Zack, Winter!

Mama, übertreibst du’s nicht ein bisschen? Fragte mich Pauline am Morgen beim Anblick der Klamottenberge, die ich nachts um 2 nach unserer Ankunft aus dem Süden noch hektisch hervor gekramt hatte. Ich glaube nicht.

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Punkt 8 Uhr, nach 5 Stunden Schlaf, stand sie dann mit einer Hochwasserschneehose und viel zu kleinen Handschuhen (Jacke und Schuhe passten immerhin noch) vor der Schule. Auf der Heimfahrt hatten wir den Tag der Verspätungen erwischt. Man könnte es auch Tag des Wartens nennen. Egal, das Kind bestand jedenfalls darauf zur ersten Stunde in die Schule zu gehen und eifrige Schüler soll man nicht aufhalten. (In Wirklichkeit stand Schwimmunterricht auf dem Plan und der ist anscheinend sehr lustig, aber leider nur 4 mal pro Schuljahr.)

Etwas überrumpelnd, der Wechsel von Sommer zu Winter, aber Schnee ist schon auch toll. Sehr sogar.

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Herbstferien, Tag 14

Letzter Ferientag. Noch einmal ausgiebig nichts getan und dann erste Abschiede genommen. Wir sollen uns morgen warm anziehen, wurde uns aufgetragen. Zu Hause ist der erste Schnee gefallen. Tschüss Sommer, tschüss Heimat, tschüss liebe Familie. Das war ein ganz wunderbarer Urlaub.

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Herbstferien, Tag 12 & 13

Gestern Nachmittag wurden wir zum Bahnhof gebracht und konnten die Sache mit dem Abschied schon mal üben. Kaum in Leipzig aus dem Zug gestiegen, fragte ich Pauline ob sie eigentlich Trabis kennt. Haben wir diese Wissenslücke nun auch geschlossen.

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Wir teilten uns ein Schweineohr im Hotelbett, machten uns anschließend schick und fuhren mit der Straßenbahn zur Hochzeitsfeier meiner urältesten Freundin. Wir beiden haben unsere gesamte Kindergarten- und Schullaufbahn gemeinsam bestritten und deshalb tonnenweise gemeinsame Erinnerungen. Mal von Skype abgesehen hatten wir uns jetzt aber seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen. Ihre Eltern, die immer offene Arme und Ohren für mich hatten und mich zu unzähligen tollen Ausflügen und in Urlaube mitgenommen hatten, hatte ich noch viel länger nicht gesehen. Trotzdem erkannte mich die Mama sofort und nahm mich freudig quiekend fest in die Arme. Und erzählte dann, dass das Brautpaar und dessen kleiner Sohn auf dem Weg zur Party einen Autounfall hatten (Gott sei Dank nur Blechschaden, dafür aber wohl enorm) und sich deshalb verspäten würden. So kam es, dass die Party mit über 2 Stunden Verspätung begann, als die armen Brautleute schon komplett fertig mit den Nerven waren und die Gäste, unter ihnen viele Kinder, müde und sehr hungrig. Mir tat das alles unendlich leid.

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Heute wurde der Sohn des Brautpaares 1 Jahr alt und auch getauft. So trafen wir uns alle, wenn auch nicht ausgeschlafen so immerhin erfrischt, morgens in der Kirche wieder. Gegen das anschließende Kaffee trinken sprach sich Pauline, die sich bei beiden Veranstaltungen unendlich gelangweilt und dennoch mit Engelsgeduld ausgeharrt hatte, vehement aus und da uns das Wetter bei unseren Alternativplänen (Völkerschlachtsdenkmal oder Zoo) einen Strich durch die Rechnung machte, gingen wir eben in den Bahnhofspromenaden ein wenig bummeln und fuhren dann zurück zu meinen Eltern. Ich fand unseren Ausflug aber trotz allem toll. Auf der Zugfahrt las ich in einer Zeitschrift über den Begriff Heimat. Menschen (und Autos :) ) wieder zu sehen, die einen ein großes Stück Kindheit begleitet haben, fühlt sich sehr wohlig und wie Heimkommen an.

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Herbstferien, Tag 11

Heute hatte ich eine Verabredung über die ich mich ganz besonders freue. Dass meine Freundin die Kraft hatte mich zu treffen zeigt, dass es ihr besser geht und sie auf einem guten Weg ist. In dem Zusammenhang eine große Bitte: wenn ihr Menschen seht, die offensichtlich an einer Essstörung leiden, dann widersteht doch dem Drang sie ausgiebig zu beäugen. Insbesondere in Restaurants, zählt nicht jeden Löffelvoll und macht um Himmels Willen keine Bemerkungen. Für diese Menschen ist das alles so schon schwer genug. Dankeschön!

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Herbstferien, Tag 10

Wenn man lange genug weg ist, von einem Ort an dem man zuvor lange gelebt hat, dann schafft man es mit offenen Augen durch eben jenen Ort zu gehen und plötzlich festzustellen wie schön es dort eigentlich ist. Ich bin gestern lange staunend durch die Straßen meiner Heimatstadt gelaufen und war ziemlich angetan.

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Und weil‘s so schön war, heute gleich nochmal, gemeinsam mit Pauline, meiner Freundin und ihrer ebenfalls achtjährigen Tochter. Leider konnte ich Pauline dann nach einem Spielplatzbesuch konkrete Beispiele dafür geben, was ich vorgestern meinte als ich sagte, dass sie sich vermutlich ganz schön umgewöhnen müsste wenn wir jetzt nach Deutschland ziehen würden. Herrje! Trotzdem hatten wir einen tollen Mädelsnachmittag mit Eis, Spielen und ausgiebigem Schnattern und am Ende bequatschten uns die Kinder noch ein Abendessen im Restaurant einzunehmen. Ach bittebitte!!! (Beiden schmeckte der jeweils gewünschte Crêpe natürlich nicht und so teilten sie sich meine (!) Kürbissuppe.)

 

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Herbstferien, Tag 9

Ich habe ja Urlaub, deshalb ist es vermutlich in Ordnung heute nur ein Bild hier zu lassen.

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(Wetter weiterhin großartig, Schuhe weiterhin zu warm.)

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Herbstferien, Tag 8

Oh weh, schon eine Woche um! Dafür war ich vorhin ganz erstaunt als ich mich bewusst im Spiegel ansah: der müde Zombie ist verschwunden.

Heute haben wir mein liebes Jena besucht. Im Vorfeld tat es mir schon leid auf eine Stunde Sonnenschein zu verzichten, aber versprochen ist versprochen und so steuerten wir als erstes das Planetarium an. Dann aber war die Vorstellung (Zeitreise) so großartig, dass ich auch gern noch mal so lange dort drin gesessen hätte. Pauline sowieso. Danach gab es das obligatorische original DDR Softeis und einen kleinen Stadtbummel. In der Wagnergasse wurde ich so sentimental, dass ich mich mit einem Paar neuen Ohrringen trösten musste. Und dann rief plötzlich und unerwartet der Liegestuhl laut nach mir.

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