Impfspaziergang antreten. Man ist dann beim dritten Mal kein bisschen mehr aufgeregt: reicht routiniert die Krankenkarte an der Plexiglasscheibe vorbei, schreitet in den angewiesenen Warteflur, wartet ein paar Minuten bis man aufgerufen wird, geht ins Behandlungszimmer, zieht den linken Arm aus dem Pullover, hört sich kurz an warum man heute zur Abwechslung mal Moderna bekommt, steckt den Arm wieder in den Pullover, setzt sich 15 Minuten lang zurück in den Flur und verlässt freundlich dankend das Impfzentrum.

Neu war heute, dass ich direkt in die nächste Tür des Gebäudes wieder rein ging. Dort befindet sich ein (Vor-) Wahllokal, denn Finnland wählt mal wieder. Es gab kürzlich eine Gesundheitsreform, deren grösste Änderung beinhaltet, dass die 321 Gemeinden des Landes, die sich bisher um Gesundheit und Soziales gekümmert haben, in 21 Verwaltungseinheiten (Landkreise?) zusammengelegt werden. Der Gedanke dahinter war Bürokratie einzusparen, aber böse Zungen behaupten, dass jetzt alles nur noch komplizierter wird. Wir werden sehen. Jedenfalls sollen die Vertreter jeder Verwaltungseinheit demokratisch gewählt werden. Eigentlich immer gemeinsam mit den Kommunalwahlen, aber da die ja erst letzten Sommer waren, gibt es jetzt einmalig eine extra Wahl. Es wird eine extrem niedrige Wahlbeteiligung erwartet, weil eben gerade erst eine Wahl war und niemand so richtig durchzublicken scheint worum es eigentlich geht. Dabei wird es einem hier so einfach gemacht. Es gibt leicht verständliche Artikel in denen alles erklärt wird, es gibt die tollen Wahl-O-Mate (in sechs Sprachen!) und wie immer kann man bereits im Vorfeld an vielen strategisch günstigen Orten wie Supermarkt, Bibliotheken und Sportplätzen (Pandemie-gerecht draussen) wählen gehen. Und jetzt auch im gleichen Gebäude wie das Impfzentrum, wie genial ist das denn bitte?

Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls darüber, dass ich als nicht Finne wählen darf (tatsächlich beinhaltet die Reform auch eine Verordnung, die besagt dass jeder Patient das Recht hat in seiner Muttersprache behandelt zu werden oder zumindest in einer Sprache die er beherrscht) und dass ich der leider auch hier hoch ausschlagenden Omikronwelle nun etwas geschützter entgegen treten kann.

Weihnachten 2021

Es ist gleichzeitig traurig und schön, dass seit diesem Jahr der Nussknacker meiner Grosseltern mit uns Weihnachten feiert.

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Traurig, weil sie nun beide nicht mehr da sind, ihn am ersten Advent nicht aus einer Kiste holen und aufstellen können. Schön, weil ich ihn seit meiner Kindheit liebe. Nicht ganz so sehr wie seinen Zwilling, der genau gleich aussieht ausser dass seine Haare weiss und viel weicher sind und mit dem ich aufgewachsen bin. Aber da meine Grosseltern beide am 25. Dezember Geburtstag hatten, sind wir oft am ersten Weihnachtsfeiertag zu ihnen gefahren und da stand er jedes Jahr, in der guten Stube an der gleichen Stelle. Mit diesem hier durfte man freilich nicht spielen (der Nussknacker aus meinem Elternhaus ging durch alle Kinder-, Enkel-, und Urenkelhände – ich habe stundenlang seinen Bart gestreichelt (vermutlich Kaninchenfell) und als ich einmal un_be_dingt Nüsse damit knacken wollte, bekam ich ein paar Erdnüsse gereicht), aber ich habe ihn gern auch einfach angesehen.

Jetzt steht er in Finnland und hat sich vermutlich ein bisschen gewundert über das unkonventionelle Weihnachtsfest, dass sich da vor seinen Augen abspielte. Es fing schon mit dem Weihnachtsbaum an, der nicht erst an Heiligabend sondern bereits am 4. Advent aufgestellt und geputzt wurde und ausserdem ziemlich klein ist. Ich habe dem Nussknacker aber erklärt, dass es nur eine Ausnahme oder besser gesagt ein Kompromiss ist, weil wir kurz nach Weihnachten in den Urlaub fahren aber nicht auf den Baum verzichten wollen. Dann gab es an Heiligabend zur besten Kaffeezeit das Weihnachtsessen, was weder Kartoffelsalat mit Würstchen noch Gänsebraten war, denn wir haben ja seit letztem Jahr an Weihnachten ein Themenessen.

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In diesem Jahr wurde mein Vorschlag ausgelost, was mich tatsächlich erstmal ein wenig ärgerte, denn ooooh ein Mumin-Weihnachtsessen! Es hätte Pfannkuchen geben können! Aber die russischen Eier, die Wareniki mit Schaschlik und russischem Möhrensalat und schliesslich der russische Zupfkuchen (jaja, ist gar nicht russisch, hat’s aber im Namen) die da auf den Tisch kamen waren auch sehr lecker. Auf das Thema bin ich übrigens gekommen, weil ich in Tallinn so angetan von den Wareniki war (obwohl sie dort Pelmeni hiessen). Später konnte sich der Nussknacker „Stille Nacht“ als Kanon anhören, der sich (unabsichtlich) ergab als wir in einer Video-Konferenz mit Familie in Deutschland und Estland sangen. Immerhin die Bescherung fand ordnungsgemäß unter dem Baum statt, wo sich zeigte, dass ich in diesem Jahr besonders brav gewesen sein muss.

Am ersten Weihnachtsfeiertag wischte sich der Nussknacker erneut die Augen, denn es gab einfach nur Reste vom Vortag zu essen, wieder am Nachmittag, im Bademantel (Saunapause) und AUF DEM SOFA. Auch sonst waren die Feiertage ausnehmend gemütlich. Wir fuhren Schlittschuh auf dem Stadtsee, spielten Federball in der Turnhalle und viele Brettspiele zu Hause, tranken dabei literweise Tee und assen ähnlich viel Schokolade.

Wintersonnenwende

Die Tage fegen vorbei wie Schnee im Sturm. Wie immer gegen Ende des Jahres gibt es unglaublich viel zu tun und wie immer möchte ich eigentlich einfach nur schlafen. Da fällt das Tagebuchschreiben als Erstes hinten runter. Dabei gäbe es soviel zu erzählen. Von Corona und dass der frühe Zeitpunkt unserer Weihnachtsfeier, über den ich mich im letzten Eintrag noch lustig gemacht habe, sehr schlau gewählt war. Längst sind wir alle zurück im Homeoffice. Oder von meinem neuen Job, in dem ich weder Fische, noch Mäuse oder Schmetterlinge jongliere, sondern Zahlen. Von Pauline, die sich spontan entschlossen hat die Gymnastikmannschaft zu wechseln und jetzt noch mehr trainiert und sehr glücklich damit ist. Vom Filmkonzert „Der Schneemann“, in dem ich in diesem Jahr mit meinem jüngsten Patenkind war und an dem wir beide sehr viel Freude hatten. Der Kinobesuch im November an dessen Ende die Mundschutzmasken aller Besucher mit Tränen getränkt waren. Von dem unglaublich schönen Dezember, der abgesehen von ein paar wenigen Tagen sehr winterlich und überraschend sonnig war.

Was ich mir nämlich konsequent bewahrt habe – viel zu tun hin oder her – sind die Homeoffice-Spaziergänge. Fast immer in der Mittagspause um so viel Licht wie möglich abzubekommen (siehe oben, müde). Gestern zur Wintersonnenwende verteidigte meine Bürokollegin ihre Doktorarbeit (selbstverständlich online) und da das traditionell zur Mittagszeit beginnt, drehte ich meine Runde schon etwas eher. Zum Sonnenaufgang 10 Uhr. Schon lange habe ich nicht mehr so etwas Schönes gesehen. Ich lief langsam und mutterseelenallein über den zugefrorenen See, während langsam ein oranger Ball über den Horizont kroch. Es war bitterkalt aber windstill und ich blieb immer wieder stehen, guckte und atmete.

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Fünf Stunden später, die Kollegin war gerade Frau Doktor geworden, ging die Sonne wieder unter. Dafür hat sie wirklich alles gegeben bei ihrem kürzesten Auftritt des Jahres.

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Wäre das auch gleich erledigt

Letzte Woche war ich auf einer Weihnachtsfeier. Der praktisch veranlagte Finne hat sich gedacht: Legen wir doch gleich den allherbstlichen Erholungsnachmittag (oder wie auch immer man das übersetzen könnte) und die Weihnachtsfeier zusammen. Da der Erholungsnachmittag traditionell mit Aktivitäten draussen einhergeht und es Richtung Weihnachten eher nicht heller oder wärmer wird, machen wir eben die Weihnachtsfeier am 12. November. Schließlich stehen auch schon seit zwei Monaten die Weihnachtspralinen in den Läden.

Dafür war es so viel schöner als sonst (sonst = Karaoke und Besäufnis). Wir fuhren mit drei Reisebussen (ALLE hatten sich angemeldet, endlich war mal wieder was los) in einen Zoo, der seit kurzer Zeit von meinem ehemaligen Mäusekollegen geleitet wird. Ankunft war 16 Uhr, das Novemberschummerlicht hatte sich gerade in tiefschwarze Nacht verwandelt. Und wir fragten uns ob wir wohl überhaupt ein einziges Tier sehen würden. Aber wir sind schliesslich Biologen, hatten selbstverständlich alle eine Stirnlampe auf dem Kopf und sahen natürlich alle vorhandenen Tiere. Bis auf die Bären, die Glückspilze hatten sich eine Woche zuvor in die Winterruhe begeben. Im Dunkeln im Zoo war es sogar ziemlich schön und spannend. Weil man die Zäune gar nicht richtig sah, fühlte es sich ein bisschen an wie in freier Natur. Und wie schön die Wolfsaugen leuchten, wenn man sie mit einer Stirnlampe anleuchtet. Die Tiere störten sich nicht gross an uns, die sind sicher einiges gewöhnt. Ausserdem hörten sie die ihnen wohlbekannten Stimmen unserer zwei Begleiter, der ehemalige Kollege und eine ehemalige Studentin unserer Uni, die uns viele interessante Details erzählten. Wie sie das Wisent mit der Fähre und einem Pferdeanhänger aus einem Zoo in Schweden abgeholt hatten. Wie die zwei Schneeeulen fast verhungert auf einem Frachtschiff im Ärmelkanal gelandet sind und von den Matrosen aufgepäppelt und an Land gebracht wurden. Die Namen jedes einzelnen Tieres, die die Pfleger vergeben dürfen (es gab zwei Eulen namens Dienstag und Donnerstag). Als wir bei den Elchen ankamen (es ist ein nordischer Zoo mit Tieren die sich im kühlen Klima wohl fühlen) brannte ein behagliches Lagerfeuer und es stand Glögi bereit. Und wie wir dort so standen, da fingen die Elche sehr lustig an zu brummen und zu knurren. Später wurden extra für uns noch die Schneeleoparden und die Vielfrasse gefüttert und ich lernte warum die Vielfrasse so lustig tänzelnd laufen: sie haben nämlich überdimensional grosse Pfoten damit sie gut und schnell über Schnee laufen können um Rentiere zu erlegen. Und nun laufe mal ohne Schnee mit Schneeschuhen an den Füssen!

Nach zwei Stunden liessen wir die Tiere schliesslich in Ruhe und spazierten zum Restaurant im gegenüber gelegenem Hotel. Dort entglitten mir kurzzeitig die Gesichtszüge, denn das es finnisches Weihnachtsessen geben würde hätte ich mir zwar eigentlich denken können, aber ich hatte tatsächlich mit etwas Leckerem gerechnet :) Dafür hatte ich sehr nette Tischgesellschaft, es gab lustige Spiele und die unverzichtbaren Reden. Eine war für eine Sekretärin, die nach 43 Jahren bei uns Biologen in Rente gegangen war und sich stets mit unfassbarer Geduld und Freundlichkeit um unsere durchaus bizarren Belange und sagen wir mal ungewöhnlichen Characktere gekümmert hatte. Wir dankten ihr und sie hielt ebenfalls eine kurze Rede, die sie mit „Passt gut aufeinander auf!“ schloss.

Als ich sehr spät wieder zu Hause war, konnte ich noch lange nicht einschlafen, weil es so aufregend gewesen war unter so vielen Leuten zu sein und so viel zu reden und zu lachen.

Herbstrunde

Es gab familienintern kürzlich Beschwerden, weil wir jeden Wanderweg im Umkreis von 100 km schon mehrfach abgeschritten sind. Mit dem Fazit man müsse umziehen. Ganz weit weg. Da ich darauf aber keine Lust habe, strengte ich meinen Kopf ein bisschen an und dann fiel es mir wieder ein. Dieses Strassenschild mit den zwei Wanderern drauf, an dem ich schon ein paar mal vorbei gefahren war. Da an der Brücke. Und immer gedacht habe, dass man hier auch mal herkommen könnte.

Als es am Samstag mal nicht schüttete, sondern nur leicht tröpfelte, fuhren wir also hin. Es handelte sich eher um eine Art Naherholungsgebiet, eine kleine Halbinsel zum Angeln, Wildwasserbootfahren und Lagerfeuer machen und richtig wandern konnte man nicht. Aber nachdem wir einmal rund um die Halbinsel gelaufen waren und dabei auch jeden kleinen Stichweg mitgenommen hatten, waren immerhin auch 4,5 km vergangen. Und hübsch war es dort auf jeden Fall, gerade jetzt in der dunkelgelben Herbstphase.

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Umzug noch mal abgewendet ;-)

Lichterstadt

Unsere Stadt hat vor zwanzig Jahren ein Lichtprojekt ins Leben gerufen. Besondere Stadtbeleuchtung – aus Sicherheitsgründen in den dunklen Monaten, aber vor allem um es den Einwohnern schön zu machen. Etliche Häuserfassaden, Brücken, Wege und Bäume wurden über die Jahre dauerhaft ins Licht gesetzt. Und dann gibt jeden September ein Lichterfest (ausser im letzten Jahr…). Es fing 2003 ganz klein mit einigen wenigen Lichtkunstwerken an, da wohnten wir sogar schon hier. Und mit jedem Jahr wurde es grösser und spektakulärer und 2021 haben sie sich selbst übertroffen.

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Am Freitag Abend stiegen der Iso und ich (Pauline war nach einem langen Schultag und anstrengendem Training zu müde) auf’s Fahrrad und fuhren zum naturwissenschaftlichen Campus. Meine Arbeit! Und dort stand uns gleich mal der Mund weit offen. Nicht nur, dass die Gebäude so toll und so bunt aussahen, nein die Bilder bewegten sich auch. Drehten und rollten sich und über die Unterwasserfrau (weiter unten) schwappten Wellen. 

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Und es waren so viele Menschen da. Die ganze Stadt schien auf den Beinen. (Wer sich wundert, die Bilder sind von einem anderen Tag.) Ich habe schon lange lange nicht mehr so viele Menschen auf einmal gesehen und ich musste kurz mal tief Luft holen, damit ich vor lauter Erleichterung nicht anfange zu heulen. (Jajaja! Ich weiss, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist.) 

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Im Kirchpark ist immer die Hauptattraktion. Einmal gab es dort zum Beispiel Riesenglühhäschen. Und in diesem Jahr eine Lichtinstallation mit Musik und Nebel untermalt. Boah, was für eine Show! Durchaus auch ein bisschen gruslig, aber das Ziel war wohl den kleinen Park komplett zu verwandeln und das ist auch gelungen. 

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Was besonders toll ist: das Lichterfest dauert in diesem Jahr über eine Woche. Einige Kunstwerke gab es nur letztes Wochenende zu sehen, aber die Highlights leuchten immer noch. Ich weiss nicht genau warum, vielleicht damit sich Pandemie-bedingt die Besucherströme etwas verteilen (hahaa). Jedenfalls konnte ich gestern noch einmal mit Pauline los ziehen und ihr alles zeigen. Da unten läuft sie, die (Trommelwirbel!) frisch zweifach Geimpfte, über die blaue Brücke.

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In allen Farben, Formen und Grössen

Als es im Sommer für lange Zeit so heiss und trocken war, da prognostizierte man einen ausserordentlich schlechten Pilzherbst. Ohne Pfifferlingsuppe, Steinpilzpfanne und Trompetenpfifferlinggebäck. Keine Pilzvergiftungen. Dann kam der August und mit ihm der Regen, der nicht wieder aufhören wollte. Und da pfiffen sie auf die Vorhersage und kamen allesamt raus gekrochen. In so grosser Zahl, dass die Wälder nach Pilz rochen und dass man nirgendwo hintreten konnte ohne auf einen Pilz zu treten. Einer schöner als der Andere. In allen Farben, Formen und Grössen.

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