Feindliche Übernahme II

Und jetzt noch das Wohnzimmer. Mit Verstärkung.

ubernahme

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Das Hobbieren geht weiter

Und nun auf ausdrücklichen Wunsch ein Schwimmkurs. Ich gebe zu, ich habe erstmal geschluckt als es hiess, die Kinder werden am Eingang der Schwimmhalle abgegeben und können eine Stunde später dort wieder abgeholt werden. Eltern sind nicht erwünscht. Irgendwie habe ich ihr erstmal nicht zugetraut Herr ihrer ganzen Sachen zu sein und am Ende auch wirklich alles wieder mitzubringen. Aber da ist man auch später nicht gefeit, belehrte mich eine Mutter, die gestern an der Kasse fragte ob sie mal eben zu Spind Nummer 99 gehen dürfte, denn ihre Tochter hätte da heute im Schulschwimmunterricht ihren Badeanzug liegen lassen.

Für die zwei Wochen haben alle Kinder so ein Schlüsselarmband bekommen. Den fummelt man an das dünne Kinderärmchen, alle stellen sich in Reihe auf, piepen sich durch’s Tor und marschieren dann im Gänsemarsch der Schwimmlehrerin hinterher. Umziehen, duschen und dann ins Kinderbecken. Von der Zuschauertribüne aus kann man manchmal einen Haarschopf erkennen und viel Wasser spritzen sehen. Schön warm ist es dort auch.

links oben

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Im Anschluss gehts natürlich in die Sauna. Dann wieder duschen und umziehen. Und schliesslich stehen sie mit roten Bäckchen und strahlenden Augen hüpfend wieder am Ausgang. Vergessen wurde übrigens noch nichts, ganz im Gegenteil wickelt sie ihren zweiteiligen Badeanzug jeden Tag sorgfältig in ihr Handtuch ein und verstaut alles professionell im Rucksack. Hobbieren ist auch zum gross werden gut.

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Streber

In meinem Pädagogikkurs habe ich die Rolle der Streberin eingenommen. Das fühlt sich sehr ungewohnt an, denn diese Ehre wurde mir in meinem ganzen Leben noch nicht zu teil. Eigentlich ist auch alles beim Alten. Wenn es heisst, dass die Hausaufgaben spätestens in einer Woche, also am Freitag, hochzuladen sind, dann fange ich am Freitag Nachmittag an mich damit zu beschäftigen. Immer auf den letzten Drücker. Nur kam dann eben 2 Wochen nach besagtem Freitag eine Email mit einer höflichen Erinnerung an die Hausaufgaben. Bisher hätte die nämlich erst eine Person erledigt. Noch eine Woche später dann eine Rundmail unter den Teilnehmern. Was genau die Hausaufgaben eigentlich sind und wie das mit diesem Onlinetool noch funktioniert. Sieben von 8 Teilnehmern waren ratlos.

Da wir kurz nach dem nächsten Treffen in den Urlaub fuhren und erst ganz unmittelbar vor dem übernächsten Treffen zurück kamen (was übrigens kein Zufall war, die Flüge haben wir nach Kursplan ausgesucht, da Anwesenheitspflicht besteht), habe ich die Hausaufgaben vor dem Urlaub und ergo vor Abgabefrist eingereicht. Ich gebe zu, das hatte etwas streberhaftes, aber ich wollte im Urlaub schliesslich Urlaub haben. Am Tag nach der Rückkehr fiel dann der Satz: Ich wollte euch noch mal an die Hausaufgaben erinnern. Die hat wieder nur Pinni gemacht. Typisch Deutsche, zischte es neben mir.

Zwei Stunden später sah der Stundenplan Buchbesprechung im Lesezirkel vor. Auch mein Buch hatte ich vor dem Urlaub gelesen. Zwar musste ich dafür noch eine Nachtschicht einlegen und die letzten fünf Kapitel hatte ich nur überflogen, aber eben. Wir fanden uns also ein. Das heisst, der Brite nicht, der war im Urlaub (!). Die Spanierin murmelte, sie hätte eigentlich erst ein Kapitel gelesen und der Kanadier hatte sich bisher noch nicht für ein Buch entscheiden können. Wir verschoben die Besprechung um zwei Wochen. Das ist ja eine Menge Zeit. Ich buchte uns extra einen Raum, in dem wir ungestört diskutieren könnten und fand mich schliesslich wieder ein. Inzwischen waren 5 Wochen seit dem Buchlesen vergangen und ich konnte mich noch gerade so vage an den Titel erinnern. Deshalb ging ich extra noch mal meine Notizen durch und las ein paar Buchzusammenfassungen im Internet. Die Spanierin eröffnete grinsend sie wäre jetzt bis zum dritten Kapitel vorgedrungen. Der Brite hatte zwar sein Buch, das er als PDF von der Lehrerin zugesandt bekam, weil er doch im Urlaub war, einseitig und in Farbe ausgedruckt, zum Lesen war er aber noch nicht gekommen. Dafür hatte er Geburtstag und brachte Pfannkuchen/Berliner/Wieauchimmer mit. Der Kanadier war wohl noch unterwegs. Wir warteten eine Stunde, kauten Pfannkuchen und unterhielten uns angeregt über’s Augenlasern, Dunkelcafés und Bands, die in Schränken spielen. Dann schrieben wir eine Email an den Kanadier und baten um einen neuen Terminvorschlag. Der meldete sich glatt nach 5 Tagen und entschuldigte sich. Das Treffen hatte er komplett verschwitzt. Das fand ich nicht besonders glaubwürdig, schliesslich hatte er es vor meinen Augen in seinen bunt schillernden, interaktiven Kalender eingetragen, aber gut. Nächster Anlauf übermorgen.

Inzwischen ist mir die Streberrolle nicht mehr unangenehm. Erwachsene Menschen. HochschulLEHRER.

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Kreta

  • Es war unser erster Urlaub in solch einer Touristenhochburg. Oder na, das stimmt eigentlich nicht, aber bisher haben wir noch überall ruhige Plätzchen gefunden. Das war auf Kreta fast unmöglich. In unserem Reiseführer stand, dass es im Oktober kaum noch Touristen gibt. Wenn das so ist, möchte ich Kreta niemals im Sommer erleben. Klar, jeder will mal in den Urlaub fahren. Und warum so viele genau dorthin fahren verstehe ich auch bestens. Aber es scheint der Insel nicht gut zu bekommen. Und man fühlt sich oft veräppelt.
Venezianischer Hafen von Chania. Links: Touristennepp, rechts: Tavernen, in die man förmlich reingezerrt wird. Aber sehr schön anzusehen.

Venezianischer Hafen von Chania. Links: Touristennepp. Rechts: Tavernen, in die man förmlich reingezerrt wird. ABER: sehr schön anzusehen.

  • Hauptsächlich ging es aber in diesem Urlaub – nach dem anstrengenden Sommer, den ich fast ausschliesslich in kühlen, fensterlosen Räumlichkeiten verbracht habe – um Erholung, Wärme und Sonne. Und dafür war es ganz genau richtig. Drei Wochen in Sandalen. Ohne einen einzigen Regentropfen. Mit sehr gemächlichem Leben.

    Balos. Wenn das kein Traum von einem Strand ist, dann weiss ich auch nicht.

    Balos. Ich fühle mich schon wieder ganz erholt wenn ich nur das Bild ansehe.

  • Zu Balos fällt mir gleich eine Geschichte ein. Aus Regeln machen sich die Griechen wohl nicht viel. Trotz beispielsweise Rauchverbot in Gastlichkeiten stehen überall die Ascher auf den Tischen und werden rege genutzt. Es gibt eine ausgeprägte Waffenkultur und ein interessantes Fahrverhalten im Strassenverkehr. Jedenfalls, der sehr nette Hotelbesitzer empfahl uns den Strand Balos. Um dort hin zu gelangen, sprach er, muss man allerdings eine quasi nicht befahrbare Strasse fahren. Da müsst ihr die Kleine richtig gut festhalten! Ich wusste zunächst gar nicht worauf er hinaus wollte (Wie, am Strand dann? Ist es da sehr windig?) bis mir irgendwann einfiel, dass dort Anschnallgurte ja nur zur Zierde in Autos hängen und es so etwas wie Kindersitze gar nicht gibt.

    Zerschossen sind eigentlich fast alle Strassenschilder der Insel. Wenn nicht dass, dann mit Sprayfarbe übermalt. Die meisten Einschusslöcher sind allerdings sehr klein. Womit hier geballert wurde möchte ich lieber nicht wissen.

    Zerschossen sind eigentlich fast alle Strassenschilder der Insel. Wenn nicht das, dann mit Sprayfarbe übermalt. Die meisten Einschusslöcher sind allerdings sehr klein. Womit hier geballert wurde möchte ich lieber nicht wissen.

  • Wir wussten bisher auch noch nicht, dass sich die einzelnen Touristennationen auf die Orte der Insel aufteilen. Zuerst waren wir in einer deutschen Hochburg. Für uns, die im Alltag selten jemanden Deutsch sprechen hören, ist das immer ziemlich ulkig. Besonders das Räupchen war sehr verwundert und wies uns lautstark auf jeden anderen Deutschsprechenden hin. Einmal lauschte sie eine ganze Weile einer bayrischen Familie und fragte schliesslich “Und welche Sprache sprechen die?”. Agia Galini im Süden der Insel kam in unserem Reiseführer nicht besonders gut weg. Wir mochten es dort aber sehr und es war mit Abstand der schönste der drei Orte, in denen wir wohnten.

    Agios Galini. Hier begann, was mit einigen extra Kilos auf den Rippen drei Wochen später endete.

    Agia Galini. In der Taverne Onar (vorn links) begann am ersten Abend, was mit einigen extra Kilos auf den Rippen drei Wochen später endete. Liebe zur griechischen Küche.

  • Das griechische/kretische Essen! Ich weiss zwar nicht genau warum es als so gesund gepriesen wird (Doch! Des Olivenöls und der Kräuter wegen.) aber es war sehr lecker. Neben all den Souvlaki, Moussaka und Jemista habe ich kiloweise Joghurt mit Honig gegessen und literweise frisch gepressten Orangensaft getrunken. Und dann erst die Bäckereien. Nach Betreten habe ich mich jedes mal zuerst für 10 Minuten verzweifelt im Kreis gedreht, weil ich am liebsten alles probieren wollte. Aber egal wofür man sich schliesslich entschied, es war köstlich.

    Oliven. An jeder Ecke und auf jedem Teller.

    Oliven. An jeder Ecke und auf jedem Teller.

  • Am allerbesten haben mir die Bergdörfer gefallen. Dort war es so… es schien doch noch recht ursprünglich zu sein. Natürlich gab es auch hier die unvermeidlichen Kitschsouveniershops, aber der grösste Teil schien ausgesprochen nett, unaufgeräumt und echt.

    Neben einer Bergdorfkirche.

    Neben einer Bergdorfkirche.

  • Die Bremer Stadtmusikanten haben wir übrigens auch getroffen. Sehr zur Freude des Räupchens. Sie schienen zwar derzeit getrennter Wege zu gehen, aber dennoch.

    Esel. Irgendwo im Süden.

    Irgendwo im Süden.

  • Einer unserer grossen Pläne war ja Muscheln sammeln, darauf hatten sich das Räupchen und ich schon lange gefreut. Da wussten wir noch nicht, dass die meisten Strände steinig sind. Aber wir sind ja flexibel und wühlten auch mit leuchtenden Augen in den rundgeschliffenen Steinen. Den ganzen Urlaub lang waren wir dann immer wieder mit Aussortieren beschäftigt, denn mit allen Fundstücken im Gepäck hätte das Flugzeug sicher nicht abheben können.

    Fundstücke von Agios Pavlos.

    Fundstücke von Agios Pavlos arrangiert auf der traumhaften Terrasse unserer Ferienwohnung.

  • Nach einer Woche kehrten wir dem Süden den Rücken und fuhren in den Nordosten. Mali ist wirklich ein Ort des Grauens und auch das Hotel war eher nicht so meins (am Pool lief den ganzen Tag sehr laut Musik, gern auch mal – denn nun befanden wir uns in der niederländischen Hochburg – niederländische Schlager), aber dafür waren wir direkt am Strand, wo das Räupchen unzählige Sandburgen schuf und ansonsten waren wir sowieso immer unterwegs.

    dikti

    Dikti-Höhle. Kann man sich schon irgendwie gut vorstellen, dass hier Zeus zur Welt kam.

  • Jeden Tag entdeckte das Räupchen auf unserem Souvenirkartenspiel (das ich gekauft hatte um Abends mit dem Iso zu spielen, aber dann lernte sie ja Mau Mau und das mussten wir täglich mehrere Stunden spielen und konnten Abends die Karten nicht mehr sehen) bei dem auf jeder Karte eine Sehenswürdigkeit Kretas zu sehen ist etwas neues Bekanntes. “Da waren wir ja heute!” Von Knossos gibt es gleich mehrere Karten und noch immer (denn die Mau Mau Begeisterung ist ungebrochen) rufen wir bei jeder dieser Karten laut zusammen KNOSSOS. Es ist solch ein lustiges Wort. Warum genau das die grösste Touristenattraktion Kretas ist erschliesst sich mir nicht. Also ja, das ist schon spannend und bestimmt kommen viele Geschichtsinteressierte extra nach Kreta, weil es dort so viel zu sehen gibt, aber dass sich so viele Menschen für “alte Steine” interessieren sollen? Vielleicht liegt es nur an meiner eigenen Ignoranz. Ich mochte allerdings die Fresken sehr und konnte auch das Räupchen begeistern. Der Stierspringer hat sie noch lange beschäftigt.

    Knossos.

    Knossos.

  • Nummer 2 der Bremer Stadtmusikanten trafen wir in Iraklion. Es war jedoch nicht ganz klar welcher von beiden der Richtige ist.

    Morosini-Brunnen in Iraklion.

    Morosini-Brunnen in Iraklion.

  • Nach einer weiteren Woche ging es in den Westen. Welche Nation die Region, in der unser Hotel stand, okkupiert gebe ich als Rätsel auf. Während man gemütlich beim Frühstück sass, irritierten einen plötzlich Heerscharen an Joggern, die den Strand auf und ab rannten. Um 11 Uhr vormittags waren alle Tavernen prall gefüllt, während wir sonst gegen 12 immer die Ersten und Einzigen waren. Alle Restaurantbesucher bestellten ausschliesslich Pizza. Nachmittags strömten die Heerscharen plötzlich alle in den örtlichen Supermarkt und beim Verlassen sah man grosse Mengen Bier durch die Einkaufstüten schimmern. Ach ja, und alle Speisekarten waren auf Finnisch :-)

    Nochmal Chania.

    Nochmal Chania.

  • Ursprünglich hatten wir auch geplant viel zu wandern. Das erwies sich aber aus zwei Gründen schwierig. Zum einen war es oft schlichtweg zu warm und zum anderen war die Sache mit der Ausschilderung nicht ganz ausgereift. Man hätte sich vorher einen Wanderführer besorgen sollen. Trotzdem waren wir ein paar mal zu Fuss unterwegs und am beeindruckendsten war die Wanderung durch die Imbros-Schlucht (in der man sich ja gar nicht verlaufen kann, so schmal ist sie). Tatsächlich gehört die Wanderung zu Räupchens Lieblingserinnerungen (zu meiner auch) und sie ist wahnsinnig stolz darauf die 8 km geschafft zu haben (unnötig zu erwähnen, dass wir unterwegs mehrmals Mau Mau gespielt haben). Ich glaube aber noch besser hat ihr die Fahrt zurück zum Ausgangspunkt mit dem Pickup gefallen. Natürlich sass ein Grieche am Steuer und mehr als sehr schmale und kurvige Bergstrasse brauche ich gar nicht zu sagen.

    Imbros-Schlucht.

    Imbros-Schlucht.

  • In unserem Hotel ereignete sich auch ein sehr rührendes Gespräch zwischen dem Räupchen und zwei Katzen. Man muss dazu wissen, dass sie Katzen zwar einerseits sehr mag, aber andererseits auch grosse Angst vor ihnen hat. Hier aber war sie in Sicherheit, denn sie befand sich auf unserem Balkon und die Katzen auf einem nahe gelegenen Dach. Es begann mitten beim Frühstück, die beiden hatten wohl grossen Hunger und maunzten kläglich zu uns rüber. Wir hatten nichts anderes als Brot (bzw. liess sich Milch schlecht rüber werfen), aber der Hunger muss so gross gewesen sein, dass die dies nicht verschmähten. Das Räupchen hatte fortan gar keinen Hunger mehr und begann ihr Gespräch, das noch lange nachdem der Frühstückstisch abgeräumt war andauerte. Unter anderem demonstrierte sie den Katzen in ihrem Urlaubsmalbuch wie man Prinzessinnen malt, zeigte diverses Spielzeug vor und machte Sympathiebekundungen. Die beiden sassen da wie vom Donner gerührt und hörten sehr aufmerksam zu.

    Dies hier ist allerdings keine der beiden, sondern Sophia, die wir in Spili trafen. Sie ist Nummer 3 der Bremer Stadtmusikanten.

    Dies hier ist allerdings keine der beiden, sondern Sophia, die wir in Spili trafen. Sie ist Nummer 3 der Bremer Stadtmusikanten.

  • Im Westen fanden wir auch unser aller Lieblingsstrand. Elafonisi. Er wird mit Karibikstränden verglichen. Das Wasser dort ist türkis, glasklar und so flach, dass man einfach zur nächstgelegenen Insel waten kann. Ein Traum für Kinder, aber auch wir Grossen waren sehr sehr angetan. Ein wunderschönes Stück Kreta.

    Elafonisi. Auf dem Weg zwischen Festland und Insel.

    Elafonisi. Auf dem Weg zwischen Festland und Insel.

  • In unserer letzten Woche neigte sich die Touristensaison dem Ende. Jeden Tag schloss eine andere Taverne und in den übrigen bekam man nur noch ausgewählte Gerichte, weil wir schliessen morgen. Für uns fühlte es sich nach 3 Wochen auch genau richtig an wieder nach Hause zu fahren. Ich habe mich schon lange nicht mehr so erholt gefühlt. Ich habe so viel Sonne getankt, dass ich es jetzt gut bis nächsten Mai aushalten kann. Wir haben ein für uns neues Stückchen Erde entdeckt und hatten eine grossartige Zeit.

    raupenhandstand

    Raupenhandstand bei Agios Nikolaos.

  • Den Hahn habe ich leider nicht fotografiert. Dafür aber die boshafte Ziege aus Tischlein deck dich.

    ziege

    Mäh.

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Danke!

Letzte Woche spazierte ich in das Büro meiner Freundin, umarmte sie und gratulierte ihr zum Geburtstag. Sie fiel aus allen Wolken. Ihr Mann hatte schon am Vorabend auf dem Heimweg von der Arbeit Blumen gekauft und sie dann gleich überreicht (die praktischen Finnen… ;) ) und so hatte sie am Morgen gar nicht mehr dran gedacht. Und den ganzen Tag nicht, denn es war bereits 14 Uhr. Das fand ich ziemlich traurig.

Natürlich bin ich an meinem Geburtstag nicht mehr so aufgeregt wie früher. Das übernimmt jetzt das Räupchen, das gestern Abend sogar nicht einschlafen konnte vor lauter Aufregung. Aber besonders ist der Tag immer noch.

Der Iso musste sehr zeitig aus dem Haus und so übernahm das Räupchen. Sie schmetterte mir ein Lied und überreichte eifrig Geschenke und die gebastelte Karte. Ich packte ihre Lieblingspuppe aus. Im Kühlschrank befand sich ein ganz besonderer und extra beschrifteter Saft für’s Frühstück. Auf Arbeit kam besagte Freundin in mein Büro, umarmte mich und gratulierte mir. Meine Eltern riefen an und sangen ein Ständchen. Dann hatte ich zwei sehr unerquickliche Stunden in einer von mir zu leitenden Diskussionsrunde, die komplett nach hinten los ging. Aber ach, zurück im Büro waren da lauter Emails. SMSe piepten, meine Schwester rief an. Auf dem Heimweg piepte wieder mein Handy. Es war eine – wie heissen die? – Soundnachricht. Meine Freunde sangen mit ihren 3 Kindern ein Geburtstagslied. Die Oma meinte ich auch im Hintergrund zu hören. Ein ganzer Chor. Zu Hause erwarteten mich Blumen auf dem Tisch, selbst gemachte Frühlingsrollen und mein Lieblingsglasnudelsalat. Und lauter tolle Päckchen, die der Postmann gebracht hatte. Später fand ich mich schliesslich auf dem Sofa einen grossartigen Film sehend wieder. Mit Wolldecke und einer Schüssel voll Lieblingsgummibärchen. Ich habe es in keiner Minute des Tages vergessen.

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Feindliche Übernahme

Kürzlich zog sie mit ihrem Bett wieder in unserem Schlafzimmer ein. Fortan sprach sie von “meinem Zimmer” wenn sie das Elternschlafzimmer meinte. Gern verzieht sie sich jetzt dort hin und macht die Tür hinter sich zu. In meinem Bett liegt plötzlich ein Kuscheltier, weil ich angeblich besser damit schlafen kann. Logischerweise liegen jetzt auch Kinderbücher auf meinem Nachttisch. Als gestern dann lauter kleine Tiere drum herum drappiert wurden merkte ich plötzlich wie sich meine Stirn runzelte. Hat das System?

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Quiz zum Wochenende

Ein Begriff den das Räupchen im Urlaub prägte:

“Falschrumes Herz mit Stiel dran”

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