Wertschätzung

Ich wurde letztens gebeten mal näher zu erklären, als ich gewisse Unterschiede zwischen Deutschland und Finnland andeutete. Ich hatte eigentlich mit Absicht nur angedeutet. Wenn ich in Deutschland bin ertappe ich mich sehr oft dabei Sätze mit „Also in Finnland…“ anzufangen und dann aufzuzählen was da alles besser ist. Und deshalb versuche ich mich im Zaum zu halten, denn ich glaube, dass das irgendwann nervt und eigentlich auch ziemlich arrogant ist.

Aber ihr habt ja gefragt. Also das war so. An einem ungewöhnlich warmen Herbsttag sass ich mit Pauline und meiner Mama in Jena am Eichplatz in der Sonne und wir schleckten alle ein super leckeres Softeis. Gerade waren wir im Planetarium gewesen und hatten eine richtig tolle Vorstellung gesehen. Es war einer dieser perfekten Momente. Und so verwundert es nicht, dass Pauline wohlig seufzte und fragte warum wir den nicht in Deutschland wohnen können.

Eigentlich war es meine Mama die daraufhin sagte, dass sie sich da aber ganz schön umgewöhnen müsste. Aber ich dachte das genau so auch. Was meiner Mama speziell durch den Kopf ging weiss ich gar nicht, wir sprachen dann davon, dass Alltag in Deutschland natürlich auch ganz was anderes ist als Urlaub. Woran ich aber vor allem dachte, war das was mir bei jedem Heimatbesuch am meisten auffällt und mich richtig stört: der zwischenmenschliche Umgang.

Wenn wir an einem deutschen Flughafen landen, dann dauert es meistens gar nicht lange bis zur ersten „Begebenheit“. Im Bus, am Bahnhof oder spätestens im Zug, man kann die Uhr danach stellen. Dieses Mal kam ein Mann vom Boardrestaurant mit einem Tablett voller Kaffeebecher durch den ICE und bot selbigen feil. Ein Fahrgast hatte Appetit auf Kaffee und reichte dem Mann mit dem Tablett einen Geldschein. Da sich Geldwechsel mit einem Tablett voller Kaffeebecher in den Händen aber schlecht macht, ging der Mann einen Schritt auf den nächsten Tisch zu und fragte höflich, ob er es mal einen Moment abstellen könne. Worauf der Herr, der am Tisch sass, laut und ätzend „Wenn’s sein muss!“ bellte.

Ein kleiner Moment, vielleicht nur eine Lappalie. Und doch zucke ich zusammen und möchte im nächsten Moment aufstehen, meinen Zeigefinger heben und einen meiner Also-in-Finnland-Sätze anfangen. In Finnland nämlich, glaube ich, hätte der Herr entweder stumm genickt und vorsichtshalber seine Zeitschrift beiseite geschoben, obwohl eigentlich genug Platz war. Oder, wenn er einer der etwas Gesprächigeren gewesen wäre, dann hätte er vermutlich „Aber natürlich, bitte sehr!“ gesagt. (Jetzt muss ich selber lachen. „Bitte sehr“ wäre in Finnland natürlich viel zu blumig und übertrieben. Aber gemeint wäre es so und jeder würde es auch so verstehen.) Und wenn er einer wie, sagen wir der „gesprächige Toni“ gewesen wäre, dann hätte er vermutlich gesagt „Gern, dann nehme ich auch gleich einen, danke!“

Vielleicht nur eine Lappalie, wie ich sagte. Vielleicht hatte der Herr einen schlechten Tag. Aber solche Begebenheiten beobachte ich ständing und deshalb sind sie für mich bezeichnend für den zwischenmenschlichen Umgang in Deutschland. Es fehlt grundlegend an Höflichkeit, an Achtung und Respekt.

Der Iso und ich überlegen oft woran das liegen könnte und vor allem warum es in Finnland nicht so ist. Damals in Australien hat es sich sogar noch viel schlimmer angefühlt und wir dachten, dass das vielleicht durch das deutlich anstrengendere und nervige Leben verursacht wird. Weil im Alltag in Australien grundsätzlich nichts einfach so klappt, alles furchtbar kompliziert ist und man ausserdem unentwegt einem unheimlichen Erfolgsdruck unterliegt. Sowas sorgt für konstanten Frust, bei uns jedenfalls war es so. Und irgendwann ist es zu viel und man muss wo man geht und steht Frust loswerden. Vielleicht eine ganz gute Erklärung. Nicht umsonst zählen die Finnen zu den zufriedensten EU Bürgern und der ICE hatte im Übrigen 40 Minuten Verspätung und war völlig überfüllt.

Aber ich denke das ist auch einfach eine Frage der grundsätzlichen Haltung. Es steht im oben verlinkten Artikel, Finnland ist ein egalitäres Land. Jeder ist gleich, keiner ist besser oder mehr Wert als der Andere und deshalb achtet und respektiert man andere auch so wie man es selbst erfahren möchte. Mitmenschen und ihr Eigentum werden positiv wertgeschätzt, und nicht nur sie, sondern beispielsweise auch die Natur. Das saugen die Kinder hier quasi mit der Muttermilch auf. Von Anfang an wird von Eltern, aber auch ganz stark in Kindergarten und Schule auf ein respektvolles Miteinander geachtet. Auf Rücksicht und Höflichkeit, aber eben auch grundsätzlich darauf, dass alle gleich sind und keiner ausgeschlossen wird.

Letztes Jahr hatte ich ein denkwürdiges Gespräch mit Pauline. Ein paar Monate nach ihrer Einschulung bekam sie von der Schule einen Fragebogen zum Ausfüllen, der darauf abzielte zu erfahren wie wohl sie sich dort fühlt. Da standen Aussagen und die Kinder sollten passend dazu entweder ‚ja‘ oder ’nein‘ ankreuzen. Ein Satz lautete „Ich habe in der Schule Freunde“. Pauline las den Satz und fing an zu lachen. „Ha ha, was soll die Frage? Wer kreuzt denn hier ’nein‘ an?“ Daraufhin erzählte ich ihr, dass es in meiner Klasse damals zwei Kinder gab die keine Freunde hatten. „Aber warum denn?“ wollte sie wissen. Nun begann ich nervös auf meinem Stuhl hin und her zu rutschen und sagte schliesslich ziemlich zerknirscht „Der eine war nicht besonders schlau und die andere war dick und hatte eine Brille“. Paulines Augen wurden immer grösser. „Aber MAMA“ sagte meine siebenjährige Tochter da zu mir „das sind doch keine Gründe jemanden nicht zu mögen!“ Und dann: „Warum hast DU denn nicht mit denen gespielt?“.

Ja, warum eigentlich nicht? Warum habe ich gemeinsam mit meinen Klassenkameraden diese Kinder sogar nicht einfach nur  ausgeschlossen, sondern auch ziemlich grausam gepiesackt? Die Antwort hatte sich mir schon Jahre zuvor, in Paulines Kindergartenzeit erschlossen. Weil mir damals keiner gesagt hat, dass das falsch ist. Weil mir keiner klar gemacht hat wie furchtbar sich das anfühlen muss und wie gemein und ungerecht das ist. Weil mir keiner gesagt hat, dass ich nicht besser bin, weil ich vielleicht schneller rechnen kann oder besser sehen kann. Weil ich es leider auch von selbst nicht verstanden habe. Weil ich erst viele Jahre später selbst diejenige in der Klasse werden musste, die uncool und gemieden war, um viele Dinge zu verstehen.

Und so wie ich die angesprochenen Situationen auf einem Spielplatz in Deutschland erlebt habe, hat sich da wohl immer noch nicht viel getan. Ein 4-5jähriger Junge sass in einer Nestschaukel und wurde von seinem Vater angeschoben. Nach einer Weile hatten Pauline und ihre Freundin auch Lust zu schaukeln und stellten sich wartend daneben. Also in Finnland :) funktioniert das als Signal für das schaukelnde Kind. Das muss nun nicht augenblicklich von der Schaukel springen, weiss aber, dass es langsam zum Ende kommen sollte und Platz für den nächsten machen. In Kindergarten und Schule gibt es da so Regeln wie „wenn sich einer anstellt, dann noch zehn Mal hin und her schwingen“. Die beiden stellten sich also an, ich plauderte derweil mit meiner Freundin. Nach etwa 10 Minuten bemerkte ich aus den Augenwinkeln, dass die beiden immer noch wartend neben der Schaukel standen und deshalb spazierte meine Freundin zur Schaukel und fragte höflich ob die Mädels jetzt auch mal dran kommen könnten. Daraufhin der Vater zum Sohn: „Möchtest du Platz machen oder möchtest du noch weiter schaukeln?“. Die Antwort des Sohnes überraschte dann nicht und er schaukelte noch eine gute Viertelstunde weiter. Die Mädchen waren erst ziemlich empört, nahmen es dann aber mit Humor und malten sich in der Wartezeit aus was der Papa seinen Sohn heute wohl noch alles fragen würde. Möchtest du die Tüte Chips noch ganz aufessen oder vielleicht einen Apfel? Möchtest du weiter Fernsehen gucken oder jetzt ins Bett gehen? Möchtest du noch mehr von Mamas Blusen zerschneiden oder vielleicht jetzt Papier nehmen? Und kicherten sich eins. Mir jedoch blieb das Lachen im Hals stecken.

Etwas später kletterte Pauline auf ein burgartiges Klettergerüst. Dort oben stand ein etwa siebenjähriger Junge, wedelte mit einem sehr grossen Ast und schrie „Hau ab! Das ist MEIN Königreich!“ Pauline antwortete „Das Klettergerüst ist aber für alle da.“ und kletterte ungerührt weiter. Und dann begann der Junge mit dem Ast auf Pauline einzudreschen. Paulines Gesichstsausdruck war für mich das Schlimmste in dieser Situation. Dieser Unglaube in ihren Augen, dass das jetzt wirklich passiert und eine unfassbare Verletztheit. Nicht ihres Rückens, auf den der Ast eindengelte, sondern ihrer Persönlichkeit. Ob der Junge allein da war oder eine Aufsichtsperson dabei hatte weiss ich nicht. Gesagt oder getan hat jedenfalls keiner was. An sich kein Ding, es wird sowieso genug gehelikoptert und Pauline geht zu Hause schliesslich auch ohne Eltern auf den Spielplatz. Es ist nur so, dass ich in Finnland gefühlt schon ganze Lebensjahre auf vielen verschiedenen Spielplätzen verbracht habe und noch nie etwas derartiges erlebt habe. Noch nicht ein einziges Mal.

Eventuell hört sich Finnland jetzt wie Utopia an und das ist es natürlich nicht. Es gibt auch hier Menschen, die Grenzen übertreten. Es gibt Kriminalität und es gibt Egoismus und auch Mobbing ist ein Problem an Schulen. Von Rassismus fange ich gar nicht erst an. Aber! Von all dem gibt es hier deutlich weniger. Es ist so viel weniger, dass mir der Unterschied auf jedem Heimatbesuch krass ins Auge fällt. Und deshalb glaube ich, dass es für Pauline eine gewaltige Umstellung wäre in Deutschland zu leben und dort zur Schule zu gehen. Daran jedenfalls dachte ich, an dem warmen Herbsttag in Jena.

Wenn mich jemand fragt was mir denn nun in Finnland so gut gefällt, dann antworte ich immer als erstes „Die Menschen.“.

 

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12 Antworten zu Wertschätzung

  1. Creeny schreibt:

    Welch wahre Worte! Ja, genau deshalb gönnen wir uns hin und wieder eine kleine Auszeit in Helsinki, um diese angenehme Art des Miteinanders zu genießen.

    Puh, die Spielplatzsituation ist heftig.Arme Pauline! Ich arbeite in einer Kita und in den bisherigen 10Jahren stelle ich mehr und mehr fest, wie sich die Kinder verändern. Soviel Mangel an Wertschätzung, Toleranz, Respekt und Höflichkeit… Wir in der Kita können unser Bestes tun, Werte zu vermitteln, aber wenn das Umfeld nicht mitmacht, ist das nahezu unmöglich.
    Da kann nur jeder Einzelne möglichst viel Nettigkeit und Liebe in die Welt tragen, um alles ein wenig schöner zu machen.

  2. Karen schreibt:

    Genau so.

    (Und der „gesprächige Toni“ hat es jetzt sogar ins deutschsprachige Internet geschafft. Wenn er das wüsste, hihi.)

  3. Marie schreibt:

    Naja, Überpopulation erzeugt bekanntlich Stress – im Umkehrschluss ist es natürlich entspannter, wenn die Fläche, auf der sich eine Anzahl Individuen tummelt, mehr Platz für das einzelne bietet. Ich habe diese Erfahrung auch schon im Vergleich Stadt-Land gemacht.
    Nun sind wir hier in D noch nicht in der Überpopulation angelangt, aber im Vergleich habt ihr in Finnland natürlich mehr Platz. Gut möglich, dass das dazu beiträgt, dass Menschen entspannter agieren.
    Auch gut möglich, dass in Finnland auf Grund eben dieser Umstände (mehr Raum für den einzelnen) mehr Ressourcen für (frühkindliche) Bildung und Prägung zur Verfügung stehen.
    Hier wird ja z.B. genau an der Stelle gespart bis zum Irrsinn.
    Was daraus, gerade auch bei den vielen Menschen, die seit 2015 dazu gekommen sind, für Problemstellungen erwachsen, ist eine Hydra!

    Und das ist nur ein Aspekt – teilweise denke ich auch, dass die Jungeltern heutzutage etwas sehr spacy sind und zwar alles über tiefenpsychologische Entwicklung im Bauch der Mutter, aber wenig über Basics (Wurzeln und Flügel z.B.) wissen. Aber DAS ist mein persönlicher Eindruck und wahrscheinlich geht es jeder Elterngeneration ähnlich – von daher bin ich an dieser Stelle auch eher mild gestimmt :)

    Auf jeden Fall: Seid froh, dass ihr da seid, wo ihr seid!!!! Auch und gerade wegen Pauline.

    Beste Grüße,
    Marie

    • Pinni schreibt:

      Hm, soweit ich weiss ist Höflichkeit in Asien eine der wichtigesten Tugenden, deshalb ist eine hohe Bevölkerungsdichte wahrscheinlich nicht die Wurzel des Übels, jedenfalls nicht allein. Auch sehe ich nicht ganz den Zusammenhang zwischen geringer Bevölkerungsdichte = mehr Ressourcen für Erziehung und Bildung. Beispielsweise ist es vermutlich ungleich teurer ein Schulbuch in Finnland zu produzieren, weil es verhältnismässig wenige Abnehmer gibt. Oder man denke an die vielen Schultaxis die jeden Morgen und Nachmittag Schulkinder aus den entlegenen Orten oder in den ganz dünn besiedelten Gebieten in die Schule fahren. Oder eben Schulen mit 5 Schülern. Es ist vielmehr so, und das hat lange Tradition in Finnland, das Bildung einen sehr hohen Stellenwert hat und einfach mehr Geld da rein gesteckt wird. Das ist meiner Meinung nach so mit das Schlauste was ein Staat machen kann. Denn so erreicht man vielleicht am ehesten, dass nicht nur die Bildungseinrichtungen, sondern auch das Umfeld wie oben von Creeny geschrieben, Werte vermitteln. Leider ist unsere momentane Regierung aber auch kräftig dabei Bildungsgelder zu streichen…
      Beste Grüsse zurürck :)

      • Marie schreibt:

        :) *lach* Gut, meine Theorie, die einen Bogen zwischen Fläche pro Kopf und damit einhergehend mehr Geld für Bildung spannen sollte, war mit heißer Nadel gestrickt und ist offenbar nicht tragfähig. Macht nix – ich bleibe aber dabei, dass mehr Platz eher entspannend wirkt. Dass man in Asien grundsätzlich höflich ist… nun, ja. Wer sich mal quer durch Hong Kong bewegt hat, sieht das etwas differenziert. (?)
        Wer sein Gesicht wahrt und nicht ausflippt, empfindet nicht zwangsläufig weniger Stress – er ist lediglich trainiert genug, dass nicht zu zeigen.

        Dass dieser Übung eine innere Haltung zugrunde liegt, die wir Deutschen eher nicht haben, nehme ich allerdings als gegeben an.

        Und natürlich kann ein Staat sein Geld kaum besser als in Bildung investieren! Kein Zweifel!!

        Graue, aber gutgelaunte Novembergrüße,

        Marie

  4. Jonna schreibt:

    Ich selbst habe das nach vier Jahren in England ähnlich empfunden und viele Rückkehrer aus anderen Ländern beschreiben das genauso. Unfreundlichkeit scheint schon ein deutsches Phänomen zu sein. Wohlwollen findet man nicht so oft auf der Straße. Dabei kostet es nichts.

  5. erdhummel schreibt:

    Mich würde mal interessieren, ob sich der respektvolle und höfliche Umgang auch im Berufsfeld stark durchsetzt? Das ist nämlich neben der allgemein fehlenden Höflichkeit in Deutschland etwas, was mich immer wieder an verschiedensten Arbeitsplätzen empört: die fehlende Fähigkeit für ein freundliches und respektvolles Miteinander am Arbeitsplatz (und die fehlenden Fähigkeiten von Leuten in Führungspositionen, ihre Mitarbeiter zu motivieren und wertzuschätzen). Da könnte ich inzwischen ganz und gar überhaupt nicht freundlich in die Luft gehen :-)

    • Pinni schreibt:

      :-) Absolut, höflichen Umgang gibts hier überall, das ist ja das Grossartige. Im Kindergarten, in der Schule, auf Arbeit, bei Hobbys, im Supermarkt, beim Arzt… Das besonders angenehme in der Arbeitswelt, für mich jedenfalls, ist das Fehlen bzw nicht-ausleben von Hierarchien. Also, der Professor ist genauso nett zum Doktoranden wie zum anderen Professor, der Manager genau so höflich zur Putzkraft wie zu Leuten in vergleichbarer Position. Das kenne ich nämlich aus Deutschland auch ganz anders.

  6. nordetrotter schreibt:

    Ein interessanter Beitrag, viel Stoff zum Nachdenken.

    Ich habe ja noch keine Kinder, aber die Erfahrungen vom Spielplatz sind sooo traurig zu lesen, ja machen direkt Angst. Zu meiner Schulzeit war es genauso, aber ich hatte gehofft, es hätte sich vielleicht etwas geändert… Sehr gute Frage, warum es bei uns in Deutschland in den Schulen und Kindergärten so viele Außenseiter gibt. Mir ging es leider auch so, dass ich erst selbst uncool und gemieden werden musste, um zu verstehen, wie grausam Mobbing ist. Ja, warum hat einem das eigentlich niemand im Vorfeld klar gemacht? Die Lehrer haben bei uns immer weggeguckt, aber schön Werbung damit gemacht, dass die Schule ein katholisches, humanistisches Gymnasium sei, in dem die werteorientierte, christliche Persönlichekeitsbildung an erster Stelle stehe *brech*…

    In Finnland ist die Situation in dieser Hinsicht sicherlich im Durchschnitt deutlich besser. Was mich dort allerdings manchmal ein wenig nervt, ist, dass einige es scheinbar nicht verstehen können, dass es in Deutschland eben oft nicht so läuft wie in Finnland: dass nicht alle gleiche Chancen haben, dass manche vielleicht ganz unverdient nie eine Chance bekommen haben und dass alle, die nicht erfolgreich geworden sind, nicht automatisch lahme Looser sind, die nicht wussten, wie sie es hätten besser anstellen können. Dieses Denken bekomme ich im Umwelt der Verwandtschaft meines finnischen Freundes machmal etwas zu spüren (nicht, dass es einer so direkt sagen würde – eher unterschwellig…).

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